27.11.2020 | Presseinfo Nr. 85

Was haben Michael J. Fox, Andrea Boccelli und Frida Kahlo gemeinsam?

Andrea Boccelli singt unglaublich, ist aber erblindet und Frida Kahlo malte wunderschöne Bilder, musste aber Zeit ihres Lebens ein Bein nachziehen.

Es ist ein Irrglaube zu denken, dass berühmte Menschen alle vollkommen, schön und unbekümmert durchs Leben gehen. Michael J. Fox, der Zurück-in-die-Zukunft-Star leidet seit Jahrzehnten an Parkinson. Andrea Boccelli singt unglaublich, ist aber erblindet und Frida Kahlo malte wunderschöne Bilder, musste aber Zeit ihres Lebens ein Bein nachziehen.

Alle drei haben dennoch Unglaubliches vollbracht und ihre Fangemeinden sind groß, obwohl sie zu den Menschen mit einer Behinderung zählen. Und derer gibt es sehr viel mehr, doch daran denken wir häufig nicht. Fatal, wenn man bedenkt, dass rund jeder zweite von uns irgendwann in seinem Leben mit einer Behinderung zu rechnen hat.

Der Anteil schwerbehinderter Menschen im Alter steigt – das Fachkräftepotential ist aber groß.

Die wenigsten Menschen werden mit einer Behinderung geboren. Häufig schleichen sie sich erst im Alter ein, bleiben dann bestehen. Der Anteil arbeitssuchender, schwerbehinderter Menschen in Bochum, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, ist in den letzten 10 Jahren gestiegen. Waren es 2010 noch 525 Personen werden es 2020 rund 690 sein.

Insgesamt zählte die Agentur für Arbeit im Oktober 18.599 Arbeitslose. 8,4 Prozent davon – 1.556 Personen – zählen zu den schwerbehinderten Menschen. Dieser Anteil hat sich in den letzten 10 Jahren kaum verändert und es stecken Menschen mit viel Potenzial dahinter. Zwar ist nicht jeder gleich Michael J. Fox, kann singen wie Andrea Boccelli oder malen wie Frida Kahlo, doch Talente schlummern in den meisten von uns. Alle Menschen, ob mit oder ohne Handicap, verfügen über Kompetenzen und Qualifikationen. Mehr als ein Drittel aller arbeitssuchenden, schwerbehinderten Menschen sind Fachkräfte, dennoch ist der Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt für sie ungleich schwerer.

Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, betont, dass auf allen Ebenen Personal vermittelt werden kann. Vom Helfer über die Fachkraft bis hin zum Spezialisten oder Experten. Zur Woche der Behinderung (30. November bis 4. Dezember) möchte er noch einmal mehr für diese Menschen werben und unterstreicht die Vorteile, die bei der Einstellung genutzt werden können: „Oftmals definieren wir Menschen über das, was sie vermeintlich nicht können und übersehen dabei die vielfältigen Stärken und Potentiale. Auf dem Arbeitsmarkt erschwert dies Menschen mit einer Behinderung die Jobsuche und Arbeitgeber vergeben sich Chancen bei der Einstellung dringend benötigter Fachkräfte. Wir bringen Fachkräfte und Fachkräftebedarf zusammen. Darüber hinaus helfen wir bei der ggf. erforderlichen technischen Ausstattung und den finanziellen Förderangeboten. Ein Anruf genügt und wir kümmern uns.“  Unternehmen erhalten weitere Informationen bei ihrem persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service oder unter der gebührenfreien Service-Rufnummer des Arbeitgeber-Service 0800 4 5555 20.

Die Eckwerte für den Kreis Herne:

Der Anteil schwerbehinderter Menschen im Alter steigt – das Fachkräftepotential ist aber groß.

Die wenigsten Menschen werden mit einer Behinderung geboren. Häufig schleichen sie sich erst im Alter ein, bleiben dann bestehen. Der Anteil arbeitssuchender, schwerbehinderter Menschen in Herne, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, ist in den letzten 10 Jahren gestiegen. Waren es 2010 noch 245 Personen werden es 2020 rund 303 sein.

Insgesamt zählte die Agentur für Arbeit im Oktober in Herne 9.280 Arbeitslose. 8,4 Prozent davon – 777 Personen – zählen zu den schwerbehinderten Menschen. Dieser Anteil hat sich in den letzten 10 Jahren kaum verändert und es stecken Menschen mit viel Potenzial dahinter. Zwar ist nicht jeder gleich Michael J. Fox, kann singen wie Andrea Boccelli oder malen wie Frida Kahlo, doch Talente schlummern in den meisten von uns. Alle Menschen, ob mit oder ohne Handicap, verfügen über Kompetenzen und Qualifikationen. Mehr als ein Drittel aller arbeitssuchenden, schwerbehinderten Menschen sind Fachkräfte, dennoch ist der Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt für sie ungleich schwerer.