01.02.2022 | Presseinfo Nr. 3

Der Arbeitsmarkt im Januar 2022

„Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist im Januar üblich. Sehr positiv ist jedoch, dass der Anstieg in diesem Jahr der niedrigste der letzten zehn Jahre ist“, so Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.

„Auch der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen liegt weit über den Januarwerten der letzten Jahre – und aktuell um 55 Prozent höher als im Januar 2021. Viele Unternehmen suchen aktuell Arbeitskräfte mit unterschiedlichem Anforderungsprofil. Im Bereich Erziehung werden überwiegend Spezialisten gesucht werden. Die Nachfrage nach Fachkräften ist besonders hoch im Verkauf, im Maschinenbau sowie in der Betriebstechnik und in der Metallbearbeitung.  Helfer und Helferinnen finden ein Stellenangebot überwiegend in der Logistikbranche.“

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im Januar 2022 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 3.820 Personen arbeitslos - das sind 140 oder 3,8 Prozent mehr als im Vormonat. 1.896 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Plus von 499 Personen oder 35,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, aber ein Minus von 318 Personen oder 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.                                                                           

Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im Januar 3.198 Personen. Dies sind 713 oder 18,2 Prozent weniger als im Vormonat. 1.119 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 132 Personen oder 10,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 28 oder 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr.                                                                                 

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 22.876 Personen. Dies sind 595 oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber 3.761 oder 14,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,8 Prozent, im Januar 2020 - kurz vor der Pandemie - bei 5,9 Prozent.                                      

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach entfielen von den 22.876 Arbeitslosen Ende Januar 2022 insgesamt 8.437 auf die Arbeitslosenversicherung und damit 487 Personen oder 6,1 Prozent mehr als vor vier Wochen und 3.652 oder 30,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern in der Grundsicherung sind 14.439 Arbeitslose gemeldet und damit 108 oder 0,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber 109 oder 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr.                                                                  

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmende von Maßnahmen aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als arbeitslos gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 28.035 Personen unterbeschäftigt und damit 3.912 Menschen oder 12,2 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt aktuell 81,6 Prozent. Im Vorjahr waren es 83,4 Prozent.                                                              

Stellenzugang und -bestand

Die Unternehmen im Bezirk meldeten 1.213 neue offene Stellen, das sind 299 oder 19,8 Prozent weniger als im Vormonat, aber 235 oder 24,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit waren insgesamt im Berichtsmonat 5.877 offene Arbeitsstellen im Bestand gemeldet, was einem Plus von 55,1 Prozent zum Vorjahr entspricht.         

Der Arbeitsmarkt nach Regionen

(Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport.)

Oberbergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.256 Arbeitslosmeldungen und 1.079 Abmeldungen stieg im Oberbergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 7.520 (+ 171 Arbeitslose, + 2,3 Prozent). Das sind 1.846 Arbeitslose (19,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. 657 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 131 (24,9 Prozent) mehr als im Vormonat, aber ebenfalls 131 (16,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                           

Gleichzeitig haben 406 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 60 Person oder 12,9 Prozent weniger als im Vormonat, aber acht (2,0 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,0 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,2 Prozent - im Januar 2020 bei 5,4 Prozent.                                                           

In den letzten vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 114 (+ 4,1 Prozent) auf 2.876 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1.620 Personen bzw. -36,0 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 57 (+ 1,2 Prozent) auf 4.644 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 226 weniger (- 4,6 Prozent).                                                                     

Entwicklung der Stellenangebote

Die oberbergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Januar 553 Stellen. Dies sind 203 (- 26,9 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 179 (+ 47,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 2.790 freie Arbeitsstellen (+ 17 bzw. + 0,6 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 1.061 Stellen (+ 61,4 Prozent) mehr.                                                            

Rheinisch-Bergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.331 Arbeitslosmeldungen und 1.120 Abmeldungen stieg im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8.557 (+ 201 Arbeitslose, + 2,4 Prozent). Das sind 1.226 Arbeitslose (12,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. 698 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 224 (47,3 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 125 (15,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                     

Gleichzeitig haben 411 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 54 Person oder 11,6 Prozent weniger als im Vormonat und drei (0,7 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,4 Prozent - im Januar 2020 bei 5,5 Prozent.                                                           

In den letzten vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 185 (+ 5,9 Prozent) auf 3.302 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1.315 Personen bzw. - 28,5 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 16 (+ 0,3 Prozent) auf 5.255 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 89 mehr (+ 1,7 Prozent).                                                               

Entwicklung der Stellenangebote

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Januar 302 Stellen. Dies sind 93 (- 23,5 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 13 (+ 4,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.523 freie Arbeitsstellen (- 68 bzw. - 4,3 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 362 Stellen (+ 31,2 Prozent) mehr.                                                               

Leverkusen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.233 Arbeitslosmeldungen und 999 Abmeldungen stieg in der Stadt Leverkusen die Arbeitslosigkeit auf 6.799 (+ 223 Arbeitslose, + 3,4 Prozent). Das sind 689 Arbeitslose (9,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. 541 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 144 (36,3 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 62 (10,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                    

Gleichzeitig haben 302 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 18 Personen oder 5,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 23 (8,2 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 7,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 8,5 Prozent - im Januar 2020 bei 7,4 Prozent.                                                           

In den letzten vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 188 (+ 9,1 Prozent) auf 2.259 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 717 Personen bzw. - 24,1 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 35 (+ 0,8 Prozent) auf 4.540 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 28 mehr (+0,6 Prozent).                                                                   

Entwicklung der Stellenangebote

Die Arbeitgeber aus Leverkusen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Januar 358 Stellen. Dies sind drei (- 0,8 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 43 (+ 13,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.564 freie Arbeitsstellen (+ 67 bzw. + 4,5 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 664 Stellen (+ 73,8 Prozent) mehr.                                                                                                                      

Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport:

Arbeitsmarktreport Januar 2022 (PDF, 476 KB)


Informationen und Erreichbarkeit:

Eine Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach ist jederzeit online möglich, verschiedene Angebote können unmittelbar über die Online-Services genutzt werden: www.arbeitsagentur.de/eservices - 24 Stunden

Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Weitere Informationen finden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bergisch-gladbach/startseite

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine Hotline eingerichtet:

Telefon: 02202 9333 900

Diese Telefonnummer ist in folgenden Service-Zeiten freigeschaltet:

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr,

Freitag von 08:00 – 13:00 Uhr

Die kostenlosen Servicerufnummern gelten weiterhin und sind  von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00

- Arbeitgeber: 0800 4 5555 20

- Familienkasse: 0800 4 5555 30