01.07.2019 | Presseinfo Nr. 59

Weniger Arbeitslosigkeit – steigende Beschäftigung. Ausbildungsstellen weiter offen.

- Neue Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
- Arbeitslosigkeit in der Region reduziert sich weiter
- Über 1.800 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr

Die Arbeitslosenzahl ist im Juni weiter leicht gesunken. 304 Personen weniger als im Vor-monat und damit insgesamt 18.019 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zudem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjah-resmonat ist der Rückgang mit 1.803 weniger Arbeitslosen noch deutlicher spürbar. Die ak-tuelle Arbeitslosenquote beträgt 5,5%. Diese liegt damit 0,6 Prozentpunkte unter dem Vor-jahresniveau.

Die gute Arbeitsmarktlage setzt sich fort. „Die Zeichen am Arbeitsmarkt stehen weiter auf Wachstum, allerdings mit etwas gedämpfter Dynamik. Die Arbeitslosigkeit und die Unterbe-schäftigung haben sich weiter deutlich verringert, die sozialversicherungspflichtige Beschäf-tigung bleibt auf Wachstumskurs. Allerdings sind die Stellenzugänge gegenüber dem Vor-jahr rückläufig. Die Sommerferien stehen vor der Tür, so dass ich in den kommenden Wo-chen mit einer leicht steigenden Arbeitslosigkeit rechne. Diese wird sich jedoch nach der Sommerpause erfahrungsgemäß wieder abbauen", sagte der Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, Gerald Witt, heute anlässlich der monatlichen Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten.

Als Ursache für die Sommerpause gilt beispielsweise, dass viele Beschäftigungsverhält-nisse vor Beginn der Sommerferien enden, erste Arbeitslosmeldung nach schulischer oder betrieblicher Ausbildung erfolgen oder auch Personaler und einarbeitende Mitarbeiter in den Unternehmen im Urlaub sind.

Unterbeschäftigung.

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im Juni bei 26.065 Personen, dies sind

4,0 Prozent oder 1.092 Personen weniger als vor einem Jahr.

Die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt

Anfang August beginnen wieder viele berufliche Ausbildungen in den Betrieben. Doch auch jetzt, wenige Wochen vor dem Start, sind längst noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Statistisch wurden im Juni noch 1.355 unbesetzte Ausbildungsstellen bei der Agentur für Ar-beit gezählt. Die meisten Stellen stehen aktuell noch für Kaufleute im Einzelhandel, im Ver-kauf sowie für Kaufleute Büromanagement zur Verfügung.

Um kurz vor dem Ausbildungsbeginn junge Menschen mit Unternehmen zusammen zu füh-ren, wird am kommenden Dienstag, 2. Juli, das erste Azubi-Speed-Dating im Riesenrad auf dem Goslarer Volksfest veranstaltet. In der Zeit von 11 Uhr bis 13 Uhr sind 37 Unternehmen an diesem ungewöhnlichen Ort auf der Suche nach dem Auszubildenden für diesen und nächsten Sommer.

Neue Daten zur sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Ende Dezember 2018, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesi-cherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig–Goslar auf 252.000. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 3.994 oder 1,6%. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen ohne Arbeitnehmerüberlassung (+1.837 oder +17,8%); am ungünstigsten war dagegen die Ent-wicklung in der Arbeitnehmerüberlassung (–1.578 oder –22,5%).

Gemeldete Arbeitsstellen

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich im Agenturbezirk auf einem hohen Niveau. Die Stellenzugänge spiegeln dabei die Dynamik des monatlichen Einstellungsgeschehens und des aktuellen Personalbedarfs der Betriebe wider. Der Stellenbestand drückt das Ni-veau der Kräftenachfrage aus und beinhaltet implizit auch die Verweildauer der gemeldeten Stellen.

Seit Jahresbeginn gingen insgesamt 7.476 Arbeitsofferten ein, 1.167 weniger als im Vorjah-reszeitraum (-13,5%). Dennoch können sich Arbeitsuchende derzeit auf insgesamt 4.977 (-4,9 %) freie Stellen bewerben.

Im Juni wurden 1.357 Stellen neu gemeldet, das sind 221 oder 19,5 Prozent mehr als noch im Mai. Die durchschnittliche Vakanzzeit hat sich im Vorjahresvergleich um 12 Tage oder 12,2 Prozent erhöht und beträgt nun 115 Tage.

Die TOP3 der gemeldeten Stellen finden sich im Verkauf, in der Gastronomie sowie der Al-tenpflege.