02.03.2021 | Presseinfo Nr. 9

"Jetzt Ausbildungsstelle im Sommer sichern!"

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar gegenüber dem Vormonat weiter leicht um 102 auf insgesamt 22.044 gestiegen. Das sind 3.506 oder 18,9 Prozent mehr gegenüber dem Vor-jahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,7. Das ist sind 1,0 Prozentpunkte über dem Wert vor einem Jahr.

„Jetzt Ausbildungsstelle im Sommer sichern!“

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar gegenüber dem Vormonat weiter leicht um 102 auf insgesamt 22.044 gestiegen. Das sind 3.506 oder 18,9 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,7. Das ist sind 1,0 Prozentpunkte über dem Wert vor einem Jahr.

„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist vorrangig der Jugendarbeitslosigkeit geschuldet. Im Februar enden nicht nur die Ausbildungsverträge der Berufe mit dreieinhalbjähriger Ausbildungsdauer, auch die Verträge derjenigen, die ihre Ausbildung um ein halbes Jahr auf zweieinhalb Jahre verkürzt haben. Durch die Auswirkungen der Pandemie haben diese jungen Fachkräfte noch keinen Anschluss am Arbeitsmarkt bekommen. Sobald sich die Lage entspannt, dürfte die Jugendarbeitslosigkeit wieder deutlich sinken, denn die Unternehmen brauchen dringend die gut ausgebildeten jungen Menschen“, erläutert Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

„Die Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie den Betrieben       gestaltet sich während der Pandemie schwierig. Das bereitet uns auch Sorge, denn das    betrifft nicht nur uns in der Berufsberatung. Auch Betriebe und Ausbildungssuchende finden weniger zusammen“, blickt Witt auf die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt.

„Wir bieten telefonische und Videoberatung an. Und wir sind online präsent: mit Tools wie „Check U“, der online Selbsterkundung, oder Livechats auf youtube. Wir nutzen sehr verschiedene Wege, um mit jungen Menschen Kontakt aufzunehmen. Die Suche nach einer Ausbildungsstelle sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir stehen mit unserer Berufsberatung gern zur Seite. Von der ersten Berufswahlidee bis zum Ausbildungsvertrag - und auch darüber hinaus. Jetzt Kontakt aufnehmen und die Ausbildungsstelle im Sommer sichern.“

Unterbeschäftigung.               

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.571 Personen, dies sind 8,3 Prozent oder 2.197 Personen mehr als vor einem Jahr.

Gemeldete Arbeitsstellen

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zurückhaltung der Betriebe bei der Arbeitskräftesuche weiterhin erkennbar. Seit Jahresbeginn wurden 2.082 freie Stellen neu gemeldet. Das sind 467 oder 18,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Aktuell werden 4.481 Arbeitsstellen im Bestand gezählt, das sind 706 weniger als noch vor einem Jahr (- 13,6 Prozent). Gegenüber dem Januar nahm die Nachfrage leicht zu (+114 gemeldete Stellen oder 2,6 Prozent).

Die TOP5 der gemeldeten Stellen finden sich bei den Fachkräften im Verkauf (151), Altenpflegefachkräften (147 Stellen), Kranführerhelfer (122), Fachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege (102) sowie Bauelektrik-Fachkräfte (100).

Kurzarbeit stützt weiterhin den Arbeitsmarkt

Tausende Betriebe von Braunschweig bis Braunlage nutzen Kurzarbeit, um ihre Beschäftigten auch in der Corona-Krise zu halten. Um danach auch gut aufgestellt gleich wieder durchstarten zu können, können die Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Kurzarbeit weiterbilden. Dafür gibt es erhebliche finanzielle Unterstützung. Die Agentur für Arbeit kann je nach Bedarf die Lehrgangskosten in Abhängigkeit von der Betriebsgröße prozentual fördern. Derzeit werden auch die Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte während der Kurzarbeit übernommen.

„Der Strukturwandel hat viele Facetten und wirkt sich unterschiedlich auf Branchen und Unternehmen aus. Wir beraten und unterstützen deshalb Beschäftigte und Unternehmen, wie die Zeiten der Kurzarbeit für Weiterbildung genutzt werden kann, um den Fachkräf-tebedarf zu decken. Doch auch nach der Pandemie ist das Thema Weiterbildung wichtig. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für die Beratung“, rät der Chef der Arbeitsagentur.

Unter der Telefonnummer 0800 4 5555 20 steht der regionale Arbeitgeberservice für Unternehmen zur individuellen Beratung zur Verfügung.

Anzeigen zur Kurzarbeit sind ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. In der oberen Grafik wird deutlich, dass mit 71.351 Personen in Anzeigen im April 2020 ein Höchststand erreicht wurde. Bei der Interpretation ist zu beachten, dass nur ein Teil der Anzeigen tatsächlich realisiert wird. Seit Verschärfung der Corona-Krise wurden 117.789 Personen in Anzeigen gemeldet.

Nach Hochrechnungen (HR) bezogen im Berichtsmonat Oktober 2020 insgesamt 1.565 Betriebe und 12.478 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Endgültige Daten liegen nach fünf Monaten Wartezeit mit Stand August 2020 vor.