01.03.2019 | Presseinfo Nr. 8

Arbeitslosenzahlen leicht gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar entgegen des saisonüblichen Trends leicht gesunken. Insgesamt waren 14.624 Menschen arbeitslos, das sind 15 oder 0,1 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 2.062 oder 12,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote blieb unverändert und liegt weiterhin bei 5,7 Prozent.   

  • Arbeitslosenzahlen leicht gesunken
    Plus 15 oder 0,1 Prozent im Vergleich zum Dezember 2018 und 2.062 oder 12,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats
  • 14.624 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis
  • Die Quote im Rhein-Erft-Kreis: 5,7 Prozent
  • 3.579 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Plus 123 oder +3,6 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 1.322 (-204 oder -13,4 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit
  • 3.577 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 558 oder 18,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 961 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (+79 oder +9,0 Prozent zum Vormonat).
  • 970 Stellenmeldungen im Februar
    Plus 327 oder +50,9 Prozent zum Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar entgegen des saisonüblichen Trends leicht gesunken. Insgesamt waren 14.624 Menschen arbeitslos, das sind 15 oder 0,1 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 2.062 oder 12,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote blieb unverändert und liegt weiterhin bei 5,7 Prozent.

Entgegen der saisonüblichen Trends zeigt sich der Arbeitsmarkt im Februar weiterhin erfreulich aufnahmefähig. Denn die Zahl der Arbeitslosen im Februar ist leicht gesunken“, so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl. „Ich hätte eher mit einem leichten Anstieg gerechnet. Umso erfreulicher ist dann auch der kleinste Rückgang“, freut sich der Arbeitsmarktexperte.

Einerseits führe in der Regel das Ende der zwei- und dreieinhalbjährige Berufsausbildungen und andererseits Schnee und Eis zu Entlassungen in den sogenannten Außenberufen. „Dieser Anstieg ist jedoch diesen Februar praktisch ausgeblieben. Der Effekt der endenden Berufsausbildungen war im Februar aber dennoch spürbar“, so Imkamp weiter.

Bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 70 Personen auf nun 1.275 junge Menschen an, ein Anstieg um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging die Arbeitslosigkeit bei den jungen Erwachsenen um 15,8 Prozent zurück, damit waren im Februar des vergangenen Jahres 240 junge Männer und Frauen mehr arbeitslos. „Von den jungen Arbeitslosen wird ein Großteil nach kurzer Zeit, auch durch unsere Hilfe, wieder einen neuen Job finden. Um die anderen jungen Menschen kümmern wir uns als Arbeitsagentur besonders intensiv, damit der Region keine Fachkraft verloren geht“, so Imkamp abschließend.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 19.054 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Februar keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung über dem Wert des Vormonats (18.859) aber 1.626 oder 7,9 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im Januar bei 7,3 gelegen statt bei 5,7 Prozent.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 70 oder 1,3 Prozent mehr Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.448 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 407 oder 7,0 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im Februar um 85 oder 0,9 Prozent gesunken. Aktuell sind 9.176 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1.655 oder 15,3 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen blieb unverändert und beträgt auch im Februar 5,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 6,6 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im Februar meldeten sich 3.579 Männer und Frauen arbeitslos, 123 oder 3,6 Prozent mehr als im Vormonat und 138 oder 3,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im Februar 1.322, 204 oder 13,4 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -28 oder -2,1 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 1.047 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 265 oder 33,9 Prozent mehr (zum Vorjahr: +64 oder +6,5 Prozent) gezählt.

Den im Februar arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.577 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 558 oder 18,5 Prozent mehr als im letzten Monat und 156 oder 4,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 961 Personen und damit 79 oder 9,0 Prozent mehr als im letzten Monat (+38 oder +4,1 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 954 Menschen (+193 oder +25,4 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe stieg auf 1.275 (davon SGB II: 710). Das waren 70 oder 5,8 Prozent (davon SGB II: +3 oder +0,4 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 240 oder 15,8 Prozent höher (SGB II: -146 oder -17,1 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.858 (davon SGB II: 5.128) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -153 oder -2,5 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: -120 oder -2,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 1.100 oder -15,8 Prozent (SGB II -982 oder ‑16,1 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) stieg gegenüber dem letzten Monat um 90 oder 1,8 Prozent (SGB II: -75 oder -2,7 Prozent). Insgesamt 4.949 (davon SGB II: 2.667) Ältere waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 717 oder 12,7 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im Februar 970 neue Arbeitsstellen, das waren 327 oder 50,9 Prozent weniger als im letzten Monat und 21 oder 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.360 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Plus von 69 oder 1,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 332 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

864 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, -28 oder -3,1 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 138 oder 19,0 Prozent mehr. 1.123 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+134 oder +13,5 Prozent zum Vormonat), 498 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+13 oder +2,7 Prozent gegenüber Vormonat und +118 oder +31,1 Prozent zum Vorjahr).