30.07.2020 | Presseinfo Nr. 2015

Arbeitsmarktreport 07/2020 der Agentur für Arbeit Berlin Süd

Die folgenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Bezirk der Agentur für Arbeit Berlin Süd im Monat Juli 2020.

Bestand an Arbeitslosen nach Rechtskreisen

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli um 2.183 auf 69.894 gestiegen.  Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 18.292 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 10,8%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 8,2% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 24.308, das sind 1.337 mehr als im Vormonat und 9.706 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 3,8%. Im Rechtskreis SGB II gab es 45.586 Arbeitslose, das ist ein Plus von 846 gegenüber Juni; im Vergleich zum Juli 2019 waren es 8.586 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 7,1%.

Zugang in und Abgang aus Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Juli meldeten sich 10.138 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 3.930 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 7.921 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 4.876 weniger als im Juli 2019. Seit Jahresbeginn gab es 93.134 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 10.837 Meldungen. Dem gegenüber stehen 72.164 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 27.454 Abmeldungen. Im Juli meldeten sich 4.468 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 175 mehr als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 3.133 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 317 weniger als vor einem Jahr.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Berlin Süd waren im Juli 3.650 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Juni ist das ein Rückgang von 174 oder 5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.818 Stellen weniger (–33 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Juli 800 neue Arbeitsstellen, das waren 526 oder 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 6.046 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5.925 oder 49%. Zudem wurden im Juli 976 Arbeitsstellen abgemeldet, 541 oder 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Juli gab es insgesamt 7.382 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 5.384 oder 42%.