Arbeitsmarkt zeigt sich stabil

• Zahl der Arbeitslosen bleibt stabil
• Arbeitskräftenachfrage verliert an Dynamik
• Beschäftigung auf Höchststand

04.10.2022 | Presseinfo Nr. 16

MerkmalMonatVormonatVorjahresmonatVeränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose9.9989.9999.106

+ 892

+ 9,8%

Arbeitslosenquote3,9%3,9%3,6%+ 0,3%-Punkte

„Auf dem Arbeitsmarkt der Region wirkt noch die ruhigere Sommer- und Urlaubszeit nach. Die Zahl der Arbeitslosen ist im September stabil geblieben. Durch den Schul- und Ausbildungsstart gab es aber ein deutliches Plus an Abmeldungen in Arbeit, Ausbildung und Maßnahmen. Auch weiterhin entwickeln sich die beiden Rechtskreise unterschiedlich. Während die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich rückläufig ist, steigt sie in den Jobcentern, noch immer in der Hauptsache bedingt durch ukrainische Geflüchtete, weiter an“, sagt Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. Aktuell sind im Agenturbezirk Bayreuth-Hof 2.695 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer im erwerbsfähigen Alter registriert. 1.319 Personen sind arbeitslos und suchen nach einer Beschäftigung.

13.135 Personen waren von Unterbeschäftigung betroffen, 24 mehr als im Vormonat und 872 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigung bildet umfassender als die Arbeitslosigkeit alle Personen ab, welchen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es werden zusätzlich Personen einbezogen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen oder an Sprachkursen teilnehmen. Die Kurzarbeit wird dabei nicht berücksichtigt. „Die aktuellen Zahlen sind durchaus noch positiv, die Entwicklungen lassen jedoch erste Anzeichen einer Eintrübung erkennen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften war im September geringer als im Vormonat. 1.187 Vermittlungsaufträge konnten die Arbeitgeber-Services entgegennehmen, 190 weniger als im Vormonat und 123 weniger als im Vorjahresmonat. Die Stellenzugänge seit Jahresbeginn lagen mit 14.189 aber noch um gut 7 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die meisten Bedarfe kamen aus dem Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wozu auch die Arbeitnehmerüberlassung gehört, aus dem Verarbeitenden Gewerbe und aus dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz.

Auf dem Ausbildungsmarkt sind Firmen schon vorausschauend aktiv und melden die Ausbildungsstellen für den Ausbildungsbeginn September 2023. Schülerinnen und Schüler können bereits aus einer Vielzahl von Ausbildungsberufen wählen und sich bewerben. Auch für 2022 bieten noch Unternehmen die Chance auf einen späteren Einstieg in die Ausbildung - und sind offen für Bewerbungen von "Nachzüglern", aber auch von Umschulungsinteressierten.

Von neu eingegangenen Anzeigen auf Kurzarbeit waren im letzten Monat bis zu 306 Personen betroffen. Aktuell gehen erste Anfragen von Betrieben nach Kurzarbeitergeld wegen der immens gestiegenen Energiekosten und damit verbundener Produktionsausfälle ein.

Die vollständige Presseinformation finden Sie als PDF unter "Weitere Informationen"! 

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