29.11.2019 | Presseinfo Nr. 42

Der Arbeitsmarkt im Kreis Euskirchen Ende November 2019

Die Arbeitslosenzahlen sind im November nochmals leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 5.068 Menschen arbeitslos, das sind 89 oder 1,7 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 244 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt unverändert 4,7 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen weiter leicht weiter gesunken
    Minus 89 oder 1,7 Prozent im Vergleich zum Oktober 2019. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat November 2018 eine weitere Reduzierung (-244 oder -4,6 Prozent)
  • 5.068 Arbeitslose im Kreis Euskirchen
  • Die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen: 4,7 Prozent
  • 1.148 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 89 oder 7,2 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit. 435 Zugänge erfolgten aus Erwerbstätigkeit (-26 oder -5,6 Prozent zum Vormonat)
  • 1.243 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Das sind 26 oder 2,0 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 337 Menschen eine Erwerbstätigkeit (-37 oder -9,9 Prozent zum Vormonat)
  • 348 Stellenmeldungen im November
    Der Agentur für Arbeit wurden 7 oder -2,0 Prozent weniger Stellen gemeldet als im Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im November nochmals leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 5.068 Menschen arbeitslos, das sind 89 oder 1,7 Prozent weniger als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 244 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt unverändert 4,7 Prozent.

„Der milden Witterung im November ist es zu verdanken, dass die Arbeitslosenzahl erneut leicht zurückgegangen ist. So blieben die witterungsbedingten Beschäftigungseinschränkungen bisher aus. Wir liegen mit 5.068 arbeitslosen Frauen und Männern sogar deutlich unter den Werten aus dem November des Vorjahres", kommentiert Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl die aktuellen Daten. „Aber auch die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gesunken", so Imkamp weiter. „Hier zahlen sich nun die gemeinsamen Bemühungen, allen ausbildungssuchenden Jugendlichen eine Ausbildung oder eine Alternative dazu anzubieten, aus." Allerdings gibt es bei einer anderen Personengruppe noch weitere Handlungsbedarfe: 395 schwerbehinderte Menschen sind im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Diese Zahl ist –wenn auch nur gering– gegenüber dem Vorjahresmonat um 9 gestiegen. Am 3. Dezember ist der internationale Tag der behinderten Menschen, an dem sich auch die Agentur für Arbeit im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche beteiligt. „Wir wollen gemeinsam dafür werben, dass Arbeitgeber auch diesen Menschen eine Chance geben. Und die Agentur für Arbeit kann dazu viele Unterstützungsangebote bieten", so Imkamp abschließend.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 6.679 Menschen aus dem Kreis Euskirchen im November keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung um 6 oder -0,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um 22 oder -0,3 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen im November bei 6,1 anstatt bei 4,7 Prozent gelegen.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs-und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher. Die ausgewiesenen Daten zur Unterbeschäftigung sind vorläufig und hochgerechnet.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat 25 oder -1,2 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Kreis Euskirchen gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 2.013 Kunden aus dem Kreis Euskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 103 oder 5,4 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet.

Die vom Jobcenter EU – aktiv (gemeinsame Einrichtung des Kreis Euskirchen und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im November um 64 oder -2,1 Prozent gesunken. Aktuell sind 3.055 Frauen und Männer beim Jobcenter EU – aktiv arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 347 oder -10,2 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen bleibt unverändert bei 4,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen noch 4,9 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im November meldeten sich 1.148 Männer und Frauen arbeitslos, 89 oder -7,2 Prozent weniger als im Vormonat und 44 oder -3,7 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im aktuellen Monat 435, das sind 26 oder -5,6 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -6 oder -1,4 Prozent). Im November meldeten

sich insgesamt 338 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 22 oder -6,1 Prozent weniger gezählt (zum Vorjahr: +41 oder +13,8 Prozent).

Den im November arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 1.243 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 26 oder -2,0 Prozent weniger als im letzten Monat und 11 oder -0,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 337 Personen und damit 37 oder -9,9 Prozent weniger als im letzten Monat (-62 oder -15,5 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 396 Menschen (+15 oder +3,9 Prozent zum Vormonat, +70 oder +21,5 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 428. Davon entfielen 169 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 259 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren -50 oder -10,5 Prozent (Veränderung SGB III zum Vormonat: -33 oder -16,3 Prozent, SGB II: -17 oder -6,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren noch um 47 oder 9,9 Prozent höher (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: -35 oder -17,2 Prozent, SGB II: -12 oder -4,4 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 1.857 (davon SGB III: 329, SGB II: 1.528) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -5 oder -0,3 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: +10 oder +3,1 Prozent, SGB II: -15 oder -1,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden -151 oder -7,5 Prozent (SGB III: +19 oder +6,1 Prozent, SGB II: -170 oder -10,0 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Insgesamt 1.906 ältere Menschen über 50 Jahre waren in diesem Monat im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit stieg gegenüber dem letzten Monat um +44 oder +2,4 Prozent (SGB III: +50 oder +5,1 Prozent, SGB II: -6 oder -0,7 Prozent). Das sind 34 oder 1,8 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr (SGB III: +95 oder +10,1 Prozent, SGB II: -61 oder -6,6 Prozent).

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im November 348 neue Arbeitsstellen, das waren 7 oder 2,0 Prozent weniger als im letzten Monat und 80 oder 18,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 1.645 Arbeitsstellen aus dem Kreis Euskirchen im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Minus von 10 oder 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 148 Stellen weniger (-8,3 Prozent). Dies ist in erster Linie auf einen Nachfragerückgang in der Zeitarbeitsbranche zurückzuführen.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

453 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +62 oder +15,9 Prozent zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat waren es +60 oder +15,3 Prozent mehr. 377 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+8 oder +2,2 Prozent zum Vormonat, +158 oder +72,1 Prozent zum Vorjahresmonat), 181 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (-8 oder -4,2 Prozent gegenüber Vormonat und -53 oder -22,6 Prozent zum Vorjahresmonat).