17.06.2022 | Presseinfo Nr. 50

Bewegung am Arbeitsmarkt

VON ALLEM ein bisschen mehr

Mehr Beschäftigte, mehr Bewegung am Arbeitsmarkt und mehr Qualifizierungsbedarfe in den Unternehmen, das sind die Ergebnisse einer Analyse der Agentur für Arbeit Bernburg.

„Unsere Wirtschaft und der Arbeitsmarkt unterliegen einem permanenten Wandel. Dieser Wandel wird nicht nur durch langfristige Entwicklungen wie demografische Veränderungen oder Globalisierung beeinflusst, sondern auch durch die digitale Transformation, die Auswirkungen des Klimawandels und unerwartete Ereignissen, wie Corona oder der Ukrainekrieg“, erklärt die Chefin der Bernburger Arbeitsagentur, Anja Huth.

Mehr Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten liegt über dem des Vorjahres. Ende September 2021, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik waren 62.894 Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bernburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind fast 300 Männer und Frauen (0,4 Prozent) mehr tätig.

Dabei entwickelten sich die Branchen sehr unterschiedlich. Die stärkste Beschäftigungszunahme erfolgte bei der Arbeitnehmerüberlassung mit 10 Prozent, gefolgt bereits von der Energie- und Wasserversorgung mit plus 5 Prozent und dem Gastgewerbe mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent.

Am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung mit 6,6 Prozent weniger Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft, danach kommt mit fast 2 Prozent weniger der Bereich Erziehung und Unterricht, gefolgt von dem verarbeitenden Gewerbe mit minus 1,5 Prozent weniger.

Bewegung am Markt

Welche Bewegung am Arbeitsmarkt läuft, zeigen die begonnenen und beendeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Als begonnene und beendete Beschäftigungsverhältnisse zählen alle An- oder Abmeldungen. In der Zeit von Oktober 2020 bis Ende September 2021 haben 15.949 begonnen und 15.810 SV-pflichtige Arbeitsverhältnisse wurden beendet. Ein Jahr zuvor, waren es 1000 begonnene Beschäftigungsverhältnisse weniger und 500 beendete mehr. 

Weniger Beschäftigtenqualifizierung

„Bei der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten ist in den letzten beiden Jahren ein dramatischer Einbruch zu verzeichnen“, analysiert Anja Huth und ergänzt: „In Zeiten von Corona waren Kontaktbeschränkungen täglich zu spüren. Dennoch ist der Fachkräftebedarf bei fast allen Branchen gewachsen. Die permanenten Veränderungen machen die Qualifizierung von Beschäftigten immer notwendiger, denn jeder vierte Beschäftigte wird in den nächsten Jahres in den Ruhestand gehen.“

Die Agentur für Arbeit Bernburg kann die Betriebe dabei durch Qualifizierungsberatung, Zuschüsse zu den Lehrgangskosten sowie zum Arbeitsentgelt fördern.

Beschäftigtenqualifizierung

Von den insgesamt 88 Beschäftigten, die im Salzland 2021 eine geförderte berufliche Weiterbildung begonnen haben, arbeiteten in 20 als Fahrzeugführer im Straßenverkehr, 9 Männer und Frauen im Gesundheitswesen mit neun und 7 qualifizierte im Gartenbau. Dies war, entgegen 2020 mit 94 Qualifizierungen und 2019 mit 152 Qualifizierungen von Beschäftigten noch einmal ein Rückgang.

Insgesamt ist der Anteil der Beschäftigten, die im Salzland an einer von der Agentur für Arbeit Bernburg geförderten Weiterbildung teilnehmen, vergleichsweise gering.

Da ist noch eine wesentliche Steigerung möglich und kann damit positiv die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitgeber beeinflussen“, sagte Anja Huth.

„Ich empfehle deswegen den Unternehmen, sich vor Beginn jeder Qualifizierung ihrer Beschäftigten mit dem Arbeitgeberservice in Verbindung zu setzen“, sagt Anja Huth.

Mehr Informationen:https://www.arbeitsagentur.de/m/weiterbildung-qualifizierungsoffensive/