29.11.2019 | Presseinfo Nr. 41

Der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis Ende November 2019

Die Arbeitslosenzahlen sind im November erneut leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 14.403 Menschen arbeitslos, das sind 338 oder 2,3 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 36 oder 0,2 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen weiter gesunken
    Minus 338 oder -2,3 Prozent im Vergleich zum Oktober 2019. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2018 ein leichter Rückgang (-36 oder – 0,2 Prozent)
  • 14.403 Arbeitslose im Rhein-Erft-Kreis
  • Die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis: 5,6 Prozent
  • 3.158 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 544 oder -14,9 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit. 1.196 Zugänge erfolgten aus Erwerbstätigkeit (-191 oder -13,8 Prozent zum Vormonat)
  • 3.504 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Minus 576 oder -14,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 985 Menschen eine Erwerbstätigkeit (-144 oder -12,8 Prozent zum Vormonat)
  • 736 Stellenmeldungen im November
    Der Agentur für Arbeit wurden 22 oder -2,9 Prozent weniger Stellen gemeldet als im Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im November erneut leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 14.403 Menschen arbeitslos, das sind 338 oder 2,3 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 36 oder 0,2 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

„Der milden Witterung im November ist es zu verdanken, dass die Arbeitslosenzahl erneut leicht zurückgegangen ist. So blieben die witterungsbedingten Beschäftigungseinschränkungen bisher aus. Wir liegen mit 14.403 arbeitslosen Frauen und Männern sogar leicht unter den Werten aus dem November des Vorjahres", kommentiert Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl die aktuellen Daten. „Aber auch die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gesunken", so Imkamp weiter. „Hier zahlen sich nun die gemeinsamen Bemühungen, allen ausbildungssuchenden Jugendlichen eine Ausbildung oder eine Alternative dazu anzubieten, aus." Allerdings gibt es bei einer anderen Personengruppe noch weitere Handlungsbedarfe: 1.218 schwerbehinderte Menschen sind im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 86 gestiegen. Am 3. Dezember ist der internationale Tag der behinderten Menschen, an dem sich auch die Agentur für Arbeit im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche beteiligt. „Wir wollen gemeinsam dafür werben, dass Arbeitgeber auch diesen Menschen eine Chance geben. Und die Agentur für Arbeit kann dazu viele Unterstützungsangebote bieten", so Imkamp abschließend.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 18.905 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis im November keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung mit -204 oder -1,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um 104 oder +0,6 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im November bei 7,2 anstatt bei 5,6 Prozent gelegen.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher. Die ausgewiesenen Daten zur Unterbeschäftigung sind vorläufig und hochgerechnet.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 13 oder 0,3 Prozent mehr Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.068 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 128 oder 2,6 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet.

Die vom Jobcenter Rhein-Erft (gemeinsame Einrichtung des Rhein-Erft-Kreises und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im November um 351 oder 3,6 Prozent gesunken. Aktuell sind 9.335 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 164 oder 1,7 Prozent gesunken.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis ebenfalls 5,6 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im November meldeten sich 3.158 Männer und Frauen arbeitslos, 554 oder 14,9 Prozent weniger als im Vormonat und 14 oder 0,4 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im aktuellen Monat 1.196, das sind 191 oder 13,8 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: +88 oder +7,9 Prozent). Im November meldeten sich insgesamt 811 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 207 oder -20,3 Prozent weniger gezählt (zum Vorjahr: -4 oder -0,5 Prozent).

Den im November arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 3.504 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 756 oder 14,1 Prozent weniger als im letzten Monat und 201 oder 6,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 985 Personen und damit 144 oder 12,8 Prozent weniger als im letzten Monat (-18 oder -1,8 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 975 Menschen (-314 oder -24,4 Prozent zum Vormonat; +109 oder +12,6 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 1.278. Davon entfielen 492 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 786 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 43 oder -3,3 Prozent weniger als im Vormonat (Veränderung SGB III zum Vormonat: -9 oder -1,8 Prozent, SGB II: -34 oder -4,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 89 oder 7,5 Prozent gestiegen (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: +53 oder +12,1 Prozent, SGB II: +36 oder +4,8 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 5.550 (davon SGB III: 625, SGB II: 4.925) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -192 oder -3,3 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: -24 oder -3,7 Prozent, SGB II: -168 oder -3,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden -548 oder -9,0 Prozent (SGB III: -126 oder -16,8 Prozent, SGB II: -422 oder -7,9 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Insgesamt 4.985 ältere Menschen über 50 Jahre waren in diesem Monat im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem letzten Monat um 87 oder 1,7 Prozent (SGB III: +2 oder +0,1 Prozent, SGB II: -89 oder -3,0 Prozent). Das sind 36 oder 0,7 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr (SGB III: -18 oder -0,8 Prozent, SGB II: +54 oder +1,9 Prozent).

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im November 736 neue Arbeitsstellen, das waren 22 oder 2,9 Prozent weniger als im letzten Monat und 129 oder 14,9 Prozent weniger als vor einem Jahr, was vor allem auf einen Nachfragerückgang in der Zeitarbeitsbranche zurückzuführen ist. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.338 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Minus von 42 oder 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 267 Stellen weniger (-5,8 Prozent).

Aktive Arbeitsmarktpolitik

937 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +24 oder +2,6 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies ein Plus von 43 oder 4,8 Prozent. 1.297 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+84 oder +6,9 Prozent zum Vormonat, +341 oder +35,7 Prozent zum Vorjahresmonat), 472 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+15 oder +3,3 Prozent gegenüber Vormonat und -6 oder -1,3 Prozent zum Vorjahresmonat).