28.02.2020 | Presseinfo Nr. 13

Der Arbeitsmarkt im Kreis Euskirchen Ende Februar 2020

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar entgegen dem üblichen saisonalen Verlauf nur minimal gestiegen. Insgesamt waren 5.398 Menschen arbeitslos, das sind nur 2 oder 0,0 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 198 oder 3,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 5,0 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen nahezu gleichbleibend
    Plus 2 oder +0,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat Januar 2020. Gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2019 ein Rückgang (-198 oder -3,5 Prozent)
  • 5.398 Arbeitslose im Kreis Euskirchen
  • Die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen: unverändert 5,0 Prozent
  • 1.222 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 10 oder -0,8 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit. 472 Zugänge erfolgten aus Erwerbstätigkeit (-188 oder -28,5 Prozent zum Vormonat)
  • 1.210 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Das sind 231 oder +23,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 372 Menschen eine Erwerbstätigkeit (+31 oder +9,1 Prozent zum Vormonat)
  • 343 Stellenmeldungen im November
    Der Agentur für Arbeit wurden 17 oder +5,2 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vormonat

Gesamtentwicklung

Die Arbeitslosenzahlen sind im Februar entgegen dem üblichen saisonalen Verlauf nur minimal gestiegen. Insgesamt waren 5.398 Menschen arbeitslos, das sind nur 2 oder 0,0 Prozent mehr als im Vergleich zum Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen liegt mit einem Minus von 198 oder 3,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 5,0 Prozent.

„Der für den Februar erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit ist nur in einem sehr geringen Umfang eingetreten", freut sich Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl die aktuellen Daten. „Es sind in erster Linie junge Menschen unter 25 Jahren, die ihre Berufsausbildung nun nach zweieinhalb oder dreieinhalb Jahren abgeschlossen haben", so Imkamp weiter. „Für Unternehmen ist das eine gute Möglichkeit, gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen."

Unter dem Motto #Ausbildungklarmachen findet vom 16. bis 20. März 2020 zum siebten Mal die bundesweite „Woche der Ausbildung" statt. Ziel dieser Woche ist, jungen Menschen und Arbeitgebern die Attraktivität einer beruflichen Ausbildung zu zeigen. „Wir wollen, dass die jungen Menschen sehen, welche Vielfalt an Berufen und Möglichkeiten sie mit einer Berufsausbildung erreichen können. 40 Prozent der im letzten Jahr bei uns gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber wollten in die gleichen zehn Berufe. Unsere Beratungsfachkräfte helfen gerne dabei, auch Alternativen zu diesen üblichen ‚TOP 10‘ zu finden", empfiehlt Imkamp den Jugendlichen.

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 6.927 Menschen aus dem Kreis Euskirchen im Februar keiner regulären Beschäftigung nachgehen (so genannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung um 41 oder +0,6 Prozent über dem Wert des Vormonats und um 102 oder -1,5 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen im Februar bei 6,3 anstatt bei 5,0 Prozent gelegen.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher. Die ausgewiesenen Daten zur Unterbeschäftigung sind vorläufig und hochgerechnet.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat 7 oder +0,3 Prozent mehr Arbeitslose aus dem Kreis Euskirchen gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 2.331 arbeitslose Personen aus dem Kreis Euskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 70 oder +3,1 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der vom Jobcenter EU – aktiv (gemeinsame Einrichtung des Kreis Euskirchen und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im Februar um 5 oder -0,2 Prozent gesunken. Aktuell sind 3.067 Frauen und Männer beim Jobcenter EU – aktiv arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 268 oder -8,0 Prozent weniger Arbeitslose registriert.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen bleibt unverändert bei 5,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen noch 5,2 Prozent.

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen

Im Februar meldeten sich 1.222 Männer und Frauen arbeitslos, 10 oder -0,8 Prozent weniger als im Vormonat und 99 oder -7,5 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im aktuellen Monat 472, das sind 188 oder -28,5 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -36 oder -7,1 Prozent). Im Februar meldeten sich insgesamt 403 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 190 oder +89,2 Prozent mehr gezählt (zum Vorjahr: +41 oder +11,3 Prozent).

Den im Februar arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 1.210 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 231 oder +23,6 Prozent mehr als im letzten Monat und 43 oder -3,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 372 Personen und damit 31 oder +9,1 Prozent mehr als im letzten Monat (+21 oder +6,0 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 340 Menschen (+140 oder +70,0 Prozent zum Vormonat, -16 oder -4,5 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen stieg auf 485. Davon entfielen 223 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 262 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 39 oder +8,7 Prozent (Veränderung SGB III zum Vormonat: +26 oder +13,2 Prozent, SGB II: +13 oder +5,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren noch um 17 oder -3,4 Prozent niedriger (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: -13 oder -5,5 Prozent, SGB II: -4 oder -1,5 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 1.889 (davon SGB III: 359, SGB II: 1.530) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; 3 oder -0,2 Prozent weniger als im Vormonat (davon SGB III: +8 oder +2,3 Prozent, SGB II: -11 oder -0,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 115 oder -5,7 Prozent (SGB III: +27 oder +8,1 Prozent, SGB II: -142 oder -8,5 Prozent) weniger Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose

Insgesamt 1.984 (davon SGB III: 1.139, SGB II: 845) ältere Menschen über 50 Jahre waren in diesem Monat im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem letzten Monat um 38 oder -1,9 Prozent (SGB III: +3 oder +0,3 Prozent, SGB II: -41 oder -4,6 Prozent). Das ist 1 oder +0,1 Prozent Person mehr als im letzten Jahr (SGB III: +60 oder +5,6 Prozent, SGB II: -59 oder -6,5 Prozent).

Stellenangebote

Arbeitgeber meldeten im Februar 343 neue Arbeitsstellen, das waren 17 oder +5,2 Prozent mehr als im letzten Monat und 104 oder -23,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 1.531 Arbeitsstellen aus dem Kreis Euskirchen im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Plus von 6 oder +0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 185 Stellen weniger (-10,8 Prozent).

Aktive Arbeitsmarktpolitik

407 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, 44 oder -9,8 Prozent weniger als im Vormonat. Zum Vorjahresmonat waren es 45 oder +12,4 Prozent mehr. 317 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+18 oder +6,0 Prozent zum Vormonat, +53 oder +20,1 Prozent zum Vorjahresmonat), 205 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (-12 oder -5,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und +14 oder +7,3 Prozent zum Vorjahresmonat).