29.03.2019 | Presseinfo Nr. 12

Arbeitslosenzahlen saisonbedingt im März gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß leicht gesunken. Insgesamt waren 5.429 Menschen arbeitslos, das sind 167 oder 3,0 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 141 oder 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen saisonbedingt gesunken
    Minus 167 oder 3,0 Prozent im Vergleich zum Februar 2019 und 141 oder 2,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats
  • 5.429 Arbeitslose im Kreis Euskirchen
  • Die Quote im Kreis Euskirchen: 5,0 Prozent
  • 1.031 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Minus 290 oder -22,0 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 418 (-90 oder -17,7 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit
  • 1.207 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Minus 46 oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 443 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (+92 oder +26,2 Prozent zum Vormonat).
  • 382 Stellenmeldungen im März
    Minus 65 oder -14,5 Prozent zum Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß leicht gesunken. Insgesamt waren 5.429 Menschen arbeitslos, das sind 167 oder 3,0 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 141 oder 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent.   

„Die Arbeitslosenzahlen sind im März erwartungsgemäß zurückgegangen. Wir spüren jetzt den Beginn der saisonalen Belebung auf dem Arbeitsmarkt“, kommentierte Rainer Imkamp, Chef der Arbeitsagentur in Brühl, die neuesten Arbeitsmarktzahlen „Mit den ersten Sonnenstrahlen zieht auch die Beschäftigung in den Außenberufen wieder an. Insofern wird sich der positive Trend in den kommenden Monaten fortsetzen. Die kontinuierlich steigende Beschäftigung im Kreis Euskirchen zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig ist.“

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im März 363 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 19 oder 5,5 Prozent mehr als im März 2018. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Kreis bleibt stabil“, sagte Imkamp. „Im März wurden uns aber weniger sozialversicherungspflichtige Stellen als im Februar gemeldet. In den ersten drei Monaten des Jahres liegen wir mit 1.042 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen „nur“ 27 oder 2,5 Prozent unter dem starken Vorjahresergebnis. Die letzten beiden Jahre haben auf der Stellenseite des Arbeitsmarktes für Rekordergebnisse gesorgt. Es ist deshalb umso höher zu bewerten, dass trotz einer gestiegenen Zahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den Betrieben, die Suche nach Fachkräften weitergeht. Es werden unverändert Arbeitskräfte gebraucht! – Das bietet nicht nur für Berufswechsler, sondern auch für die bei uns gemeldeten arbeitslosen Menschen gute Perspektiven“.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 6.915 Menschen aus dem Kreis Euskirchen im März keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung unter dem Wert des Vormonats (7.038) und 249 oder 3,5 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen im Januar bei 6,3 gelegen statt bei 5,0 Prozent.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen  (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 112 oder 5,0 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Kreis Euskirchen gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 2.149 Kunden aus dem Kreis Euskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 27 oder 1,3 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im März um 55 oder 1,6 Prozent gesunken. Aktuell sind 3.280 Frauen und Männer beim Jobcenter EU-aktiv arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 168 oder 4,9 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen 5,2 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im März meldeten sich 1.031 Männer und Frauen arbeitslos, 290 oder 22,0 Prozent weniger als im Vormonat und 35 oder 3,3 Prozent weniger als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im März 418, 90 oder 17,7 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: +15 oder +3,7 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 243 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 119 oder 32,9 Prozent weniger (zum Vorjahr: -12 oder -4,7 Prozent) gezählt.

Den im März arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 1.207 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 46 oder 3,7 Prozent weniger als im letzten Monat und 157 oder 11,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 443 Personen und damit 92 oder 26,2 Prozent mehr als im letzten Monat (+2oder +0,5 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 271 Menschen (-85 oder -23,9 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sank auf 494 (davon SGB II: 263). Das waren 8 oder 1,6 Prozent (davon SGB II: -3 oder -1,1 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 35 oder 6,6 Prozent höher (SGB II: -33 oder -11,1 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 1.988 (davon SGB II: 1.671) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -16 oder -0,8 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: -1 oder -0,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 152 oder -7,1 Prozent (SGB II -141 oder ‑7,8 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber dem letzten Monat um 36 oder 1,8 Prozent (SGB II: -2 oder -0,2 Prozent). Insgesamt 1.947 (davon SGB II: 902) Ältere waren in diesem Monat im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Das sind 10 oder 0,5 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im März 382 neue Arbeitsstellen, das waren 65 oder 14,5 Prozent weniger als im letzten Monat und 16 oder 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 1.658 Arbeitsstellen aus dem Kreis Euskirchen im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Minus von 51 oder 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 213 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

385 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +18 oder +4,9 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 63 oder 19,6 Prozent mehr. 268 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+4 oder +1,5 Prozent zum Vormonat), 211 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+5 oder +2,4 Prozent gegenüber Vormonat und +47 oder +28,7 Prozent zum Vorjahr).