30.04.2020 | Presseinfo Nr. 2010

Arbeitsmarktreport 04/2020 der Agentur für Arbeit Berlin Süd

Die folgenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Bezirk der Agentur für Arbeit Berlin Süd im Monat April 2020.

Bestand an Arbeitslosen nach Rechtskreisen

Die Arbeitslosigkeit ist im April um 8.899 auf 59.319 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 10.629 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 9,4%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 7,9% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 19.840, das sind 3.978 mehr als im Vormonat und 5.798 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 3,2%. Im Rechtskreis SGB II gab es 39.479 Arbeitslose, das ist ein Plus von 4.921 gegenüber März; im Vergleich zum April 2019 waren es 4.831 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 6,3%.

Zugang in und Abgang aus Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im April meldeten sich 16.203 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1.907 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 7.274 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 7.632 weniger als im April 2019. Seit Jahresbeginn gab es 61.403 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1.522 Meldungen. Dem gegenüber stehen 51.126 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 7.446 Abmeldungen. Im April meldeten sich 7.456 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 2.992 mehr als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 2.556 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 1.850 weniger als vor einem Jahr.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Berlin Süd waren im April 4.504 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber März ist das ein Rückgang von 985 oder 18 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.365 Stellen weniger (–23 Prozent). Arbeitgeber meldeten im April 497 neue Arbeitsstellen, das waren 1.145 oder 70 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 4.109 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 4.039 oder 50%. Zudem wurden im April 1.229 Arbeitsstellen abgemeldet, 2.458 oder 67 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis April gab es insgesamt 4.544 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 3.994 oder 47%.