27.04.2021 | Presseinfo Nr. 26

Wo steht der Salzlandkreis?

Eine Analyse der Agentur für Arbeit Bernburg zum 1.Mai 



 

 „Wo steht der Salzlandkreis? - 5 Fakten“

Am 1.Mai begehen wir den „Tag der Arbeit “. Seit über 120 Jahren wird dieser Tag gefeiert und die Arbeit der Menschen, auf die eine oder andere Art und Weise gewürdigt. Ein Anlass für die Agentur für Arbeit Bernburg eine Analyse (zum Stichtag Juni 2020) der fünf wichtigsten Fakten am Arbeitsmarkt vorzunehmen.

Diesmal aber anders: „Wo steht der Arbeitsmarkt des Salzlandkreises im Landesvergleich?“

Anja Huth, die Bernburger Agenturchefin stellt die Ergebnisse vor:

Wie hat sich die Bevölkerung seit 2005 entwickelt?

Der Salzlandkreis hat in den letzten 15 Jahren fast 16 Prozent seiner Bevölkerung verloren, nur Anhalt-Bitterfeld hat mit -16,2 Prozent und Mansfeld-Südharz mit knapp -17 Prozent mehr Bevölkerungsverlust zu verzeichnen. Magdeburg und Halle können für sich einen Bevölkerungszuwachs zu verbuchen.

Wie sieht es mit der Beschäftigung aus? 

Bei der Entwicklung der Beschäftigung ist im Salzland ein Zuwachs in den letzten 15 Jahren von 8,4 Prozent zu verzeichnen, damit liegt der Landkreis im Mittelfeld. In der Region Stendal ist die Beschäftigung mit 1,3 Prozent am geringsten und in der Börde ist mit 17,6 Prozent der größte Zuwachs notiert.

Die Beschäftigungsquoten in den Landkreisen liegen nah beieinander. Der Salzlandkreis rangiert mit mehr als 62 Prozent der Menschen von 15 bis 65 Jahren in Arbeit im Mittelfeld, in Halle ist die Beschäftigungsquote mit knapp 58 Prozent am niedrigsten und im Saalekreis mit knapp 67 Prozent am höchsten.

Wer pendelt am meisten zum Job?

Mit über 41.000 Menschen pendeln die meisten Menschen aus dem Saalekreis und die wenigsten mit weniger als 10.000 aus Dessau-Roßlau zur Arbeit in das Bundesgebiet.

Im untersten Drittel rangiert zahlenmäßig unser Landkreis. Hier wohnen 71.242 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Von ihnen pendeln knapp 25.000 oder fast jeder Dritte fährt zur Arbeit in einen anderen Kreis. Gleichzeitig pendeln mehr als 15.000 Beschäftigte, die in einem anderen Kreis wohnen, zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in unsere Region.

Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?

Mit 8,3 Prozent Arbeitslosenquote im Juni letzten Jahres liegt der Salzlandkreis an vierter Stelle im Land. Mansfeld-Südharz hat mit 9,4 Prozent die höchste Quote und die Börde mit 5,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum in Sachsen-Anhalt.  

Verdient man in unserem Landkreis (Angaben in Median) gut?

Halle ist Spitzenreiter mit mehr als 3.000 € als Vollzeitbeschäftigter am Arbeitsort. In Mansfeld –Südharz verdient man mehr als 2.500 € und im Salzland sind es 2.639 €.

„Der Salzlandkreis ist ein guter Ort um zu arbeiten und zu leben. Mit einer fast 80 - prozentigen Betreuungsquote bei den unter Sechsjährigen sind wichtige Voraussetzungen zur Erwerbstätigkeit für Männer und Frauen geschaffen worden. Auch der Zuwachs an Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere im besser bezahlten Segment der industriellen Arbeitsplätze stimmt positiv,“ analysiert die Bernburger Agenturchefin, Anja Huth und ergänzt: „Dennoch bestimmen umfangreiche sozialdemografische Einflussfaktoren, wie die Zahl und Struktur der Bevölkerung, die Geburtenentwicklung, die Lebensarbeitszeit und das Qualifikationsniveau auf der einen Seite und auf der anderen Seite, die Wirtschaftslage sowie qualitative Aspekte des Zusammenspiels von Arbeitskräfteangebot und -nachfrage, darunter auch die Arbeitsmarktpolitik, wie sich der Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren im Salzlandkreis entwickeln wird.“

Sie finden uns ab sofort bei Twitter.

 

Anja Huth, die Bernburger Agenturchefin
Anja Huth, die Bernburger Agenturchefin