18.07.2019 | Presseinfo Nr. 47

#Ausbildung klarmachen

In den nächsten Monaten entscheidet sich der Ausbildungsmarkt im Salzlandkreis, die ersten Jungen und Mädchen starten in ihre Berufsausbildung.

 

In den nächsten Monaten entscheidet sich der Ausbildungsmarkt im Salzlandkreis, die ersten Jungen und Mädchen starten in ihre Berufsausbildung. Damit bleibt für die jungen Leute, die noch keinen Vertrag in der Tasche haben, nicht mehr viel Zeit. Gleichermaßen wird es für die Unternehmen ohne passenden Nachwuchs eng.

Für die Agenturchefin der Agentur für Arbeit Bernburg, Anja Huth haben aber auch die Chefs eine Verantwortung: „Aus Unternehmersicht ist die Nachwuchsgewinnung schwieriger geworden. Es gibt mehr Stellen als geeignete Bewerber. Wenn dann der passende Berufsnachwuchs gefunden wurde, sollten Arbeitgeber von Beginn an nah am Azubi dran sein. Nur so erfahren sie, wenn der Schuh drückt. Kurz gesagt: Der Dialog sollte auf Augenhöhe stattfinden.“

 

Wichtige Tipps für Jugendliche

Zunächst einmal sollten die Bewerber nicht am Traumberuf festhalten. Hat es bis jetzt noch nicht mit der Wunsch-Lehrstelle geklappt, dann unbedingt den Zweit- oder Drittberufswunsch in Betracht ziehen. Vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, welche interessanten Ausbildungsberufe der Salzlandkreis noch bietet.

Kann die Lehrstelle mit täglichem Pendeln nicht erreicht werden, kommt unter Umständen eine auswertige Unterbringung in Betracht. Dabei unterstützt die Agentur für Arbeit Bernburg mit der Berufsausbildungsbeihilfe. Wichtig ist die rechtzeitige Antragstellung.

Ganz hilfreich ist darüber hinaus ein Blick in den Chancenatlas für Sachsen-Anhalt/Thüringen auf www.arbeitsagentur.de/Chancenatlas

Hier sind alle wichtigen Informationen zu den Berufen mit guten Zukunftschancen in den Landkreisen von Sachsen-Anhalt und Thüringen enthalten.

Jungen und Mädchen können sich gemeinsam mit ihren Eltern der Großeltern an die die Berufsberater/innen der Arbeitsagentur Bernburg, Schönebeck, Aschersleben und Staßfurt wenden. Das Berufsinformationszentrum in der Kalistraße in Bernburg unterstützt gern mit der Erstellung oder Sichtung der Bewerbungsunterlagen.

 

Worauf sollten Unternehmen achten?

Für die Unternehmen ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu prüfen, um den passenden Berufsnachwuchs zu bekommen. Die „Verpackung“ ist nicht alles, was zählt. Natürlich müssen die Anforderungen der Ausbildungsstelle und die Erwartungen der Jugendlichen zusam­menpassen. Das richtige Talent findet man in Gesprächen, im praktischen Erleben. Insofern ist ein Zeugnis zwar eine Leistungsfeststellung, aber keine Kompetenzdiagnostik.

Ist der potenzielle Nachwuchs gefunden, so bietet beispielsweise ein mehrmonatiges Langzeitpraktikum (Einstiegsqualifizierung) im Vorfeld der Ausbildung die Möglichkeit, sich gegenseitig genauer kennenzulernen. Auch die assistierte Ausbildung ist eine Option.

Die Unternehmen sollten alle Wege prüfen, damit kein Ausbildungsplatz frei bleiben muss. Dabei steht der Arbeitgeberservice als wichtige Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Arbeitgeber-Hotline: 0800 4 5555 20

E-Mail-Postfach: Bernburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de