02.03.2021 | Presseinfo Nr. 5

Der Arbeitsmarkt im Februar

Im Februar 2021 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 3.597 Personen arbeitslos - das sind 888 oder 19,8 Prozent weniger als im Vormonat.

„Die Arbeitslosenzahl im Monat Februar ist im Agenturbezirk Bergisch Gladbach im Vergleich zum Vormonat annähernd gleichgeblieben. Mit einem minimalen Rückgang liegt der Wert zwar noch geringfügig über dem Niveau von September 2020, wir verzeichnen aber keine weiteren Ausschläge nach oben“, erklärt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Auch wenn die Auswirkungen der Pandemie weiterhin spürbar sind, nehmen wir erste positive Signale wahr. So kann der Oberbergische Kreis ein leichtes Sinken der Arbeitslosigkeit vermelden. Zudem haben die Unternehmen im gesamten Agenturbezirk mehr offene Stellen im Monat Februar gemeldet, die Nachfrage nach Arbeitskräften ist deutlich gestiegen. Aufgrund der momentanen Lage mit weiterhin hohen Infektionszahlen und der Unsicherheit über den Fortgang der Kontaktbeschränkungen können wir jedoch keine belastbaren Aussagen zur weiteren Entwicklung treffen.“

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im Februar 2021 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 3.597 Personen arbeitslos - das sind 888 oder 19,8 Prozent weniger als im Vormonat. 1.537 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Minus von 677 Personen oder 30,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein Minus von 9 Personen oder 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.                                                                                

Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im Februar 3.597 Personen. Dies sind 361 oder 11,2 Prozent mehr als im Vormonat. 1.324 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 233 Personen oder 21,4 Prozent mehr als im Vormonat und 117 oder 8,1 Prozent weniger als im Vorjahr.                                                                                   

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 26.625 Personen. Dies sind 12 Personen weniger als im Vormonat und 3.924 oder 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,8 Prozent.                                                                          

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach entfielen von den 26.625 Arbeitslosen Ende Februar 2021 insgesamt 11.834 auf die Arbeitslosenversicherung und damit 255 Personen oder 2,1 Prozent weniger als vor vier Wochen und 2.952 oder 33,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern in der Grundsicherung sind 14.791 Arbeitslose gemeldet und damit 243 oder 1,7 Prozent mehr als im Vormonat sowie 972 oder 7,0 Prozent mehr als im Vorjahr.                                                              

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmende von Maßnahmen aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als arbeitslos gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 32.284 Personen unterbeschäftigt und damit 2.821 Menschen oder 9,6 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt aktuell 82,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 77,0 Prozent.                                                           

Stellenzugang und -bestand

Die Unternehmen im Bezirk meldeten 1.324 neue offene Stellen, das sind 346 oder 35,4 Prozent mehr als im Vormonat und 54 oder 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit waren insgesamt im Berichtsmonat 4.046 offene Arbeitsstellen im Bestand gemeldet, was einem Minus von 7,2 Prozent zum Vorjahr entspricht.                                                           

Kurzarbeit

Allgemeines

Arbeitgeber stellen, bei drohender Kurzarbeit, zunächst eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall. Die Anzeigen haben eine maximale Gültigkeitsdauer von 6 Monaten und werden statistisch nur für den Monat gezählt, in dem sie eingegangen sind bzw. erfasst wurden. Nicht für alle Personen in den Anzeigen erfolgt später auch tatsächlich Kurzarbeit. Auch das Ausmaß des Arbeitsausfalls pro Kopf ist aus den Anzeigen noch nicht erkennbar. Insoweit können die in den Anzeigen gemeldeten Zahlen über Personen zwar als potentielle, nicht aber als unmittelbare Zugänge in Kurzarbeit interpretiert werden. Es ist aber wahrscheinlich, dass in der aktuellen Krise die realisierte Kurzarbeit den in den Anzeigen genannten Personen recht nahekommt, da viele Arbeitgeber keine andere Möglichkeit haben, als die Arbeitszeit des Personals zu verkürzen.

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für Januar 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 776 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 5.264 Personen eingegangen, das sind 196 Anzeigen mehr als im Monat zuvor.                                                

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Die Arbeitgeber haben bis zu drei Monate Zeit, den Abrechnungsantrag zu stellen.

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im August 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 33,8 Prozent. Im August 2020 haben im Agenturbezirk zudem insgesamt 2.208 Betriebe für 24.018 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.              

Kurzarbeiterquote

Die Kurzarbeiterquote stellt den Anteil der Kurzarbeit an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar. Sie betrug im August 2020 9,8 Prozent

Informationen und Erreichbarkeit:

Eine Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach ist jederzeit online möglich, verschiedene Angebote können unmittelbar über die Online-Services genutzt werden: www.arbeitsagentur.de/eservices - 24 Stunden

Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Weitere Informationen finden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bergisch-gladbach/startseite

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine Hotline eingerichtet:

Telefon: 02202 9333 900

Diese Telefonnummer ist in folgenden Service-Zeiten freigeschaltet:

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr,

Freitag von 08:00 – 13:00 Uhr

Die kostenlosen Servicerufnummern gelten weiterhin und sind

von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:                              0800 4 5555 00

- Arbeitgeber:                                                                     0800 4 5555 20

- Familienkasse:                                                                 0800 4 5555 30

Der Arbeitsmarkt nach Regionen

Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im Arbeitsmarktreport.

Oberbergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.244 Arbeitslosmeldungen und 1.298 Abmeldungen sank im Oberbergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 9.292 (-74 Arbeitslose, -0,8 Prozent). Das sind 1.227 Arbeitslose (15,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. 562 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 226 (28,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 9 Personen (1,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr.                                                                     

Gleichzeitig haben 533 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 135 Personen oder 33,9 Prozent mehr als im Vormonat und 44 (7,6 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,1 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,3 Prozent.                                                                 

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 132 (-2,9 Prozent) auf 4.364 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 955 Personen bzw. 28,0 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 58 (+1,2 Prozent) auf 4.928 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 272 mehr (+5,8 Prozent).                                                                 

Entwicklung der Stellenangebote

Die oberbergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 597 Stellen. Dies sind 223 (+59,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 117 (+24,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.898 freie Arbeitsstellen (+169 bzw. +9,8 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 209 Stellen (-9,9 Prozent) weniger.                                                               

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Januar 2021 wurden im Oberbergischen Kreis insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 297 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.894 Personen bearbeitet.                                                    

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im August 2020 haben im Oberbergischen Kreis insgesamt 916 Betriebe für 15.073 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.                                                     

Rheinisch-Bergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.228 Arbeitslosmeldungen und 1.191 Abmeldungen stieg im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 9.830 (+47 Arbeitslose, +0,5 Prozent). Das sind 1.584 Arbeitslose (19,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. 537 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 286 (34,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 41 (7,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.                                                                   

Gleichzeitig haben 459 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 45 Personen oder 10,9 Prozent mehr als im Vormonat und 54 (10,5 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,5 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,4 Prozent.                                                                 

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um -102 (-2,2 Prozent) auf 4.515 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 1.277 Personen bzw. 39,4 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 149 (+2,9 Prozent) auf 5.315 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 307 mehr (+6,1 Prozent).                                                                 

Entwicklung der Stellenangebote

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 432 Stellen. Dies sind 143 (+49,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 4 (+0,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.261 freie Arbeitsstellen (+100 bzw. +8,6 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 112 Stellen (-8,2 Prozent) weniger.                                                               

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Im Januar 2021 wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 306 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 2.159 Personen bearbeitet.                                                          

Tatsächlich erfolgte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im August 2020 haben im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 877 Betriebe für 6.514 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.                                                          

Leverkusen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.125 Arbeitslosmeldungen und 1.108 Abmeldungen stieg in der Stadt Leverkusen die Arbeitslosigkeit auf 7.503 (+15 Arbeitslose, +0,2 Prozent). Das sind 1.113 Arbeitslose (17,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. 438 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 165 (27,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 23 (5,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr.                                                            

Gleichzeitig haben 332 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 53 Personen oder 19,0 Prozent mehr als im Vormonat und 19 (5,4 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 8,5 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 7,3 Prozent.                                                                 

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 21 (-0,7 Prozent) auf 2.955 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 720 Personen bzw. 32,2 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 36 (+0,8 Prozent) auf 4.548 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 393 mehr (+9,5 Prozent).                                                                 

Entwicklung der Stellenangebote

Die Arbeitgeber aus Leverkusen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 295 Stellen. Dies sind 20 (-6,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 67 (-18,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 979 freie Arbeitsstellen (+79 bzw. +8,8 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 102 Stellen (-9,4 Prozent) weniger.                                                                     

Entwicklung der Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit:

Von April 2020 bis Februar 2021 wurden in Leverkusen insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen 173 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 1.211 Personen bearbeitet.                                                          

Realisierte Kurzarbeit:

Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im August 2020 haben in Leverkusen insgesamt 415 Betriebe für 2.431 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.