31.03.2022 | Presseinfo Nr. 23

Der Bochumer Arbeitsmarkt im März 2022 auf einen Blick

Trotz Krieg und Pandemie: Aktuell gewinnt der Arbeitsmarkt wieder an Fahrt

16.336 Arbeitslose

  • minus 356 Personen gegenüber dem Vormonat
  • minus 2.075 Personen gegenüber dem Vorjahr

8,4 Prozent Arbeitslosenquote

  • minus 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat
  • minus 1,1 Prozentpunkte zum Vorjahr

750 Zugänge neuer Stellenangebote

  • plus 83 gegenüber Vormonat
  • plus 73 verglichen mit Vorjahr

Bochum. Rückläufige Arbeitslosigkeit auch im März. Weiter hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften. Erfolgreich ausgebildete Nachwuchskräfte gut vermittelbar. Gutes Wetter und Pandemielockerungen bescheren Gastronomie und Hotellerie hohe Nachfrage. Auswirkungen des Krieges in der Ukraine nicht erkennbar.

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt stehen weiter auf Erholung. Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum, beschreibt das aktuelle Geschehen auf dem Arbeitsmarkt wie folgt: „Wir verzeichnen erneut einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Vor allem jugendliche Arbeitslose, die Ende Januar ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und nicht übernommen werden konnten, konnten in den letzten Wochen wieder gut integriert werden. Auch im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen um gut ein Fünftel. Unternehmen, die während der Pandemie nicht selber ausbilden konnten, suchen Hände ringend nach Nachwuchskräften. Insgesamt verzeichnen wir eine aufkommende Dynamik und gut ausgebildete Fachkräfte sind sehr gefragt. Das außergewöhnlich gute Wetter im März beschert dem Hotel- und Gaststättengewerbe erfreulicherweise auch wieder eine hohe Nachfrage. Ich hoffe, dass es von nun an nach genau zwei Jahren Pandemie wieder aufwärts geht, auch wenn Corona noch nicht überstanden ist. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, in wie weit sich mögliche Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf dem Arbeitsmarkt zeigen. Unterm Strich gibt es zwar viele Unsicherheiten, aber aktuell stehen die Zeichen deutlich auf Erholung.“

Arbeitslosigkeit

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich im März fort. Die Agentur für Arbeit verzeichnet über beide Rechtskreise - SGB III und SGB II - hinweg insgesamt 16.336 Arbeitslose. Das sind gegenüber dem Februar 356 Personen oder 2,1 Prozent weniger. Im Vergleich zum März des Vorjahres sinkt die Arbeitslosigkeit damit um 2.075 Personen oder 11,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, beträgt zum Ende des ersten Quartals 8,4 Prozent. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 1,1 Prozentpunkte. Im März vor einem Jahr betrug die Quote in Bochum noch 9,5 Prozent.

Langzeitarbeitslosigkeit

Jeder, der länger als ein Jahr nicht arbeitet, zählt laut Statistik zu den Langzeitarbeitslosen. Aber auch sie profitieren in diesem Monat von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Anzahl langzeitarbeitsloser Personen erfreulicherweise jüngst um 305 reduziert. Aktuell gemeldet bleiben in dieser Personengruppe 7.504 Personen (SGB III und SGB II). Im Vergleich zum März letzten Jahres ist die Langzeitarbeitslosigkeit um 850 Personen gesunken. Die meisten Langzeitarbeitslosen - gut 90 Prozent - sind in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) gemeldet. Das sind in diesem März insgesamt 6.914 Personen.

Jugendarbeitslosigkeit

Auf dem Arbeitsmarkt gelten alle Personen, die unter 25 Jahre sind, als jugendlich. Im März zählt die Agentur für Arbeit in Bochum insgesamt 1.026 jugendliche Arbeitslose. Dies ist erfreulicherweise, verglichen mit dem Februar, ein erneuter leichter Rückgang um insgesamt 32 junge Menschen. Im gleichen Monat des Vorjahres waren es noch 292 arbeitslose junge Menschen oder 22,2 Prozent mehr.

Arbeitslosigkeit der Älteren

Personen, die 50 Jahre oder älter und arbeitslos sind, zählen auf dem Arbeitsmarkt zu den "Älteren". Im März sind das in Bochum insgesamt 5.758 Personen. Gegenüber dem Februar ist das ein Rückgang um 103 Personen oder 1,8 Prozent. Vor einem Jahr im März zählte die Agentur für Arbeit noch 350 Personen mehr in dieser Personengruppe. Innerhalb eines Jahres hat sich die Arbeitslosigkeit damit um 5,7 Prozent verringert.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III - Sozialgesetzbuch III) sind derzeit in Bochum 3.591 Personen arbeitslos gemeldet. Damit hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vormonat um 97 Personen oder 2,6 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang um 1.477 Personen oder 29,1 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung (SGB II - Sozialgesetzbuch II) sind insgesamt 12.745 Arbeitslose gemeldet. Das sind 259 arbeitslose Personen weniger (2,0 Prozent) als im Februar. Verglichen mit dem März vor einem Jahr zählt die Arbeitsagentur damit 598 Arbeitslose oder 4,5 Prozent weniger. Insgesamt umfasst die Grundsicherung 78 Prozent aller Arbeitslosen.

Stellenangebote

Die Stellenzugänge ziehen weiter an. Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 750 Stellen gemeldet. Verglichen mit dem Februar sind das 83 Stellenmeldungen mehr und im Vergleich zum Vorjahr wurden 73 Stellen mehr gemeldet. Insgesamt befinden sich im März 3.882 offene Stellen im Bestand. Das sind 171 Stellen (4,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.216 (45,6 Prozent) mehr mit Blick auf den Vorjahresmonat.

Kurzarbeit

Im März haben 23 Betriebe (Vormonat 36) mit 157 möglichen Mitarbeitern (Vormonat 412) Kurzarbeit angefragt. Im März letzten Jahres waren es 77 Betriebe mit 462 möglichen Mitarbeitern.
Welche Unternehmen und wie viele Mitarbeiter letztendlich Kurzarbeitergeld beziehen, kann jedoch erst zeitverzögert genau ermittelt werden. Die Betriebe haben insgesamt drei Monate Zeit, angemeldete Kurzarbeit auch zu beantragen. Die Anzeige ist eine Vorhersage des Arbeitgebers. Die realisierten Zahlen werden erst durch die Anträge im Nachhinein mitgeteilt. Die vorherige Anzeige der Unternehmen bleibt jedoch dringend erforderlich und zeigt einen Trend.

Mehr Datenmaterial und Erläuterung zur Entwicklung auf dem Bochumer Arbeitsmarkt im Januar finden Sie anliegend oder unter: Agentur für Arbeit Bochum>Statistik

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