30.09.2021 | Presseinfo Nr. 18

Regionaler Arbeitsmarkt startet dynamisch in den Herbst

- Herbstbelebung lässt Arbeitslosigkeit deutlich auf Vorkrisenniveau sinken
- Historisch niedrige Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen
- Arbeitskräftenachfrage weiter auf Höhenflug
- Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geht dank Kurzarbeit nur moderat zurück

Monat Vormonat Vorjahresmonat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose 9.106 9.522 11.153

2.047 (-18,4 %)

Arbeitslosenquote 3,6% 3,7% 4,4%

„Nach dem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit im August startet der regionale Arbeitsmarkt nach der Sommerpause wieder durch. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum Vormonat spürbar zurück. Saisontypisch sind insbesondere deutlich weniger jüngere Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahren zu verzeichnen. Insgesamt lässt der aktuelle Rückgang des Arbeitslosenbestands von August auf September sogar eine größere Dynamik spüren, als im Jahr vor der Pandemie“, erklärt Udo Kolb, Geschäftsführer Operativ der Agentur
für Arbeit Bayreuth-Hof. 

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat sinkt der Bestand an Arbeitslosen in allen Regionen des Agenturbezirks weiterhin deutlich und liegt im Rechtskreis SGB III auch unter dem Vergleichswert von September 2019. „Insbesondere die Situation der jungen Arbeitslosen stellt sich für den Herbst im Vergleich zur Vergangenheit historisch günstig dar“, betont Kolb. Mit der aktuellen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent hat der Agenturbezirk Bayreuth-Hof das Niveau von September 2019 erreicht. Analog zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist auch bei der Unterbeschäftigung ein Rückgang zum Vormonat sowie zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Aktuell sind 12.555 Personen von Unterbeschäftigung betroffen, 2.402 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung bildet umfassender als die Arbeitslosigkeit alle Personen ab, welchen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. So werden auch Personen einbezogen, die nicht als arbeitslos gelten, beispielsweise kurzfristig Arbeitsunfähige und Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik. Die Kurzarbeit findet jedoch keine Berücksichtigung.

Die Arbeitgeber der Region haben im September 1.310 Arbeitsstellen neu gemeldet. Das sind 13,0 Prozent weniger als im Vormonat, aber 9,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit liegen die neuen Stellenmeldungen auf dem Niveau von September 2019. Seit Jahresbeginn 2021 wurden bisher 13.225 Vermittlungsaufträge erteilt, 3.601 mehr als im selben Vorjahresmonat. Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Agenturbezirk summiert sich aktuell zu einem Stellenpool von rund 7.700 Beschäftigungsmöglichkeiten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von über 50 Prozent.