30.10.2019 | Presseinfo Nr. 37

Arbeitslosenzahlen sind im Oktober erwartungsgemäß weiter gesunken

Die Arbeitslosenzahlen sind im Oktober wie erwartet zurückgegangen. Insgesamt waren 14.741 Menschen arbeitslos, das sind 379 oder 2,5 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Plus von 116 oder 0,8 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen erwartungsgemäß weiter gesunken
    Minus 379 oder 2,5 Prozent im Vergleich zum September 2019. Gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2018 ein leichter Anstieg (+116 oder +0,8 Prozent)

  • 14.741 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis

  • Die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis: 5,7 Prozent

  • 3.712 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 311 oder 9,1 Prozent mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit. 1.387 Zugänge erfolgten aus Erwerbstätigkeit (+184 oder +15,3 Prozent zum Vormonat)

  • 4.080 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 191 oder +4,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 1.129 Menschen eine Erwerbstätigkeit (-15 oder -1,3 Prozent zum Vormonat)

  • 758 Stellenmeldungen im Oktober
    Der Agentur für Arbeit wurden 75 oder 11,0 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im Oktober wie erwartet zurückgegangen. Insgesamt waren 14.741 Menschen arbeitslos, das sind 379 oder 2,5 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Plus von 116 oder 0,8 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.

„Auf dem Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis setzt sich mit der nochmals gesunkenen Zahl der Arbeitslosen die positive Entwicklung fort", so Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl. „Von der Herbstbelebung profitiert die Gruppe der Langzeitarbeitslosen besonders. Die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent gesunken", so Imkamp weiter. „Hier zeigt sich die zunehmende Bereitschaft der Arbeitgeber, auch Bewerber einzustellen, die nicht alle Idealvorstellungen erfüllen. Das Qualifizierungschancengesetz gibt der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter genau für solche Fälle neue Fördermöglichkeiten. Arbeitgeber sollten sich hierzu bei ihrem Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service beraten lassen."

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 18.951 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Oktober keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung mit -289 oder -1,5 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um +77 oder +0,4 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft- Kreis im Oktober bei 7,3 anstatt bei 5,7 Prozent gelegen. *) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 61 oder 1,2 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.055 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 51 oder 1,0 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die vom Jobcenter Rhein-Erft (gemeinsame Einrichtung des Rhein-Erft- Kreises und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im Oktober um 318 oder 3,2 Prozent gesunken. Aktuell sind 9.686 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein- Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 167 oder 1,8 Prozent mehr Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis ebenfalls 5,7 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im Oktober meldeten sich 3.712 Männer und Frauen arbeitslos, 311 oder 9,1 Prozent mehr als im Vormonat und 484 oder 15,0 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im Oktober 1.387, das sind 184 oder 15,3 Prozent mehr als im Vormonat (zum Vorjahr: +197 oder +16,6 Prozent). Im Oktober meldeten sich insgesamt 1.018 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 54 oder 5,6 Prozent mehr gezählt (zum Vorjahr: +101 oder +11,0 Prozent).

Den im Oktober arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 4.080 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 191 oder 4,9 Prozent mehr als im letzten Monat und 433 oder 11,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 1.129 Personen und damit 15 oder 1,3 Prozent weniger als im letzten Monat (+140 oder +14,2 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 1.289 Menschen (+141 oder +10,4 Prozent zum Vormonat; +227 oder +21,4 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 1.321. Davon entfielen 501 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 820 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 98 oder 6,9 Prozent weniger als im Vormonat (Veränderung SGB III zum Vormonat: -62 oder -11,0 Prozent, SGB II: -36 oder -4,2 Prozent). Im Vorjahresmonat war die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 91 oder 7,4 Prozent niedriger (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: +13 oder +2,7 Prozent, SGB II: +78 oder +10,5 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.742 (davon SGB III: 649, SGB II: 5.093) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -68 oder -1,2 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: -6 oder -0,9 Prozent, SGB II: -62 oder -1,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden -422 oder -6,8 Prozent (SGB III: -104 oder -13,8 Prozent, SGB II: -318 oder -5,9 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Insgesamt 5.072 ältere Menschen über 50 Jahre waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem letzten Monat um -70 oder -1,4 Prozent (SGB III: -46 oder -2,1 Prozent, SGB II: -24 oder -0,8 Prozent). Das sind 20 oder 0,4 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr (SGB III: -57 oder -2,6 Prozent, SGB II: +77 oder +2,7 Prozent).

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im Oktober 758 neue Arbeitsstellen, das waren 75 oder 11,0 Prozent mehr gegenüber dem letzten Monat und 77 oder 9,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.380 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Plus von 45 oder 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 430 Stellen weniger (-8,9 Prozent).

Aktive Arbeitsmarktpolitik

900 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +49 oder +5,8 Prozent zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat waren es 51 oder 6,0 Prozent mehr. 1.092 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+20 oder +1,9 Prozent zum Vormonat, +203 oder +22,8 Prozent zum Vorjahresmonat), 456 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (-1 oder -0,2 Prozent gegenüber Vormonat und -5 oder -1,1 Prozent zum Vorjahresmonat).