02.03.2022 | Presseinfo Nr. 4

Der Arbeitsmarkt im Februar 2022

„Die Arbeitsmarktzahlen deuten im Februar auf eine positive Entwicklung“ so Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Nach dem saisonüblichen Anstieg im Januar sinken die Arbeitslosenzahlen nun wieder. Und 46,5 Prozent mehr neue Arbeitsstellen im Vergleich zum Januar und gut 50 Prozent Zuwachs im Stellenbestand im Vergleich zum Vorjahr zeigen einmal mehr, dass die Unternehmen dringend Arbeitskräfte suchen."

Der Fachkräftebedarf ist hoch – und Qualifizierung der wichtigste Schlüssel, um den Bedarf zu decken. Wir laden alle Unternehmen, aber auch alle Beschäftigten, die einen Berufsabschluss nachholen oder sich für die Herausforderungen der Zukunft fit machen wollen, dazu ein, sich bei uns zu melden. Wir beraten alle Interessierten gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten.“

Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Im Februar 2022 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 3.745 Personen arbeitslos - das sind 75 oder 2,0 Prozent weniger als im Vormonat. 1.377 davon meldeten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Minus von 519 Personen oder 27,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein Minus von 160 Personen oder 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im Februar 4.290 Personen. Dies sind 1.092 oder 34,1 Prozent mehr als im Vormonat. 1.421 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 302 Personen oder 27,0 Prozent mehr als im Vormonat und 97 oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 22.328 Personen. Dies sind 548 oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 4.297 oder 16,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,8 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach entfielen von den 22.328 Arbeitslosen Ende Februar 2022 insgesamt 8.205 auf die Arbeitslosenversicherung und damit 232 Personen oder 2,7 Prozent weniger als vor vier Wochen und 3.629 oder 30,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den Jobcentern in der Grundsicherung sind 14.123 Arbeitslose gemeldet und damit 316 oder 2,2 Prozent weniger als im Vormonat sowie 668 oder 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.   

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmende von Maßnahmen aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als arbeitslos gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 27.666 Personen unterbeschäftigt und damit 4.298 Menschen oder 13,4 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt aktuell 80,7 Prozent. Im Vorjahr waren es 83,3 Prozent.                                                              

Stellenzugang und -bestand

Die Unternehmen im Bezirk meldeten 1.777 neue offene Stellen, das sind 564 oder 46,5 Prozent mehr als im Vormonat und 453 oder 34,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit waren insgesamt im Berichtsmonat 6.242 offene Arbeitsstellen im Bestand gemeldet, was einem Plus von 50,8 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Der Arbeitsmarkt nach Regionen

(Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport.)

Oberbergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.306 Arbeitslosmeldungen und 1.478 Abmeldungen sank im Oberbergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 7.346 (- 174 Arbeitslose, - 2,3 Prozent). Das sind 1.946 Arbeitslose (20,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. 501 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 156 (23,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 61 (10,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.      

Gleichzeitig haben 527 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 121 Person oder 29,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber sechs (1,1 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,1 Prozent.

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 80 (- 2,8 Prozent) auf 2.796 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1.568 Personen bzw. - 35,9 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung sank sie um 94 (- 2,0 Prozent) auf 4.550 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 378 weniger (- 7,7 Prozent).

Entwicklung der Stellenangebote

Die oberbergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 776 Stellen. Dies sind 223 (40,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 170 (30,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 2.954 freie Arbeitsstellen (+ 164 bzw. + 5,9 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 1.056 Stellen (55,6 Prozent) mehr.          

Rheinisch-Bergischer Kreis

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.269 Arbeitslosmeldungen und 1.514 Abmeldungen sank im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8.306 (- 251 Arbeitslose, - 2,9 Prozent). Das sind 1.524 Arbeitslose (15,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. 481 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 217 (31,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 56 (10,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig haben 526 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 115 Person oder 28,0 Prozent mehr als im Vormonat und 67 (14,6 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,5 Prozent.

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 95 (- 2,9 Prozent) auf 3.207 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1.308 Personen bzw. - 29,0 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung sank sie um 156 (- 3,0 Prozent) auf 5.099 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 216 weniger (- 4,1 Prozent).

Entwicklung der Stellenangebote

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 532 Stellen. Dies sind 230 (76,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 100 (23,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.645 freie Arbeitsstellen (+ 122 bzw. + 8,0 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 384 Stellen (30,5 Prozent) mehr.

Leverkusen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Mit 1.170 Arbeitslosmeldungen und 1.289 Abmeldungen sank in der Stadt Leverkusen die Arbeitslosigkeit auf 6.676 (- 123 Arbeitslose, - 1,8 Prozent). Das sind 827 Arbeitslose (11,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. 395 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 146 (27,0 Prozent) weniger als im Vormonat und 43 (9,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig haben 368 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 66 Person oder 21,9 Prozent mehr als im Vormonat und 36 (10,8 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 7,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 8,5 Prozent.

In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 57 (- 2,5 Prozent) auf 2.202 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 753 Personen bzw. 25,5 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung sank sie um 66 (- 1,5 Prozent) auf 4.474 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 74 weniger (- 1,6 Prozent).

Entwicklung der Stellenangebote

Die Arbeitgeber aus Leverkusen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Februar 469 Stellen. Dies sind 111 (31,0 Prozent) mehr als im Vormonat und 174 (59,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1.643 freie Arbeitsstellen (+ 79 bzw. + 5,1 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 664 Stellen (+ 67,8 Prozent) mehr.

Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport:

Arbeitsmarktreport Februar 2022 (PDF, 483 KB)


Informationen und Erreichbarkeit:

Eine Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach ist jederzeit online möglich, verschiedene Angebote können unmittelbar über die Online-Services genutzt werden: www.arbeitsagentur.de/eservices - 24 Stunden

Wie die Online-Kommunikation mit der Agentur für Arbeit funktioniert, erklären Videos der Bundesagentur für Arbeit auf YouTube.

Weitere Informationen finden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bergisch-gladbach/startseite

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde eine Hotline eingerichtet:

Telefon: 02202 9333 900

Diese Telefonnummer ist in folgenden Service-Zeiten freigeschaltet:

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr,

Freitag von 08:00 – 13:00 Uhr

Die kostenlosen Servicerufnummern gelten weiterhin und sind  von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar:
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00

- Arbeitgeber: 0800 4 5555 20

- Familienkasse: 0800 4 5555 30