02.09.2020 | Presseinfo Nr. 71

Ausbilden? Jetzt erst recht!

Zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Herne, August 2020
 

Auswahlverfahren weiterhin nicht abgeschlossen. Offene Ausbildungsplätze noch verfügbar. Andere Varianten möglich. Appell der Arbeitsagentur lautet: Nutzen, was zu nutzen ist.     

Wer glaubt, alle Karten lägen schon auf dem Tisch und „rien ne va plus“, irrt sich gewaltig. Auch wenn die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in Herne weiter stark auseinanderklafft, ist, auf der Suche nach dem richtigen Nachwuchs im Betrieb oder der richtigen Stelle für den Start in den Beruf, noch fast alles möglich.

Der Bewerbungs- und Auswahlprozess hat sich Corona bedingt um circa zwei Monate nach hinten verschoben. Auch, wenn vielerorts bereits zum Ausbildungsstart geläutet wurde, gibt es auch in Herne noch offene Ausbildungsplätze zu vermelden.

„Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, hat immer noch gute Chancen. Durch Corona hat sich das Auswahlverfahren auf dem Ausbildungsmarkt nach hinten verschoben und wir können noch viele Angebote unterbreiten“, macht Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bochum, Mut. Sein Ziel ist es, noch mehr Jugendliche und noch mehr Unternehmen für das laufende Ausbildungsjahr erfolgreich zusammen zu bringen. „Wir benötigen gut ausgebildetes Personal. Die beste Variante, Fachkräfte in den eigenen Betrieb zu bekommen, lautet, selber auszubilden. Dabei können wir die Betriebe, auch die, die erstmals ausbilden, mit der Ausbildungsprämie unterstützen. Meine Bitte, sprechen Sie uns an, fragen Sie nach.“ 

Eine andere Variante stellen die von der Agentur für Arbeit angebotenen außerbetrieblichen Ausbildungsstellen dar. „Keiner darf auf dem Weg von der Schule in den Beruf auf der Strecke bleiben. Wir brauchen jeden Mann und jede Frau. Erst recht in Herne. Hier wird entwickelt, geplant und investiert. Eine wachsende Wirtschaft braucht Fachkräfte und die gewinnt man durch Ausbildung“, stellt Neukirchen-Füsers fest.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich 1.517 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das sind 155 Jugendliche oder 9,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 699 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 20,9 Prozent.

Ende August waren 389 Bewerber noch unversorgt und 225 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (plus 9,6 Prozent), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war kleiner (minus 36,1 Prozent).

Der Agenturleiter verweist auf die Berufsberatung und den Arbeitgeber-Service seiner Agentur und appelliert an Unternehmen und Jugendliche, sich zu melden, falls noch Unterstützungsbedarf bestünde.

  • Die Hotline der Berufsberatung ist montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter 0800 5555 00 zu erreichen. Wer bereits einen persönlichen Berater hat, kann sich direkt an ihn wenden.
  • Arrbeitgeber können sich auf der Suche entweder unter 0800 5555 20 oder über ihren persönlichen Betreuer an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wenden.