26.01.2022 | Presseinfo Nr. 6

Trotz Pandemie mehr Menschen in Arbeit

Herne: Zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Wirtschaftsbranchen wie der Dienstleistungsbereich, das Baugewerbe und das Gesundheitswesen waren 2021 gefragt. Ältere Arbeitnehmer profitierten stärker als in den Jahren zuvor. Firmen denken um. Zu berücksichtigen bleibt: Ältere dürfen ihr Wissen nicht mit in die Rente nehmen!


➢ 48.690 Personen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
➢ 1.530 Personen oder 3,2 Prozent mehr in Arbeit als im Vorjahr

Trotz anhaltender Pandemie ist die Beschäftigung in Herne auch 2021 gestiegen. Zum Stichtag am 30. Juni 2021 waren im Kreis Herne insgesamt 48.690 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 1.530 Personen oder 3,2 Prozent.

„Der erneute Beschäftigungsanstieg ist sehr erfreulich. Mittlerweile gehen wir in das
dritte Pandemiejahr und konnten trotz aller Herausforderungen immer auch auf dem
Arbeitsmarkt punkten. Auch in der Pandemie wird Personal gesucht. Auch die Älteren
profitierten von dem Beschäftigungszuwachs. Wir verzeichnen bei den 55 bis 65jährigen
ein Plus von 2,3 Prozent. Und selbst darüber wird noch eingestellt. Das sind diejenigen,
die mit Lebens- und Arbeitserfahrung gut punkten können. Das freut mich sehr
und zeigt, dass bei vielen Unternehmen ein Umdenken stattgefunden hat. Dennoch
müssen wir auch langfristig denken. Diese erfahrenen Facharbeiter werden in den
nächsten Jahren aus den Betrieben ausscheiden. Daher sollten die Betriebe weiter an
deren Nachfolge denken und in Ausbildung investieren und vorhandenes Personal
weiterbilden. Im Idealfall erfolgt der Wissenstransfer direkt von den „Alten“ an die „Jungen“
Vor dem Hintergrund einer deutlich steigenden Fachkräftenachfrage heißt das
Credo Bildung, Bildung, Bildung“,
so Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum.

Sowohl Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit als auch in Teilzeit weisen einen Anstieg
in der Beschäftigung auf. Die Entwicklung der geringfügig entlohnten Beschäftigten
hingegen, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, ist zum wiederholten Male rückläufig.


➢ Vollzeitbeschäftigung verzeichnet ein Plus um 1,8 Prozent
➢ Teilzeitbeschäftigung verzeichnet ein Plus um 6,6 Prozent
➢ Geringfügig entlohnte Beschäftigung ist mit 1,3 Prozent rückläufig

Insgesamt 33.505 Arbeitnehmer waren bis zur Jahresmitte in Herne Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 68,8 Prozent aller Beschäftigten. Von Juni
2020 bis Juni 2021 stieg die Vollzeitbeschäftigung damit um 596 Personen oder 1,8 Prozent. 15.185 Personen arbeiten in Teilzeit (31,2 Prozent). Dieser Bereich wies im Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 6,6 Prozent oder 934 Personen auf. Geringfügig beschäftigt - und damit nicht sozialversicherungspflichtig - waren in Herne zum Stichtag insgesamt 9.619 Personen. Das ist ein Rückgang um 1,3 Prozent oder 126 Personen.