07.10.2021 | Presseinfo Nr. 81

Kurzarbeitergeld

Inanspruchnahme im Salzland und die Sonderregelungen wurden zum bis Jahresende verlängert

„Kurzarbeit hat sich wirklich bewährt und trägt auch weiterhin zur Stabilisierung der Wirtschaft bei,“ erklärt die Agenturchefin, Anja Huth und ergänzt: „Der Branchenschwerpunkt hat sich mit den Lockerungen coronabedingter Einschränkungen einerseits und den Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten andererseits verschoben. Die angezeigte Kurzarbeit betrifft weniger die Branchen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen waren, sondern den produzierenden Bereich.“

Weniger KuG-Anzeigen für mehr Beschäftigte

Bei der Agentur für Arbeit Bernburg wurden im September acht Anzeigen (sechs im Vormonat für 265 Beschäftigte) für rund 1.137 Beschäftigte registriert. Vor einem Jahr waren es 17 Anzeigen für rund 100 Beschäftigte.

Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit (aufgrund der Abrechnungsmodalitäten beträgt die Wartezeit 6 Monate) zeigen die Effekte des zweiten Lockdowns: So haben im Januar 2021 rund 4.530 Beschäftigte in 820 Betrieben kurzgearbeitet. Einen Monat später waren es 850 Unternehmen mit fast 5.000 Beschäftigten. Im März 2021 haben rund 4.150 Menschen in ca.630 Unternehmen kurzgearbeitet. Erneut war kam jeder fünfte KuG-Betrieb aus der Gastronomie.

Die Bundesregierung hat eine erneute Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld bis zum Jahresende beschlossen. Die bisher auf Ende September befristete Regel wird somit um drei Monate verlängert. Die Zeit der Kurzarbeit kann für die betriebliche Weiterbildung genutzt werden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann dies mit Qualifizierungsberatung sowie Zuschüssen zu den Lehrgangskosten unterstützen.

Unternehmen haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. Befristet bis Jahresende können auch Leiharbeitnehmer unterstützt werden. Die Sozialversicherungsbeiträge werden für die ausgefallenen Arbeitsstunden bis zum 31.12.2021 voll erstattet. Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.

Wenn Kurzarbeit unvermeidbar ist, ist es sinnvoll, diese Zeit für die betriebliche Weiterbildung zu nutzen. Die BA kann dabei unterstützen und empfiehlt deswegen jedem Unternehmen, sich vor Beginn jeder Qualifizierung ihrer Beschäftigten mit dem Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagentur in Verbindung zu setzen.
Online gibt es weitere Informationen unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-von-weiterbildung

Die wichtigsten Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit zusammengestellt: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

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