29.03.2019 | Presseinfo Nr. 11

Arbeitslosenzahlen sind im März 2019 leicht gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß leicht gesunken. Insgesamt waren 14.414 Menschen arbeitslos, das sind 210 oder 1,4 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 1.844 oder 11,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen leicht gesunken
    Minus 210 oder 0,4 Prozent im Vergleich zum Februar 2019 und 1.844 oder 11,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats
  • 14.414 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis
  • Die Quote im Rhein-Erft-Kreis: 5,6 Prozent
  • 2.958 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Minus 621 oder -17,4 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 1.124 (-198 oder -15,0 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit
  • 3.157 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Minus 420 oder 11,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 982 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (+21 oder +2,2 Prozent zum Vormonat).
  • 879 Stellenmeldungen im März
    Minus 91 oder -9,4 Prozent zum Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß leicht gesunken. Insgesamt waren 14.414 Menschen arbeitslos, das sind 210 oder 1,4 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 1.844 oder 11,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

„Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß weiter zurückgegangen. Wir spüren jetzt den Beginn der saisonalen Belebung auf dem Arbeitsmarkt“, kommentierte Rainer Imkamp, Chef der Arbeitsagentur in Brühl, die neuesten Arbeitsmarktzahlen „Mit den ersten Sonnenstrahlen zieht auch die Beschäftigung in den Außenberufen wieder an. Insofern wird sich der positive Trend in den kommenden Monaten fortsetzen. Die kontinuierlich steigende Beschäftigung im Rhein-Erft-Kreis zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig ist.“

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im März 858 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 48 oder 5,3 Prozent weniger als im März 2018. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Kreis bleibt stabil“, sagte Imkamp. „Im März wurden uns zwar rund 50 sozialversicherungspflichtige Stellen weniger als im letzten Jahr gemeldet. In den ersten drei Monaten des Jahres liegen wir mit 2.450 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen „nur“ 5,7 Prozent unter dem sehr starken Vorjahresergebnis. Die letzten beiden Jahre haben auf der Stellenseite des Arbeitsmarktes für Rekordergebnisse gesorgt. Es ist deshalb umso höher zu bewerten, dass trotz einer gestiegenen Zahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den Betrieben, die Suche nach Fachkräften weitergeht. Es werden unverändert Arbeitskräfte gebraucht! – Das bietet nicht nur für Berufswechsler, sondern auch für die bei uns gemeldeten arbeitslosen Menschen gute Perspektiven“.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 18.867 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im März keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung unter dem Wert des Vormonats (19.009) und 1.612 oder 7,9 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im Januar bei 7,3 gelegen statt bei 5,6 Prozent.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 190 oder 3,5 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.258 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 396 oder 7,0 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im März um 20 oder 0,2 Prozent gesunken. Aktuell sind 9.156 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1.448 oder 13,7 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 6,5 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im März meldeten sich 2.958 Männer und Frauen arbeitslos, 621 oder 17,4 Prozent weniger als im Vormonat und 355 oder 10,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im März 1.124, 198 oder 15,0 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -56 oder -4,7 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 715 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 332 oder 31,7 Prozent weniger (zum Vorjahr: -71 oder -9,0 Prozent) gezählt.

Den im März arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.157 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 420 oder 11,7 Prozent weniger als im letzten Monat und 599 oder 15,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 982 Personen und damit 21 oder 2,2 Prozent mehr als im letzten Monat (+85 oder +8,0 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 807 Menschen (-147 oder -15,4 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sank auf 1.258 (davon SGB II: 710). Das waren 17 oder 1,3 Prozent (SGB II: keine Veränderung zum Vormonat) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 212 oder 14,4 Prozent höher (SGB II: -142 oder -16,7 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.852 (davon SGB II: 5.152) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -6 oder -0,1 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: +24 oder +0,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 935 oder -13,8 Prozent (SGB II -835 oder ‑13,9 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber dem letzten Monat um 40 oder 0,8 Prozent (SGB II: +33 oder +1,2 Prozent). Insgesamt 4.909 (davon SGB II: 2.700) Ältere waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 617 oder 11,2 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im März 879 neue Arbeitsstellen, das waren 91 oder 9,4 Prozent weniger als im letzten Monat und 43 oder 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.489 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Plus von 129 oder 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 465 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

912 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +45 oder +5,2 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 180 oder 24,6 Prozent mehr. 1.185 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+105 oder +9,7 Prozent zum Vormonat), 492 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+4 oder +0,8 Prozent gegenüber Vormonat und +107 oder +27,8 Prozent zum Vorjahr).