30.09.2019 | Presseinfo Nr. 32

Arbeitslosenzahlen sind im September erwartungsgemäßge gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im September wie erwartet zurückgegangen. Insgesamt waren 15.120 Menschen arbeitslos, das sind 510 oder 3,3 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Plus von 74 oder 0,5 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen erwartungsgemäß gesunken
    Minus 510 oder 3,3 Prozent im Vergleich zum August 2019. Gegenüber dem Vorjahresmonat September 2018 ein leichter Anstieg (+74 oder +0,5 Prozent)
  • Die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis: 5,9 Prozent
  • 3.401 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 208 oder 5,8 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit. 1.203 Zugänge aus Erwerbstätigkeit (-78 oder -6,1 Prozent zum Vormonat)
  • 3.889 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 700 oder +22,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 1.144 Menschen eine Erwerbstätigkeit (+225 oder +24,5 Prozent zum Vormonat)
  • 683 Stellenmeldungen im September
    Der Agentur für Arbeit wurden 113 oder 14,2 Prozent weniger Stellen gemeldet als im Vormonat

Der Ausbildungsmarkt im Rhein-Erft-Kreis

Die Bilanz zum Ausbildungsjahr 2018/2019 wird am 30.10.2019 im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht.

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im September wie erwartet zurückgegangen. Insgesamt waren 15.120 Menschen arbeitslos, das sind 510 oder 3,3 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Plus von 74 oder 0,5 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent.

„Der Herbst bringt mit dem Start des neuen Schul- und Ausbildungsjahres, aber auch mit dem Arbeitsbeginn vieler frisch ausgebildeter Fachkräfte wie erwartet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit mit sich", so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Brühl. Aber auch andere Personengruppen profitieren von der Herbstbelebung.

Für die kommenden Monate sieht Imkamp keinen Grund für Sorge: „Abgesehen von den typischen saisonalen Schwankungen sehen wir aktuell noch keine Anzeichen für eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes", so der Arbeitsmarktexperte.

Unternehmen können ihren Fachkräftebedarf am besten mit betrieblicher Ausbildung decken. Der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt zeigt aber, dass es vielen Betriebe nicht gelingt, ihren Wunsch-Auszubildenden zu finden. „Auch nach dem 30. September werden noch Ausbildungsplätze besetzt. Immer wieder melden sich gute Bewerber, die noch einen Ausbildungsplatz suchen. Die Agentur für Arbeit kann auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen unterstützen, um vorhandene sprachliche oder Bildungsdefizite abzubauen", so Imkamp.

Die Bilanz des Ausbildungsjahres (Oktober 2018 bis September 2019) präsentieren die Partner des Ausbildungspaktes am 30. Oktober 2019.

Den jungen Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben rät Imkamp, schleunigst einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren (Kostenfreie Rufnummer 0800 4 5555 00). Unternehmen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer 0800 4 5555 20.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 19.239 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im August keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung mit -363 oder -1,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um +254 oder +1,3 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im August bei 7,4 anstatt bei 5,9 Prozent gelegen.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 185 oder 3,5 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.116 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 83 oder 1,6 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die vom Jobcenter Rhein-Erft (gemeinsame Einrichtung des Rhein-Erft-Kreises und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im September um 325 oder 3,1 Prozent gesunken. Aktuell sind 10.004 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 157 oder 1,6 Prozent mehr Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis ebenfalls 5,9 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im September meldeten sich 3.401 Männer und Frauen arbeitslos, 208 oder 5,8 Prozent weniger als im Vormonat und 375 oder 12,4 Prozent mehr als im September des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im September 1.203, das sind 78 oder 6,1 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: +142 oder +13,4 Prozent). Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 964 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 130 oder 11,9 Prozent weniger gezählt (zum Vorjahr: +163 oder +20,3 Prozent).

Den im September arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.889 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 700 oder 22,0 Prozent mehr als im letzten Monat und 214 oder 5,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 1.144 Personen und damit 225 oder 24,5 Prozent mehr als im letzten Monat (-36 oder -3,1 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 1.168 Menschen (+318 oder +37,4 Prozent zum Vormonat; +151 oder +14,8 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

 Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 1.419. Davon entfielen 563 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 856 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 96 oder 6,3 Prozent weniger als im Vormonat (Veränderung SGB III zum Vormonat: -54 oder -8,8 Prozent, SGB II: -42 oder -4,7 Prozent). Im Vorjahresmonat war die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 34 oder 2,5 Prozent höher (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: +6 oder +1,1 Prozent, SGB II: +28 oder +3,4 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.810 (davon SGB III: 655, SGB II: 5.155) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -70 oder -1,2 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: -3 oder -0,5 Prozent, SGB II: -67 oder -1,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden -511 oder -8,1 Prozent (SGB III: -111 oder -14,5 Prozent, SGB II: -400 oder -7,2 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Insgesamt 5.412 ältere Menschen über 50 Jahre waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem letzten Monat um -84 oder -1,6 Prozent (SGB III: -33 oder -1,5 Prozent, SGB II: -51 oder -1,7 Prozent). Das sind 1 oder 0,0 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr (SGB III: -37 oder -1,7 Prozent, SGB II: +38 oder +1,3 Prozent).

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im September 683 neue Arbeitsstellen, das waren -113 oder -14,2 Prozent gegenüber dem letzten Monat und -626 oder -47,8 Prozent als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.335 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Minus von 68 oder 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 507 Stellen weniger (-10,5 Prozent).

Aktive Arbeitsmarktpolitik

844 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +20 oder +2,4 Prozent zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat waren es +59 oder +7,5 Prozent mehr. 1.081 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+68 oder +6,7 Prozent zum Vormonat, +372 oder +52,5 Prozent zum Vorjahresmonat), 447 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (-1 oder -0,2 Prozent gegenüber Vormonat und -13 oder -2,8 Prozent zum Vorjahresmonat).