25.02.2019 | Presseinfo Nr. 7

Neue Geschäftsführerin im Jobcenter EU-aktiv

Josef Weingarten im wohlverdienten Ruhestand, Astrid Hahn übernimmt

Zukünftig wird Astrid Hahn die Leitung des Jobcenters EU-aktiv übernehmen. Für Josef Weingarten, der seit 2010 Geschäftsführer des Jobcenter EU-aktiv war, begann Ende 2018 mit dem Übergang in den Ruhestand ein neues Kapitel in seinem Leben. An seine Stelle rückt nun die 55-Jährige aus Weiler in der Ebene, die bisher langjährige Führungskraft in der Agentur für Arbeit Brühl war.

Das Jobcenter EU – aktiv ist eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit und der Kreisverwaltung Euskirchen. Insgesamt gibt es drei Standorte, in Euskirchen, in Mechernich und in Kall. Das Jobcenter EU – aktiv erfüllt den gesetzlichen Auftrag des Sozialgesetzbuches II. Dieses regelt die Grundsicherung für Arbeitssuchende. Die einheitliche Leistung gilt für alle erwerbsfähigen, erwachsenen Menschen, die hilfebedürftig sind, weil sie keine Arbeit haben oder das Arbeitseinkommen nicht ausreicht. Die Grundsicherung im SGB II soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

Manfred Poth, der neue Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenters ist zufrieden, dass die Position der Geschäftsleitung schnell und kompetent neu besetzt werden konnte. Der Trägerversammlung gehören jeweils drei Vertreter des Kreises und der Arbeitsagentur an. Sie entscheidet über alle organisatorischen, personalwirtschaftlichen, personalrechtlichen und personalvertretungsrechtlichen Angelegenheiten des Jobcenters.

Frau Hahn hat die Arbeitsmarktpolitik und das operative Geschäft von der Pike auf gelernt und bringt viel Erfahrung mit“, so Poth.  Zwar wechsle sie jetzt den Arbeitsbereich vom Sozialgesetzbuch III (SGB III) zum SGB II. Sie arbeite aber im gleichen Arbeitsmarkt und mit dem gleichen Arbeitgeberservice.

Hahn begann 1982 als Verwaltungsinspektorenanwärterin im damaligen Arbeitsamt in Brühl ihren beruflichen Werdegang bei der Bundesagentur für Arbeit. Nach dem dreijährigen Studium in Mannheim arbeitete Hahn bei der Arbeitsagentur Brühl dann in unterschiedlichen Funktionen, beispielsweise als Sachbearbeiterin für berufliche Rehabilitation und Angelegenheiten nach dem Schwerbehindertengesetz, als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, war Teamleiterin U25 sowie Teamleiterin in der Arbeitsvermittlung für unterschiedliche Personengruppen und wurde schließlich Bereichsleiterin. Hier übernahm sie die Führung und Steuerung einer Geschäftseinheit und war zugleich Abwesenheitsvertreterin des Geschäftsführers operativ.

Im Jobcenter EU-aktiv trägt sie zukünftig nicht nur die Verantwortung für die Ermittlung, Bewilligung und Auszahlung von Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). Außerdem begleiten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kunden auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben und unterstützen sie bei der Suche nach einer neuen Anstellung. „Ich freue mich auf diese große Herausforderung. Mit zu helfen, den arbeitslosen Menschen im Kreis Euskirchen neue Perspektiven zu eröffnen, ist meine wichtigste Aufgabe. Die bisher gute Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Euskirchen und der Arbeitsagentur ist dafür die grundlegende Voraussetzung. Mein Ziel wird es sein, das Jobcenter als kompetenten und geschätzten Partner aller Arbeitsmarktakteure weiter zu stärken und es gut auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Die vorhandenen Potenziale werde ich hierfür nutzen und weiterentwickeln“, so Hahn.

Ein wichtiger Punkt ist für Hahn die Langzeitarbeitslosigkeit und den Langzeitbezug von Arbeitslosengeld II zu reduzieren. „Wir wollen den Menschen in jeder Lebenslage Mut machen, sie Schritt für Schritt voranbringen und ihnen mit viel Empathie neue Perspektiven aufzeigen. Hierbei setze ich auch auf das neue Gesetz zur Verbesserung der Teilhabe Langzeitarbeitsloser. Aber Mittel und Programme gegen Langzeitarbeitslosigkeit bleiben so lange unwirksam, bis Arbeitgeber mitziehen, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten nutzen und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen“, erklärt Hahn.

Ein gutes Netzwerk zu Arbeitgebern, Verbänden und weiteren Partnern am Arbeits- und Ausbildungsmarkt sei eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Arbeitsvermittlung und die soziale Integration der Leistungsempfänger, ergänzt Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl. „Frau Hahn ist eine ausgewiesene Arbeitsmarktexpertin und gute Netzwerkerin. Nur durch Einbindung unserer regionalen Arbeitsmarkt- und Netzwerkpartner kommen wir alle gemeinsam zum Erfolg!“

Dies gelte vor allem im Hinblick auf einen Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit: dem Thema Langzeitarbeitslosigkeit und die daraus resultierenden langen Bezugsdauern. „Wichtig ist, dass wir gemeinsam verhindern, dass Menschen überhaupt langzeitarbeitslos werden. Das schaffen wir, indem wir sie Schritt für Schritt aktivieren, qualifizieren bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung ermöglichen“.