11.10.2021 | Presseinfo Nr. 20

Fördermöglichkeiten

Die Wirtschaft in der Region braucht dringend gut qualifizierte Arbeitskräfte.
Von den mehr als 7.800 im Oktober 2021 bei der Agentur für Arbeit Bayreuth-
Hof gemeldeten Stellen richteten sich knapp 4.300 an Fachkräfte. Kaum ein Drittel
der aktuell rund 8.300 Arbeitslosen sind Fachkräfte. Die Gewinnung gut ausgebildeter,
neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird für Betriebe verschiedenster
Branchen zunehmend zur Herausforderung.

„Für Unternehmen kann es sich daher lohnen, bei der Personalsuche den Blick auch verstärkt nach innen zu richten: In vielen Betrieben schlummern verborgene Potenziale“, so Sebastian Peine, Vorsitzender der  Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. Der Arbeitsmarktexperte regt an, Beschäftigte, deren Qualifikation noch nicht oder nicht mehr den (zukünftigen) Anforderungen der Unternehmen entsprechen, verstärkt weiterzubilden. Die Arbeitsagentur berät und unterstützt dabei. „Von einer solchen Qualifizierung im Betrieb profitieren dann alle Seiten: Den Betrieben stehen ihre erfahrenen und mit den Unternehmensabläufen vertrauten  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig als gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Die Beschäftigten reduzieren ihr Risiko, arbeitslos zu werden – gerade in Zeiten von Digitalisierung und Strukturwandel“, so Peine weiter.

Förderleistungen und Voraussetzungen
Ganz konkret unterstützt die Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof Betriebe, die ihren geringqualifizierten Beschäftigten den Erwerb eines Berufsabschlusses ermöglichen wollen. Aber auch Anpassungsqualifizierungen werden  gefördert. Dabei gilt: Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – ungeachtet von Alter, Qualifikation oder Betriebsgröße – können unterstützt werden, wenn ihr Berufsabschluss mindestens vier Jahre zurückliegt. Die  Bundesagentur für Arbeit kann die Lehrgangskosten sowie Zuschüsse zum Lohn entweder vollständig oder zum Teil übernehmen. Zudem kann ein pauschalierter Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag erstattet werden. Dabei ist wichtig zu wissen: Die Weiterbildung muss mehr als 120 Stunden umfassen. Bei der Durchführung der Qualifizierung sind die Betriebe flexibel – beispielsweise hinsichtlich der Schulungszeiten: Die Weiterbildungen können in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend stattfinden. Förderungen sind sowohl für langjährig Beschäftigte als auch für neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter ab dem ersten Arbeitstag möglich.

Vielfalt an Qualifizierungsmöglichkeiten
Die Bandbreite der möglichen Qualifizierungen ist groß: Ausbildungen in Pflege- und Gesundheitswesen, zur Fachkraft Schutz- und Sicherheit oder zur Maler-/LackierierIn sowie Vorbereitungslehrgänge auf Externen-Prüfungen verschiedenster Ausbil-dungsrichtungen wurden bereits genauso unterstützt wie Anpassungsqualifizierungen zum Beispiel in den Bereichen CNC, Lager, Gastgewerbe, Physiotherapie, Büro. Im kommenden Jahr sind u.a. Qualifizierungen für Medizinische Fachangestellte in Richtung „Digitalisierung und Online-Praxis“ angedacht.


Interessiert? Beratungstermin vereinbaren!
Wer sich für eine Förderung interessiert, kann sich telefonisch an den Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4 5555 20 oder die bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wenden. Diese beraten Betriebe und Beschäftigte unverbindlich zu Planung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen – auch während der Kurzarbeit – und helfen bei der Beantragung von Förderleistungen.

Aktueller Termin: Online-Beratungstag am 11. November 2021
Die oberfränkischen Agenturen für Arbeit und die IHK für Oberfranken Bayreuth informieren zu den attraktiven Fördermöglichkeiten des neuen Qualifizierungschancengesetzes und der Mitarbeiterweiterbildung während Kurzarbeit.

Den Zugangslink erhalten die Teilnehmer vor dem Beratungstag per E-Mail.

Bis zum 08.11.2021 können Sie sich wie folgt anmelden:
Birgit Obermaier, Teamleiterin Arbeitgeber-Service
Tel: 0921 887 215
E-Mail Bayreuth.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de