28.03.2019 | Presseinfo Nr. 5

Girls‘ Day der Arbeitsagentur und dem Campus Berlin-Buch

Auf Tuchfühlung mit internationalen Spitzenforschern.
 

Die neuesten Apparate im Biotech-Labor ausprobieren, Alltagstechnik übers Internet fernsteuern und Stromkreisläufe unter die Lupe nehmen – der diesjährige „Girls' Day“ auf dem Forschungscampus Berlin-Buch brachte die Teilnehmerinnen auf alltagsnahe Weise in Kontakt mit moderner Naturwissenschaft und Technik.

In Zusammenarbeit mit dem „Gläsernen Labor“ des Forschungscampus' hatte die Agentur für Arbeit Berlin Nord 15 Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren zum Schnuppertag nach Pankow-Buch geladen, wo internationale Spitzenforscher und Unternehmen an prestigeträchtigen Projekten und Aufträgen aus aller Welt arbeiten.

Der „Girls' Day“ ist ein bundesweiter Aktionstag, mit dem Mädchen Berufe im naturwissenschaftlich-technischen Bereich als Option für die eigene Karriere kennen lernen – für den Campus die ideale Gelegenheit, mehr weiblichen Nachwuchs zu rekrutieren.

„Uns ist es wichtig, Jugendlichen verschiedene berufliche Perspektiven zu eröffnen. Der Forschungscampus zeigt sehr anschaulich wie viele unterschiedliche Berufsfelder es in modernen Wachstumsbranchen wie der Bio-Technologie gibt“, sagte Christoph Möller, Leiter der Arbeitsagentur Berlin Nord. Der Campus sei ideal, um Mädchen für Berufe zu interessieren, die sie zuvor noch nicht kannten.

Campus-Geschäftsführer Dr. Ulrich Scheller bestärkte das: „Wir möchten Mädchen für MINT-Berufe begeistern, für die wir dringend Nachwuchs suchen“, erklärte er mit Blick auf die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die noch immer deutlich weniger Mädchen als Jungen anlocken.

Neben einer Führung über das Campus-Gelände und der Besichtigung einer der dort ansässigen Biotech-Firmen von Weltrang lobten die Mädchen vor allem die vorbereiteten Workshops als Höhepunkte des „Girls' Day“. So erklärte ihnen die Campus-IT, die für die Hochleistungsserver des gesamten Campus verantwortlich ist, heutige Informationstechnologie am Beispiel von internet-basierten Steuerungen für Geräte im eigenen Zuhause.

Im chemisch-technischen Labor warteten unterschiedliche Experimente auf die Mädchen. Hier stellten sie Fluoreszin her, einen Farbstoff, der unter UV-Licht grün leuchtet und u.a. in der Augenheilkunde und für Dichtigkeitsprüfungen in Tankanlagen benutzt wird. In der Elektrotechnik-Werkstatt bekamen sie einen Einblick in die Stromversorgung eines Bio-Tech-Parks.

Beeindruckt waren die Mädchen aber auch von der Arbeitsatmosphäre, so stellte die 11-Jährige Lilja nach Abschluss des Besuches am späten Nachmittag fest: Sie überlege jetzt ernsthaft, ob sie nicht Ingenieurin werden solle.