01.03.2019 | Presseinfo Nr. 9

Arbeitslosenzahlen erwartungsgemäß gestiegen

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar gemäß dem saisonüblichen Trend leicht gestiegen. Insgesamt waren 5.596 Menschen arbeitslos, das sind 81 oder 1,5 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 267 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.   

  • Arbeitslosenzahlen erwartungsgemäß gestiegen
    Plus 81 oder 1,5 Prozent im Vergleich zum Dezember 2018 und 267 oder 4,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats
  • 5.596 Arbeitslose im Kreis Euskirchen
  • Die Quote im Kreis Euskirchen: 5,2 Prozent
  • 1.321 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Plus 52 oder +4,1 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 508 (-109 oder -17,7 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit
  • 1.253 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 233 oder 22,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 351 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (+45 oder +14,7 Prozent zum Vormonat).
  • 447 Stellenmeldungen im Februar
    Plus 199 oder +80,2 Prozent zum Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar gemäß dem saisonüblichen Trend leicht gestiegen. Insgesamt waren 5.596 Menschen arbeitslos, das sind 81 oder 1,5 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 267 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.   

Im Februar haben wir einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat Januar zu verzeichnen. Das ist saisontypisch. Das Plus von 81 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Januar entspricht dem langfristigen Trend. Im Februar haben wir es meist im Vormonatsvergleich mit eher leichten Schwankungen zu tun. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen, die in witterungs- oder saisonabhängigen Beschäftigungen standen, sich bereits in den Vormonaten arbeitslos gemeldet haben“, so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl. Andererseits führe in der Regel das Ende der zwei- und dreieinhalbjährige Berufsausbildungen zu einem weiteren Anstieg. „Der Effekt der endenden Berufsausbildungen war im Februar auch leicht spürbar“, so Imkamp weiter.

Bei den Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 57 Personen auf nun 502 junge Menschen an, ein Anstieg um 12,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging die Arbeitslosigkeit bei den jungen Erwachsenen um 14,9 Prozent zurück, damit waren im Februar des vergangenen Jahres 88 junge Männer und Frauen mehr arbeitslos. „Von den jungen Arbeitslosen wird ein Großteil nach kurzer Zeit, auch durch unsere Hilfe, wieder einen neuen Job finden. Um die anderen jungen Menschen kümmern wir uns als Arbeitsagentur besonders intensiv, damit der Region keine Fachkraft verloren geht“, so Imkamp abschließend.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 7.059 Menschen aus dem Kreis Euskirchen im Februar keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung über dem Wert des Vormonats (6.891) aber 239 oder 3,3 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen im Februar bei 6,5 gelegen statt bei 5,2 Prozent.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen  (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 41 oder 1,8 Prozent mehr Arbeitslose aus dem Kreis Euskirchen gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 2.261 Kunden aus dem Kreis Euskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 41 oder 1,8 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im Februar um 40 oder 1,2 Prozent gestiegen. Aktuell sind 3.335 Frauen und Männer beim Jobcenter EU-aktiv arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 226 oder 6,3 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg gegenüber Januar 209 um 0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen 5,5 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im Februar meldeten sich 1.321 Männer und Frauen arbeitslos, 52 oder 4,1 Prozent mehr als im Vormonat und 7 oder 0,5 Prozent mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im Februar 508, 109 oder 17,7 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: +5 oder +1,0 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 362 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 117 oder 47,8 Prozent mehr (zum Vorjahr: +38 oder +11,7 Prozent) gezählt.

Den im Februar arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 1.253 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 233 oder 22,8 Prozent mehr als im letzten Monat und 61 oder 5,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 351 Personen und damit 45 oder 14,7 Prozent mehr als im letzten Monat (+38 oder +12,1 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 356 Menschen (+141 oder +65,6 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe stieg auf 502 (davon SGB II: 266). Das waren 57 oder 12,8 Prozent (davon SGB II: +34 oder -14,7 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 88 oder 14,9 Prozent höher (SGB II: -41 oder -13,4 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 2.004 (davon SGB II: 1.672) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -25 oder -1,2 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: -23 oder -1,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 206 oder 9,3 Prozent (SGB II -207 oder ‑11,0 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber dem letzten Monat um 23 oder 1,1 Prozent (SGB II: -11 oder -1,2 Prozent). Insgesamt 1.983 (davon SGB II: 904) Ältere waren in diesem Monat im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Das sind 52 oder 2,6 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im Februar 447 neue Arbeitsstellen, das waren 199 oder 80,2 Prozent mehr als im letzten Monat und 9 oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 1.716 Arbeitsstellen aus dem Kreis Euskirchen im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Plus von 62 oder 3,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 132 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

380 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +4 oder +1,1 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 85 oder 28,8 Prozent mehr. 268 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+85 oder +46,4 Prozent zum Vormonat), 224 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+9 oder +4,2 Prozent gegenüber Vormonat und +79 oder +54,5 Prozent zum Vorjahr).