31.01.2019 | Presseinfo Nr. 11

Arbeitslosigkeit steigt zu Jahresbeginn

# Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat entspricht der saisonal üblichen Entwicklung
# Im Vorjahresvergleich ergibt sich ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit
# Deutlicher Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr

Die Arbeitslosenzahl ist im Januar saisonal bedingt weiter gestiegen. 1.317 Personen mehr als im Vormonat und damit insgesamt 19.855 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zudem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit.

Das Jahresende ist unter anderem ein typisches Datum für die Befristung von Verträgen. Außerdem kommt es dort, wo witterungsbedingt Außenarbeiten nicht ausgeführt werden können, in den Wintermonaten zu Beschäftigungsunterbrechungen.
Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,1%. Diese liegt damit 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

„Immer mehr wird der Fachkräftemangel zur Herausforderung. Hiesige Unternehmen finden kaum noch die Fachkräfte, die sie benötigen. Einige Branchen müssen bereits heute an den wenigen Bewerbern zerren und suchen nach pfiffigen Ideen, um die freien Stellen zu besetzen", meint Witt.

Die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes seien günstig, um auch langzeitarbeitslosen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. „Warum sollte es nicht eine erfolgsversprechende Strategie sein, diesem Personenkreis die Tür in den Arbeitsmarkt zu öffnen?", fragt Witt. Die Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit seien vielfältig. Die Komplexität des Themenfeldes bedingt, dass dies nur bei Einbindung aller relevanten Arbeitsmarktakteure zu erreichen sei.

Aktuell werden im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar 6.754 Langzeitarbeitslose gezählt. Im Januar 2014 waren es noch 9.242 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren. Dies entspricht einem Rückgang von 2.488 Männer und Frauen.

„Auch wenn wir bereits erste Erfolge beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit wahrnehmen können, so ist die nachhaltige Reduzierung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht mit kurzfristigen Initiativen gelöst werden kann."

Ein neues Regelinstrument unterstützt Menschen, die aktuell faktisch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten. Diese können nun durch die Jobcenter für bis zu 5 Jahre zum ortsüblichen- oder Tariflohn arbeiten und werden dabei intensiv begleitet und gecoacht. „Sie können eine Weiterbildung absolvieren und für manche ist dies eine echte Perspektive für den Weg zurück auf den Arbeitsmarkt," blickt Arbeitsmarktexperte Witt auf das neue Instrument, das zusätzliche Möglichkeiten bietet, um für Langzeitarbeitslose neue Teilhabe- und Beschäftigungschancen durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.

 

Unterbeschäftigung.
Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im Januar bei 26.902 Personen, dies sind 6,6 Prozent oder 1.905 Personen weniger als vor einem Jahr.