30.04.2020 | Presseinfo Nr. 20

Der Arbeitsmarkt im April 2020 im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach

Erwartungsgemäß schlägt sich die Corona-Krise auf dem April-Arbeitsmarkt nieder. Die Arbeitslosenquote steigt aktuell agenturweit auf 6,4 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt um 10,4 Prozent. 5.729 Anzeigen Kurzarbeit wurden bearbeitet.

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im April meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 5.211 Personen arbeitslos – das sind 830 oder 18,9 Prozent mehr als im Vormonat. 2.465 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Plus von 872 Personen oder 54,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein Plus von 842 Personen oder 51,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im April 2.725 Personen. Dies sind 2.002 oder 42,4 Prozent weniger als im März. 895 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 511 Personen oder 36,3 Prozent weniger als im Vormonat und 496 oder 35,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 24.858 Personen. Dies sind 2.490 oder 11,1 Prozent mehr als im März und 4.321 oder 21,0 Prozent mehr als im April 2019. Damit erreicht die Agentur in etwa das Niveau vom April 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,4 Prozent, nach 5,7 Prozent im Vormonat und 5,3 Prozent im Vorjahr.

„Die Arbeitslosenzahlen sind im April in allen drei Regionen erwartungsgemäß gestiegen und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ebenso erwartungsgemäß gesunken“, so Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. “Viele Unternehmen versuchen, über die Beantragung von Kurzarbeitergeld Entlassungen zu vermeiden. Dies gelingt jedoch nicht in allen Fällen, so dass die Zahl der Arbeitslosen um knapp 2.500 im Vergleich zum Vormonat angestiegen ist. Die Kolleginnen und Kollegen in der Leistungssachbearbeitung setzen alles daran, sowohl das Kurzarbeitergeld zeitnah zu erstatten als auch die Anträge auf Arbeitslosengeld so schnell wie möglich zu bearbeiten. Diesen Bereich haben wir personell deutlich verstärkt. Unsere gewohnten Dienstleistungen erbringen wir weiterhin und haben unsere telefonischen Zugangskanäle ausgeweitet. Lediglich persönliche Vorsprachen sind derzeit nicht möglich. Aber auch online sind wir jederzeit erreichbar!“

Kontakt für Arbeitnehmer/innen: 02202 9333 900 oder kostenfrei 0800 4 5555 00

Kontakt für Arbeitgeber/innen: 0800 4 5555 20

jeweils montags bis freitags von 08: bis 18:00 Uhr

http://www.arbeitsagentur.de/eservices- 24 Stunden

 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach entfielen von den 24.858 Arbeitslosen Ende April 2020 insgesamt 9.991 auf die Arbeitslosenversicherung und damit 1.359 oder 15,7 Prozent mehr als vor vier Wochen und 2.517 oder 33,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern (Grundsicherung) sind 14.867 Arbeitslose gemeldet und damit 1.131 oder 8,2 Prozent mehr als im März und 1.804 oder 13,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Anstieg bei den Arbeitslosen resultiert überwiegend aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung und hier aufgrund hoher Zugangszahlen aus und stark verringerter Abgangszahlen in Erwerbstätigkeit.

Unterbeschäftigung

Die Gesamtgröße der Unterbeschäftigung, also die Gesamtzahl der registrierten Arbeitslosen zuzüglich der Personen, die z.Zt. an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden und damit aktuell nicht als arbeitslos gelten, umfasste im Berichtsmonat 30.800 Männer und Frauen und damit 3.025 oder 10,9 Prozent mehr als im April 2019. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 7,8 Prozent, nach 7,0 Prozent im Vorjahr. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt aktuell 80,7 Prozent. Im Vorjahr waren es 73,9 Prozent.

Stellenzugang und –bestand

Die Unternehmen im Bezirk meldeten 558 neue offene Stellen, das sind 613 oder 52,3 Prozent weniger als im Vormonat und 695 oder 55,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. 546 (97,9 Prozent) der gemeldeten Stellen waren sozialversicherungspflichtig. 485 der neu zugegangenen Stellen sind unbefristet zu besetzen; dies entspricht einem Anteil von 86,9 Prozent.

Zum Monatsende gab es mit 4.124 freien Arbeitsstellen 481 oder 10,4 Prozent weniger als im März und 1.136 oder 21,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. 3.953 Stellen boten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung; das sind 95,9 Prozent. 1.202 Stellen oder 29,2 Prozent stammen von Zeitarbeitsunternehmen.

Gesucht werden auch aktuell Mitarbeiter/innen v.a. im Handel, dem verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit.

 

Kurzarbeit

Allgemeines

Arbeitgeber stellen, bei drohender Kurzarbeit, zunächst eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall. Die Anzeigen haben eine maximale Gültigkeitsdauer von 6 Monaten und werden statistisch nur für den Monat gezählt, in dem sie eingegangen sind bzw. erfasst wurden. Nicht für alle Personen in den Anzeigen erfolgt später auch tatsächlich Kurzarbeit. Auch das Ausmaß des Arbeitsausfalls pro Kopf ist aus den Anzeigen noch nicht erkennbar. Insoweit können die in den Anzeigen gemeldeten Zahlen über Personen zwar als potentielle, nicht aber als unmittelbare Zugänge in Kurzarbeit interpretiert werden. Es ist aber wahrscheinlich, dass in der aktuellen Krise die realisierte Kurzarbeit den in den Anzeigen genannten Personen recht nahekommt, da viele Arbeitgeber keine andere Möglichkeit haben, als die Arbeitszeit des Personals zu verkürzen.

Die Zahlen zu den Anzeigen für Kurzarbeit inklusive der Angaben zu den betroffenen Personen kommen grundsätzlich mit einem Monat Wartezeit, so dass heißt aktuell für März eine Aussage getroffen werden kann. Für April wurde im Rahmen einer Sonderauswertung der Stand am 26.04.2020 abgerufen. Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Hier kann keine seriöse Hochrechnung erfolgen, da die Arbeitgeber bis zu drei Monate Zeit haben, den Abrechnungsantrag zu stellen.

Im Zeitraum 01.03. bis einschl. 26.04.2020 wurden im Agenturbezirk insgesamt 5.729 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 66.661 Personen bearbeitet. Das sind pro Anzeige im Schnitt knapp 12 Beschäftigte.

Dabei kommen besonders viele Anzeigen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Gastgewerbe. Besonders viele Beschäftigte sind ebenfalls im verarbeitenden Gewerbe, bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (u.a. Zeitarbeit) und im Handel betroffen.

Damit ist rein rechnerisch rund jeder 4. Beschäftigte - bezogen auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – von Kurzarbeit betroffen (26,6 Prozent).

Ein Vergleich mit den Auswirkungen der Finanzkrise 2008/2009 zeigt, wie deutlich höher die Anzeigen aktuell ausfallen. Im gesamten Jahr 2009 hatten im Agenturbezirk 1.181 Unternehmen für 22.846 Beschäftigte konjunkturbedingte Kurzarbeit angezeigt, das sind im Schnitt 19 Personen pro Unternehmen. Damals waren vor allem exportorientierte mittelständische bis Groß-Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ihnen nahestehende Branchen wie die Logistik betroffen, während in der aktuellen Krise nahezu alle Branchen und auch viele Klein- und Kleinstunternehmen (kleine Händler, Gaststätten und Restaurants, kleine familiengeführte Hotels, Dienstleister wie Frisöre, Textilreinigungen, Reisebüros, aber auch Zahnärzte, Physiotherapeuten, Dermatologen) von Kurzarbeit betroffen sind.

Der Arbeitsmarkt nach Regionen

(Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport.)

Bei 1.767 Arbeitslosmeldungen und 928 Abmeldungen stieg die Zahl der Arbeitslosen im Oberbergischen Kreis um 840 oder 10,7 Prozent auf 8.723. Das sind 1.949 bzw. 28,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 910 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 342 Personen oder 60,2 Prozent mehr als im März und 291 Personen (+ 47,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 340 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 198 Person oder 36,8 Prozent weniger als im Vormonat und 196 (- 36,6 Prozent) weniger als im April 2019. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,8 Prozent, nach 5,2 Prozent im Vormonat und 4,5 Prozent im Vorjahr.

In den letzten vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 515 (+ 16,0 Prozent) auf 3.741. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 1.142 Personen bzw. 43,9 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 325 (+ 7,0 Prozent) auf 4.982 – im Vergleich zum Vorjahr sind das 807 mehr (+ 19,3 Prozent).

Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im April 218 Stellen. Dies sind 329 (- 60,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 327 (- 60,0 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Im Oberbergischen Kreis sind aktuell 1.909 freie Arbeitsstellen (- 240 bzw. – 11,2 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 693 oder 26,6 Prozent weniger.

Gesucht werden auch aktuell v.a. Mitarbeiter/innen im Handel, dem verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit.

Im Zeitraum 01.03. bis einschl. 26.04.2020 wurden im Oberbergischen Kreis insgesamt 2.285 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 34.527 Personen bearbeitet. Das sind pro Anzeige im Schnitt 15 Beschäftigte.

Dabei kommen besonders viele Anzeigen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und den wirtschaftlichen Dienstleistungen (u.a. Zeitarbeit). Besonders viele Beschäftigte sind ebenfalls im verarbeitenden Gewerbe, bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Handel betroffen.

Die rein rechnerische Betroffenheit bezogen auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträgt damit 32,6 Prozent.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Arbeitslosigkeit im April ebenfalls gestiegen, und zwar um 844 Personen (+ 10,2 Prozent) auf 9.085. Dies sind 1.571 oder 20,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1.791 Frauen und Männer meldeten sich neu oder erneut arbeitslos; dies sind 308 oder 20,8 Prozent mehr als im März und 122 (+ 7,3 Prozent) mehr als im April 2019. 879 davon meldeten sich aus einer vorherigen Erwerbstätigkeit – das sind 286 oder 48,2 Prozent mehr als im Vormonat und 284 Personen oder 47,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 949 Personen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. 327 Arbeitsuchende fanden wieder eine Stelle – dies sind 177 oder 35,1 Prozent weniger als im Vormonat und 200 oder 38,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt auf 6,0 Prozent, nach 5,4 Prozent im Vormonat und 5,0 Prozent im Vorjahr.

3.684 Arbeitslose wurden im Bereich der Arbeitslosenversicherung (+ 477 / + 14,9 Prozent zum Vormonat / + 879 / + 31,3 Prozent zum Vorjahr) betreut und 5.401 (+ 367 / + 7,3 Prozent, bzw. + 692 / + 14,7 Prozent) in der Grundsicherung.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis haben die Arbeitgeber im April 208 Stellen gemeldet; dies sind 112 bzw. 35,0 Prozent weniger als im Vormonat und 170 oder 45,0 Prozent weniger als im April 2019.

Das Angebot an freien Arbeitsstellen lag bei 1.216 (- 154 oder – 11,2 Prozent zum März); damit wurde der Vorjahreswert um 209 Stellen oder 14,7 Prozent unterschritten.

Gesucht werden auch aktuell Mitarbeiter/innen v.a. im Handel, dem verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit.

Im Zeitraum 01.03. bis einschl. 26.04.2020 wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 2.343 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 22.182 Personen bearbeitet. Das sind pro Anzeige im Schnitt neuneinhalb Beschäftigte.

Dabei kommen besonders viele Anzeigen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Gastgewerbe. Besonders viele Beschäftigte sind ebenfalls im verarbeitenden Gewerbe, aus dem Gastgewerbe und dem Bereich Kunst, Unterhaltung & Erholung betroffen.

Die rein rechnerische Betroffenheit bezogen auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträgt damit 29,4 Prozent.

Auch in Leverkusen stieg die Zahl der Arbeitslosen und zwar um 806 Personen (+ 12,9 Prozent) auf 7.050. Dies sind 801 (+ 12,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

In den letzten vier Wochen erfolgten 1.653 Arbeitslosmeldungen, davon 676 aus Erwerbstätigkeit. Damit haben sich 244 (+ 56,5 Prozent) Personen mehr aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet als im März und 267 Personen (+ 65,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig haben sich 848 Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. 228 davon fanden eine neue Stelle. Das sind 136 oder 37,4 Prozent weniger als im Vormonat und100 (- 30,5 Prozent) weniger als im April 2019.

Die Arbeitslosigkeit stieg im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 367 (+ 16,7 Prozent) auf 2.566. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 496 oder 24,0 Prozent mehr. Im Bereich der Grundsicherung ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen und zwar um 439 (+ 10,9 Prozent) auf 4.484 – das sind 305 oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote in Leverkusen steigt auf 8,1 Prozent, nach 7,1 Prozent im Vormonat und 7,2 Prozent im Vorjahr.

Das Angebot an freien Arbeitsstellen lag im April bei 999 (- 87 / - 8,0 Prozent); dies sind 234 oder 19,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Neu gemeldet wurden der Agentur 132 Stellen; das sind 172 oder 56,6 Prozent weniger als im Vormonat und 198 (- 60,0 Prozent) weniger als im April 2019.

Gesucht werden auch aktuell v.a. Mitarbeiter/innen im Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit.

Im Zeitraum 01.03. bis einschl. 26.04.2020 wurden in Leverkusen insgesamt 1.101 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 9.952 Personen bearbeitet. Das sind pro Anzeige im Schnitt neun Beschäftigte.

Dabei kommen besonders viele Anzeigen aus dem Gastgewerbe, dem Handel und den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (u.a. Rechtsanwälte/Notare, Architekten, Werbung & Tierärzte). Besonders viele Beschäftigte sind im verarbeitenden Gewerbe, dem Gastgewerbe und aus den wirtschaftlichen Dienstleistungen (u.a. Zeitarbeit) betroffen.

Die rein rechnerische Betroffenheit bezogen auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträgt damit 15,3 Prozent.

 

Der Ausbildungsmarkt

Arbeitgeber melden weniger Ausbildungsplätze

Bewerberzahlen rückläufig

Aufgrund Corona und den damit verbundenen Unsicherheiten auf Arbeitgeberseite und den ausgefallenen Schulsprechstunden aufgrund der Schulschließungen, bleibt sowohl die Zahl der Ausbildungsplätze als auch der Bewerber/innen um Ausbildungsplätze – wie bereits vermutet - hinter den Zahlen des letzten Jahres zurück. Dafür liegt aber auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen und der unversorgten Bewerber/innen niedriger als im April 2019.

Insgesamt haben bislang 3.383 Bewerber/innen um eine Ausbildungsstelle die Dienste der Agentur in Anspruch genommen. Dies sind 365 oder 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr um diese Zeit. Gleichzeitig haben die Arbeitgeber der Region der Agentur für Arbeit insgesamt 2.899 Berufsausbildungsstellen bis Ende April gemeldet. Das sind 640 (18,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Aktuell gelten noch 1.825 Bewerber/innen als unversorgt, 200 oder 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sind noch 1.579 Ausbildungsstellen unbesetzt. 282 oder 15,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Unser Ziel ist es auch in der aktuellen Situation, zusammen mit unseren Partnern so viele Jugendliche wie möglich zu erreichen und durch telefonische und online-Beratungen zu unterstützen“, so Nicole Jordy „Dazu nutzen wir auch YouTube: Am 30.04. und 07.05. findet jeweils um 16 Uhr und am 14.05. um 17 Uhr ein Live-Chat auf dem YouTube-Kanal der Bundesagentur für Arbeit statt. Natürlich ist die Berufsberatung der Agentur vor Ort ebenfalls jederzeit ansprechbar – einfach anrufen oder über unsere Internetseite einen Beratungstermin vereinbaren. Unser Beratungsangebot gilt selbstverständlich genauso für Arbeitgeber/innen, die Ausbildungsstellen besetzen wollen – auch hier unterstützt die Agentur für Arbeit gerne und berät zu möglichen Alternativ-Strategien.“

(Möglichkeiten zur telefonischen Berufsberatung unter der regionalen Hotline 02202 9333 900, der kostenlosen Service-Hotline 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/bildung/berufsberatung - Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20)

Im Oberbergischen Kreis wurden bislang 1.385 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 209 oder 13,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 703 unbesetzt – 75 oder 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.347 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 172 oder 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 750 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 42 oder 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bislang 799 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 183 oder 18,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 468 unbesetzt – 76 oder 14,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.170 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 74 oder 5,9 Prozent weniger als im Vorjahr. 600 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 63 oder 9,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

In Leverkusen wurden bislang 715 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 248 oder 25,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 408 unbesetzt – 131 oder 24,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 866 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 119 oder 12,1 Prozent weniger als im Vorjahr. 475 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 95 oder 16,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die „Top 10“-Berufe auf der Bewerberseite sind:

Kaufmann/-frau für Büromanagement, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Industriekaufmann/-frau, Medizinische/r Fachangestellte/r, KFZ-Mechatroniker – PKW-Technik, Tischler/in, Friseur/in, Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung, Industriemechaniker/in

Auf der Ausbildungsstellenseite:

Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Industriekaufmann/-frau, Handelsfachwirt/in (Ausbildung), Zahnmed. Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Chemikant/in, Industriemechaniker/in, Medizin. Fachangestellte/r, Fachkraft Lagerlogistik