28.02.2020 | Presseinfo Nr. 23

Pendlerstatistik

Pendlerstatistik für den Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen

Stand 30. Juni 2019 - die Zahl der Einpendler wächst, die Zahl der Auspendler sinkt

Wie viele Menschen pendeln zur Arbeit in die Oberlausitz oder aus der Oberlausitz heraus an andere Arbeitsorte? Jährlich veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die Pendlerdaten zum 30. Juni des Vorjahres. Die jüngsten Zahlen aus dem Jahr 2019 liegen nun für das Gebiet der Agentur für Arbeit Bautzen, welches die Landkreise Bautzen und Görlitz umfasst, vor.

Gesamtzahl der Pendler im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen

Insgesamt pendelten zum Stichtag 30.829 Menschen zu ihrem Arbeitsort in den beiden Landkreisen. Gleichzeitig hatten 42.926 Bürgerinnen und Bürger ihren Arbeitsort außerhalb des Bezirks der Agentur für Arbeit Bautzen.

Entwicklung innerhalb von fünf Jahren

Vor fünf Jahren pendelten 23.038 Personen zur Arbeit in die beiden Landkreise und es gab 43.273 Auspendler. Damit ist die Zahl der Einpendler in fünf Jahren um 7.791 gewachsen und die Zahl der Auspendler um 347 gesunken.

Entwicklung innerhalb eines Jahres

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Einpendler innerhalb von einem Jahr von 30.267 um 562 auf 30.829 gestiegen. Die Zahl der Auspendler ist im gleichen Zeitraum von 43.192 um 266 auf 42.926 gesunken.

Beschäftigungsentwicklung in den letzten fünf Jahren

In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen von 190.780 im Jahr 2014 um 9.869 auf 200.649 in 2019.

„Die Zahl der Einpendler nimmt stetig zu. Dies zeigt, dass der Arbeitsmarkt in der Region attraktive Möglichkeiten bietet", folgert Ilona Winge-Paul, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Bautzen.

Einpendler in die Oberlausitz

Mit 14.986 Menschen kommen die Hälfte der Einpendler aus Sachsen. Betrachtet man die TOP 5 so kommen 8.574 der 30.829 Einpendler aus dem Raum Dresden. An zweiter Stelle liegen Länder außerhalb Deutschlands mit 7.236 und die Region Cottbus mit 4.157 Personen. Aus dem Raum Pirna kommen 3.189 Menschen zur Arbeit in die Oberlausitz und aus der Region Riesa 2.046.

Auspendler aus der Oberlausitz

Auch bei den insgesamt 42.926 Auspendlern zieht es die meisten Menschen mit 24.474 in das eigene Bundesland Sachsen. Einzeln betrachtet pendeln 16.731 Men-schen in die Region Dresden, gefolgt von 7.871 in die Region Cottbus. Danach folgen mit 2.845 Personen Pirna, Riesa mit 2.605 und die Region Leipzig mit 1.107.

Wer ist ein Pendler?

Pendler sind in der Beschäftigungsstatistik alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Arbeitsgemeinde sich von der Wohngemeinde unterscheidet. Ob und wie häufig gependelt wird, ist unerheblich. Einpendler sind Personen, die in ihrer Arbeitsgemeinde nicht wohnen. Auspendler sind Personen, die in ihrer Wohngemeinde nicht arbeiten. Die Wohnortgemeinde kann auch im Ausland liegen.

Die stärksten Pendlerströme im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen bewegen sich aus und ins sächsische Umland sowie das südliche Brandenburg.

Verdienst ist das Hauptmotiv für das Pendeln

Für das Pendeln gibt es mehrere Motive. Ganz oben steht der Verdienst, aber auch die Arbeitsbedingungen wie Karrieremöglichkeiten, moderne Arbeitszeitgestaltung, zukunftsorientierte Weiterbildungsmöglichkeiten oder auch die Verkehrsinfrastruktur spielen eine große Rolle.

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