01.06.2021 | Presseinfo Nr. 12

Regionaler Arbeitsmarkt mit positiven Signalen

- Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück, bleibt aber über Vorkrisenniveau
- Bedarf an Arbeitskräften auf Rekordniveau
- Hohe Ausbildungsbereitschaft
 

Monat Vormonat Vorjahresmonat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose 10.114 10.718 12.025

1.911 (-15,9 %)

Arbeitslosenquote 4,0% 4,2% 4,7 %

Im Zuge der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof weiter gesunken und liegt nun den zweiten Monat in Folge wieder unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Trotz des deutlichen Rückgangs im Vergleich zu Vormonat und Vorjahresmonat konnte allerdings das Vorkrisen-Niveau noch nicht wieder erreicht werden“, zieht Agenturchef Sebastian Peine die aktuelle Monatsbilanz. So waren in der Region 10.114 Arbeitslose zu verzeichnen, 604 weniger als im Vormonat und 1.911 weniger als im Mai 2020. Gegenüber Mai 2019 waren 1.627 Männer und Frauen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Sowohl insgesamt, als auch nach Beendigung einer Erwerbstätigkeit mussten sich im Mai deutlich weniger Menschen arbeitslos melden als im Vorjahresmonat und im Mai der Jahre 2018 und 2019. „Auch bei den Arbeitsaufnahmen hat die Dynamik aktuell gegenüber dem Vorjahr wieder zugenommen. Im Vergleich zu den Mai-Werten der Vorjahre konnten aber noch nicht so viele Menschen in eine neue Beschäftigung starten“, so Peine.
Neben den entlastenden saisonalen Effekten, die sich überwiegend im Bereich des SGB III bemerkbar machten, zeigt sich über beide Rechtskreise hinweg eine positive Entwicklung bei den jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Mit 857 liegt die Zahl der jungen Arbeitslosen wieder auf dem Niveau der Jahre 2018 und 2019. Auch ihr Anteil an allen Arbeitslosen sank mit aktuell 8,5 Prozent unter den Wert der Vorkrisenjahre von rund 10 Prozent. Ebenso bleibt der Anteil an allen Langzeitarbeitslosen mit 2,4 Prozent weiterhin niedrig. Prozentual war bei den jungen Langzeitarbeitslosen allerdings pandemiebedingt das stärkste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Dabei konnten vor allem junge Erwachsene ohne abgeschlossene Berufsausbildung keine neue Beschäftigung finden. Agenturleiter Peine betont: „Um nachhaltig und existenzsichernd auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, ist eine gute berufliche Qualifikation nicht nur für junge Menschen wichtiger denn je. Die Arbeitsagentur unterstützt dabei mit verschiedenen Förderangeboten. Ich kann Betroffenen nur empfehlen, die Zeit der Arbeitslosigkeit oder auch der Kurzarbeit dafür zu nutzen. Tatsache bleibt, dass Menschen ohne Berufsabschluss ein vergleichsweise hohes Risiko haben, immer wieder arbeitslos zu werden“.