15.07.2019 | Presseinfo Nr. 21

Urlaub während der Arbeitslosigkeit

Urlaub während der Arbeitslosigkeit
Zustimmung der Agentur für Arbeit ist nötig
 

In der Ferienzeit stehen Arbeitslose vor der Frage, ob und wie lange sie Urlaub machen und verreisen dürfen. Wer im Urlaub nicht kurzfristig für die Arbeitsagentur erreichbar ist, muss dies vorher abstimmen. Ein Post-Nachsendeantrag an den Urlaubsort reicht nicht aus.

Arbeitslose können für maximal drei Wochen im Kalenderjahr in Urlaub fahren und dabei weiter ihr Arbeitslosengeld erhalten. Allerdings wird die Reise nur dann genehmigt, wenn in dieser Zeit keine Aussicht auf Vermittlung in Arbeit besteht, keine berufliche Bildungsmaßnahme vorgesehen und der Urlaub mit der Agentur für Arbeit vor Beginn der Reise abgestimmt ist.

Auch Abwesenheiten von bis zu sechs Wochen innerhalb eines Kalenderjahres kann die Agentur für Arbeit zustimmen. Das Arbeitslosengeld kann aber nur in den ersten drei Wochen gezahlt werden. Wer seine Urlaubsfahrt nicht anmeldet, läuft Gefahr, dass die Zahlungen des Arbeitslosengeldes eingestellt und bereits ausgezahlte Leistungen zurückgefordert werden. Dann ist auch der Krankenversicherungsschutz unterbrochen. Arbeitslose, die insgesamt mehr als sechs Wochen verreisen möchten, haben für die gesamte Zeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Diese Regelung gilt übrigens nicht nur für Urlaubsreisen. Jede Ortsabwesenheit – unabhängig vom Grund – muss der Arbeitsagentur vorher angezeigt werden. Einen grundsätzlichen Anspruch auf eine Zeit der Ortsabwesenheit, ob mit oder ohne Arbeitslosengeldbezug, gibt es nicht. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Arbeitsagentur Brühl oder telefonisch montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr unter der Servicerufnummer 0800 4 5555 00. Der Anruf ist gebührenfrei.