23.08.2019 | Presseinfo Nr. 57

Inklusionspreis für die Wirtschaft: Startschuss für Bewerbungsphase gegeben

Unternehmen können sich ab sofort bewerben

 

Inklusion von Menschen mit Behinderungen schafft Mehrwert für Unternehmen – das wollen die initiierenden Organisationen des Inklusionspreises für die Wirtschaft zeigen: Die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Charta der Vielfalt und das Unternehmens Forum rufen auch in diesem Jahr Unternehmen dazu auf, sich um den Inklusionspreis für die Wirtschaft zu bewerben.

Auch im Salzlandkreis hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für schwerbehinderte Menschen sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. im Salzlandkreis hat stetig zugenommen. So waren im Gründungsjahr der Agentur für Arbeit Bernburg vor sechs Jahren,759 Menschen mit Handicap bei Arbeitgebern mit mehr als 20 Arbeitnehmern beschäftigt. Im letzten Jahr waren es 821 Männer und Frauen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Im Salzland waren im letzten Monat 354 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einen Anteil von 4,6 Prozent. Etwas günstiger als im Land Sachsen-Anhalt, da waren im letzten Monat mehr als 9.500 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 4,7 Prozent aller Arbeitslosen.

„Männer und Frauen mit Handicap haben eine fundierte berufliche Qualifikation. Im Salzlandkreis liegt der Fachkräfteanteil unter den arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung bei siebzig Prozent und ist damit höher als der von nicht behinderten Arbeitslosen, hier sind es ungefähr 62 Prozent,“ erläutert die Chefin der Arbeitsagentur, Anja Huth und ergänzt: „Die Spezialisten des Arbeitgeberservice werden gezielt Unternehmen über den Inklusionspreis informieren, denn auch im Salzlandkreis gibt es gute Bespiele.“

Dass Inklusion nicht nur ein Instrument zu Fachkräftesicherung ist, sondern dass die Vielfalt der Beschäftigten ein Erfolgsfaktor für Unternehmen ist, beweisen die Prämierten der Vorjahre eindrücklich. „Vorbilder und gute Beispiele aus der Praxis zeigen am besten, wie Inklusion zum Erfolg wird“, so die auslobenden Organisationen.

Ab sofort können sich Arbeitgeber mit beispielhaften Maßnahmen zur Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bewerben: Der Inklusionspreis für die Wirtschaft 2019 zeichnet Unternehmen verschiedener Größen aus, die auf innovative und vorbildliche Weise zeigen, wie Inklusion im Arbeitsleben gestaltet werden kann. Schirmherr ist Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. Er unterstützt den Inklusionspreis, weil er „Jahr für Jahr ganz konkret zeigt, dass Menschen mit Behinderungen zum Unternehmenserfolg beitragen können. Gerade angesichts des wachsenden Fachkräftemangels kann die deutsche Wirtschaft nicht auf dieses Potenzial verzichten.“

Bis zum 31. Oktober 2019 können Unternehmen für den Preis vorgeschlagen werden oder sich selbst bewerben.

Mehr Informationen und Bewerbungsunterlagen: www.inklusionspreis.de

 

Über die auslobenden Organisationen

Die Bundesagentur für Arbeit ist Trägerin und Partnerin bei der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen. Sie bietet Dienstleistungen rund um die Themen Arbeit, Beruf, Ausbildung und Weiterbildung und fungiert als Portal in die Arbeitswelt. Unternehmen unterstützt die BA bei der Suche nach Mitarbeitenden, Menschen mit Behinderungen berät und vermittelt sie – für eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) will als sozialpolitischer Spitzenverband der gesamten deutschen Wirtschaft die Potenziale von Menschen mit Behinderungen in den Fokus rücken, Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven aufzeigen sowie Unterstützungsangebote für behinderte Menschen ebenso wie für Unternehmen bekannter machen. So soll die Wertschätzung für Menschen mit Behinderungen weiterwachsen.

Alle Beschäftigten sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Dafür setzt sich die Charta der Vielfalt ein. Kern der Arbeitgeberinitiative aus Unternehmen und Institutionen ist eine Selbstverpflichtung für ein vorurteilsfreies und wertschätzendes Arbeitsumfeld, die bereits von 2.950 Unternehmen und Institutionen mit 10,4 Mio. Beschäftigten unterzeichnet wurde.

Als Arbeitgeberinitiative setzt sich das Unternehmens Forum für die Ausbildung, Beschäftigung und Weiterbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen in der Wirtschaft ein. Die Initiative versteht sich als bundesweite Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, gute Beispiele zu erarbeiten und konkrete Anregungen für Arbeitgeber zu entwickeln. Das Unternehmens Forum initiierte den Preis 2012 zum ersten Mal.