30.04.2019 | Presseinfo Nr. 13

Arbeitslosenzahlen Ende April deutlich gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im April erwartungsgemäß deutlich gesunken. Insgesamt waren 13.869 Menschen arbeitslos, das sind 545 oder 3,8 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 2.012 oder 12,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen deutlich gesunken
    Minus 545 oder 3,8 Prozent im Vergleich zum März 2019 und 2.012 oder 12,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats
  • 13.869 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis
  • Die Quote im Rhein-Erft-Kreis: 5,4 Prozent
  • 3.193 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Plus 235 oder 7,9 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 1.231 (+107 oder +9,5 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit
  • 3.717 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 560 oder 17,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 1.230 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (+248 oder +25,3 Prozent zum Vormonat).
  • 806 Stellenmeldungen im April
    Minus 73 oder -8,3 Prozent zum Vormonat

Der Ausbildungsmarkt im Rhein-Erft-Kreis

  • 2.230 Bewerber stehen den bisher 1.720 gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber
  • 1.174 Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im April erwartungsgemäß deutlich gesunken. Insgesamt waren 13.869 Menschen arbeitslos, das sind 545 oder 3,8 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 2.012 oder 12,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist mit dem Start in die Saison - beispielsweise in der Gastronomie und Tourismusbranche - üblich. Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit zeigen, dass die Frühjahresbelebung bereits im vollen Gange ist. „Ich bin optimistisch, dass sich die Zahl der arbeitslosen Menschen in den folgenden Frühjahrsmonaten weiter positiv entwickeln wird", so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl.

Im vergangenen Monat endeten aber auch einige Fortbildungsangebote der Arbeitsagentur und des Jobcenters. „Natürlich sorgt auch der Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten für eine Entlastung des Arbeitsmarktes. Für die große Anzahl der Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur und der Jobcenter, die über keine abgeschlossene Ausbildung verfügen, ist es wichtig, sie für die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zu qualifizieren. Nur so können diese arbeitslosen Menschen eine Perspektive entwickeln und wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt einmünden. Daher lege ich unseren Kundinnen und Kunden ans Herz, sich bei der Arbeitsagentur über die Möglichkeiten einer beruflichen Weiterbildung zu informieren", so Imkamp weiter.

„Bei der Betrachtung der einzelnen Personengruppen fällt auf, dass nicht nur bei den Jüngeren unter 25 Jahren ein starker Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen ist. Die Gruppe der über 50-Jährigen ist ebenfalls gesunken. Gerade für die Älteren ist es in der Regel deutlich schwieriger nach einem Jobverlust wieder Fuß zu fassen. Bei guter Konjunktur steigen aber gerade die Chancen für diese Personengruppe deutlich", so Imkamp abschließend.

Ausbildungsmarkt

Nicht nur der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Auch auf dem Ausbildungsmarkt tut sich einiges. Bei der Arbeitsagentur läuft die Vermittlung der freien Ausbildungsstellen auf Hochtouren. Für den Zeitraum von Oktober 2018 bis April 2019 wurden im Rhein-Erft-Kreis 2.230 Bewerber registriert, 59 oder 2,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Dem gegenüber stehen der Arbeitsagentur 1.720 Ausbildungsstellen zur Vermittlung zur Verfügung, dies sind 184 oder 12,0 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt sind im Rhein-Erft-Kreis derzeit noch 1.078 Ausbildungsstellen unbesetzt und 1.174 Bewerber haben bisher noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative gefunden.

Jugendliche, die noch eine Berufsausbildungsstelle suchen, sollten sich schnellstmöglich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit vor Ort wenden. Ein Termin kann auch telefonisch unter der Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 (gebührenfrei vom Festnetz und vom Mobiltelefon), per E-Mail oder direkt über das Internet unter www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch vereinbart werden.

Arbeitgeber, die noch Berufsausbildungsstellen melden möchten, wenden sich an den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit vor Ort, unter der Servicenummer: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei vom Festnetz und vom Mobiltelefon). Alle Informationen auf www.arbeitsagentur.de

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 18.376 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im April keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung unter dem Wert des Vormonats (18.825) und 1.646 oder 8,2 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im April bei 7,1 gelegen statt bei 5,4 Prozent.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 251 oder 4,8 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.007 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 399 oder 7,4 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im April um 294 oder 3,2 Prozent gesunken. Aktuell sind 8.862 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1.613 oder 15,4 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 6,3 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im April meldeten sich 3.193 Männer und Frauen arbeitslos, 235 oder 7,9 Prozent mehr als im Vormonat und 124 oder 4,0 Prozent mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im April 1.231, 107 oder 9,5 Prozent mehr als im Vormonat (zum Vorjahr: +65 oder +5,6 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 851 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 136 oder 19,0 Prozent mehr (zum Vorjahr: +121 oder +16,6 Prozent) gezählt.

Den im April arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.717 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 560 oder 17,7 Prozent mehr als im letzten Monat und 286 oder 8,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 1.230 Personen und damit 248 oder 25,3 Prozent mehr als im letzten Monat (-35 oder -2,8 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 1.051 Menschen (+244 oder +30,2 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sank auf 1.107 (davon SGB II: 645). Das waren 151 oder 12,0 Prozent (SGB II: -65 oder -9,2 Prozent zum Vormonat) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 293 oder 20,9 Prozent höher (SGB II: -199 oder -23,6 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.723 (davon SGB II: 5.027) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -129 oder -2,2 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: -125 oder -2,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 968 oder -14,5 Prozent (SGB II -877 oder -14,9 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber dem letzten Monat um 101 oder 2,1 Prozent (SGB II: -61 oder -2,3 Prozent). Insgesamt 4.808 (davon SGB II: 2.639) Ältere waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 616 oder 11,4 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im April 806 neue Arbeitsstellen, das waren 73 oder 8,3 Prozent weniger als im letzten Monat und 165 oder 17,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.399 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Minus von 90 oder 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 256 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

934 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +28 oder +3,1 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 202 oder 27,6 Prozent mehr. 1.210 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+54 oder +4,7 Prozent zum Vormonat), 497 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+6 oder +1,2 Prozent gegenüber Vormonat und +111 oder +28,8 Prozent zum Vorjahr).