13.01.2022 | Presseinfo Nr. 2

Ausbildungsticker 2022

Jeder vierte Schulabgänger 2021 hat einen Hauptschulabschluss

„Sich auf die persönlichen Stärken der Jungen und Mädchen zu konzentrieren hilft den Arbeitgebern bei der Besetzung von Ausbildungsstellen weiter. Mitunter platzt der Knoten später und wir können mit individuellen Förderungen ausbildungsbegleitend fördern und unterstützen. Ich appellierte an Eltern und Heranwachsende, «mehr Mut» bei der Entscheidung für eine Ausbildung zu haben,“ ergänzt Anja Huth.

Im Berufsberatungsjahr 2021/2020 (1. Oktober 2020 bis 30. September 2021) meldeten sich 881 Jungen und Mädchen bei der Agentur für Arbeit Bernburg. Das sind 8,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 218 von ihnen verfügen über einen Hauptschulabschluss, das entspricht knapp 25 Prozent. Zwei Drittel davon sind Jungen (164) und ein Drittel Mädchen (54). Ein Berufsberatungsjahr zuvor waren es noch fast fünf Prozent mehr im Salzland.

„Die Motivation der Betriebe auszubilden ist hoch. Die alternden Belegschaften und die damit geplanten Rentenübergänge setzen die Unternehmen unter Handlungsdruck. Unsere Aufgabe sehe ich auch darin, nicht nur Arbeitgeber zu beraten und zu motivieren an ihrer Ausbildungsbereitschaft festzuhalten, sondern auch zu appellieren, Jugendlichen mit nicht so guten Noten und pandemiebedingten bzw. persönlichen Startschwierigkeiten eine Chance zu geben. Das gilt umso mehr für kleine und mittelständische Betriebe, die sich bei der Suche nach fertig ausgebildeten Fachkräften oft schwertun,“ erklärt die Chefin der Bernburger Arbeitsagentur, Anja Huth.

Die zahlenmäßig meisten Ausbildungsstellen wurden bis jetzt im Verkauf, in den Hotel- und Gaststättenberufen, für die Lebensmittelbranche, aber auch in Gesundheitsberufen sowie in den Metall- und Elektroberufen gemeldet.

Wir veröffentlichen im Internet die Übersicht der noch nicht besetzt gemeldeten Ausbildungsplätze. Die Übersicht benennt die Anzahl der freien Ausbildungsstellen und die regionale Aufteilung und wird regelmäßig aktualisiert.

Sie finden die Übersicht unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bernburg/ausbildungsstellen

Vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 meldeten sich 184 Jugendliche in Staßfurt und Umgebung. Mit 21 Prozent weniger Anmeldungen in der Berufsberatung hat Staßfurt damit den größten Rückgang zu verzeichnen.

50 von ihnen verfügen über einen Hauptschulabschluss, das entspricht mehr als 27 Prozent aller Bewerber. Fast zwei Drittel davon sind Jungen (37) und ein Drittel Mädchen (13). Ein Berufsberatungsjahr zuvor waren es noch fast 18 Prozent mehr in Staßfurt.

In Staßfurt und Umgebung können sich angehende Hauptschulabsolventen zur Fachkraft Lagerlogistik oder zum Fleischer oder Fleischerin ausbilden lassen.

Im letzten Berufsberatungsjahr meldeten sich 260 Jugendliche in Bernburg und Umgebung. Das sind 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.68 von ihnen verfügen über einen Hauptschulabschluss, das entspricht mehr als 26 Prozent. Über 80 Prozent davon sind Jungen (56) und der Anteil der Mädchen (12) entspricht weniger als 20 Prozent. Ein Berufsberatungsjahr zuvor waren es noch fast 8 Prozent mehr Hauptschüler.

Hauptschulabsolventen haben in Bernburg und Umgebung gute Chancen Bergbautechnologe/in der Tiefbautechnik oder Anlagenmechaniker/in der Sanitär-, Heizung und Klimatechnik zu erlernen.

Im letzten Berufsberatungsjahr 2021/2020 meldeten sich 181 Jugendliche in Aschersleben und Umgebung. Aschersleben hat damit als einzige Geschäftsstelle einen Zuwachs von 6,5 Prozent an mehr Bewerbern zu verzeichnen. Jeder Fünfte von ihnen verfügt über einen Hauptschulabschluss, das entspricht mehr als 22 Prozent. Zwei Drittel davon sind Jungen (30) und ein Drittel Mädchen (10). Ein Berufsberatungsjahr zuvor war die Anzahl ähnlich  (-1/ 2 Prozent weniger).

In Aschersleben und Umgebung können sich junge Hauptschüler sich als Fachkraft im Gastgewerbe oder Fleischereifachverkäufer/in ausbilden lassen.

Im letzten Berufsberatungsjahr meldeten sich 256 Jugendliche (-10,8 Prozent) in Schönebeck und Umgebung. 60 von ihnen verfügen über einen Hauptschulabschluss, das entspricht mehr als 23 Prozent. Der überwiegende Teil davon sind Jungen (41) und 19 Mädchen. Ein Berufsberatungsjahr zuvor waren es noch knapp 5 Prozent weniger Hauptschulabsolventen.

Interessierte junge Hauptschüler aus Schönebeck und dem Umland können den Ausbildungsberuf Drogist/in oder Verkäufer/in erlernen.     

Mehr Informationen, wie zum Beispiel das neue Lexikon der Ausbildungsberufe „Beruf aktuell“ haben ihre Berufsberater oder sind unter https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba014834.pdf zu finden. 

Unter der 0800 4 5555 20 oder 03471/6890 190 oder via E-Mail: Bernburg.MeineZukunft@arbeitsagentur.de können sich die Jungen, Mädchen, Eltern oder Großeltern über die offenen Ausbildungsstellen beraten lassen und für einen Termin bei der Berufsberatung anmelden.