29.05.2019 | Presseinfo Nr. 15

Arbeitslosenzahlen Ende Mai weiter gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im Mai erwartungsgemäß weiter gesunken. Insgesamt waren 13.641 Menschen arbeitslos, das sind 228 oder 1,6 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 1.995 oder 12,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen weiter gesunken
    Minus 228 oder 1,6 Prozent im Vergleich zum April 2019 und 1.995 oder 12,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats

  • 13.641 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis

  • Die Quote im Rhein-Erft-Kreis: 5,3 Prozent

  • 2.999 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Minus 194 oder 6,1 Prozent zum Vormonat Zugänge in Arbeitslosigkeit, davon 1.066 (-165 oder -13,4 Prozent zum Vormonat) aus Erwerbstätigkeit

  • 3.221 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Minus 496 oder -13,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. 984 Menschen begannen eine Erwerbstätigkeit (-246 oder -20,0 Prozent zum Vormonat).

  • 616 Stellenmeldungen im Mai
    Minus 190 oder -23,6 Prozent zum Vormonat

Der Ausbildungsmarkt im Rhein-Erft-Kreis

  • 2.348 Bewerber stehen den bisher 1.894 gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber

  • 1.072 Bewerber noch ohne Ausbildungsplatz

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im Mai erwartungsgemäß weiter gesunken. Insgesamt waren 13.641 Menschen arbeitslos, das sind 228 oder 1,6 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 1.995 oder 12,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent.

Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Rund 980 Männer und Frauen haben in den letzten vier Wochen eine neue Stelle gefunden. Das ist auch für die operative Geschäftsführerin der Brühler Agentur für Arbeit, Anja Daub, eine gute Nachricht: „Jobsuchende haben derzeit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“ Daub macht vor allem den saisonalen Frühjahresaufschwung für diese positive Entwicklung verantwortlich.

Die Arbeitsmarktexpertin weist darauf hin, dass noch weitere Arbeitsmarktindikatoren eine positive Tendenz zeigen:

  • Die Zahl der Entlassungen geht zurück: Nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes mussten sich von Januar bis Mai 2019 87 oder 1,4 Prozent weniger arbeitslos melden als im Vorjahreszeit-raum.

  • Die Beschäftigung steigt: Am 30. September 2018 waren im Rhein-Erft-Kreis 144.371 Frauen und Männer sozialversi-cherungspflichtig beschäftigt, das waren 3.748 mehr als ein Jahr zuvor.

  • Die Zahl derer, die insgesamt eine Beschäftigung suchten – darunter viele Teilnehmer/innen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – geht zurück: Ausgewiesen wird ihre Zahl durch die so genannte Unterbeschäftigung. Sie lag im Mai mit 18.223 um 1.538 oder 7,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Rechtskreis des Sozial Gesetzbuch Drittes Buch (SGB III) (Arbeitsagentur) ging die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent zurück, im Rechtskreis des SGB II (Jobcenter) um 10,2 Prozent.

Ausbildungsmarkt

Nicht nur der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Auch auf dem Ausbildungsmarkt tut sich einiges. Bei der Arbeitsagentur läuft die Vermittlung der freien Ausbildungsstellen auf Hochtouren. Für den Zeitraum von Oktober 2018 bis Mai 2019 wurden im Rhein-Erft-Kreis 2.348 Bewerber registriert, 72 oder 3,0 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Dem gegenüber stehen der Arbeitsagentur 1.894 Ausbildungsstellen zur Vermittlung zur Verfügung, dies sind 353 oder 15,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Insgesamt sind im Rhein-Erft-Kreis derzeit noch 1.143 Ausbildungsstellen unbesetzt und 1.072 Bewerber haben bisher noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative gefunden. 

Jugendliche, die noch eine Berufsausbildungsstelle suchen, sollten sich schnellstmöglich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit vor Ort wenden. Ein Termin kann auch telefonisch unter der Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 (gebührenfrei vom Festnetz und vom Mobiltelefon), per E-Mail oder direkt über das Internet unter www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch vereinbart werden.

Arbeitgeber, die noch Berufsausbildungsstellen melden möchten, wenden sich an den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit vor Ort, unter der Servicenummer: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei vom Festnetz und vom Mobiltelefon). Alle Informationen auf www.arbeitsagentur.de

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 18.223 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Mai keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung unter dem Wert des Vormonats (18.424) und 1.538 oder 7,8 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im Mai bei 7,0 gelegen statt bei 5,3 Prozent. *) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Agentur für Arbeit Brühl - hier werden die direkt aus der Erwerbstätigkeit kommenden Arbeitslosen geführt - wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 251 oder 4,8 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.007 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 399 oder 7,4 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der im Jobcenter (gemeinsame Einrichtung von Kreis und Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen ist im April um 294 oder 3,2 Prozent gesunken. Aktuell sind 8.862 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1.613 oder 15,4 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 6,1 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im Mai meldeten sich 2.999 Männer und Frauen arbeitslos, 194 oder 6,1 Prozent weniger als im Vormonat und 208 oder 6,5 Prozent weniger als im letzten Jahr. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im Mai 1.066, 165 oder 13,4 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -36 oder -3,3 Prozent). In den vergangenen vier Wochen meldeten sich insgesamt 798 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 53 oder 6,2 Prozent weniger (zum Vorjahr: -80 oder -9,1 Prozent) gezählt.

Den im Mai arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.221 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 496 oder 13,3 Prozent weniger als im letzten Monat und 251 oder 7,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 984 Personen und damit 246 oder 20,0 Prozent weniger als im letzten Monat (-46 oder -4,5 Prozent zum Vorjahr) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 958 Menschen (-93 oder -8,8 Prozent zum Vormonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe sank auf 1.056 (davon SGB II: 638). Das waren 51 oder 4,6 Prozent (SGB II: -7 oder -1,1 Prozent zum Vormonat) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 262 oder 19,9 Prozent höher (SGB II: -191 oder -23,0 Prozent gegenüber Vorjahr).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.642 (davon SGB II: 4.961) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -81 oder -1,4 Prozent zum Vormonat (davon SGB II: -66 oder -1,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 979 oder -14,8 Prozent (SGB II -865 oder ‑14,8 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Die Betroffenheit älterer Arbeitsloser (über 50 Jahre) sank gegenüber dem letzten Monat um 7 oder 0,1 Prozent (SGB II: +10 oder +0,4 Prozent). Insgesamt 4.801 (davon SGB II: 2.649) Ältere waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Das sind 630 oder 11,6 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr.

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im Mai 616 neue Arbeitsstellen, das waren 190 oder 23,6 Prozent weniger als im letzten Monat und 328 oder 34,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.338 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist das ein Minus von 61 oder 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 178 Stellen mehr.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

898 Teilnehmer bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, -42 oder -4,5 Prozent zum Vormonat und zum Vorjahresmonat waren es 151 oder 20,2 Prozent mehr. 1.376 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+134 oder +10,8 Prozent zum Vormonat), 474 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (-17 oder -3,5 Prozent gegenüber Vormonat und +84 oder +21,5 Prozent zum Vorjahr).