31.03.2020 | Presseinfo Nr. 15

Ausbildungsstellenmarkt im Rhein-Erft-Kreis

Regelmäßig veröffentlicht die Bundesagentur im März die erste Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt. Diese Halbjahresbilanz zeigt die Aktivitäten am Ausbildungsmarkt mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres von Oktober 2019 bis Mitte März 2020. In dieser Rückschau sind die Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen gegen Corona noch nicht ersichtlich.

Die Agentur für Arbeit Brühl verzeichnete bei den betrieblichen Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 11,8 Prozent.

Im Zeitraum Oktober 2019 bis März 2020 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern insgesamt 1.891 Ausbildungsstellen gemeldet, 199 oder 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl, appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Rhein-Erft-Kreis an ihren Ausbildungsaktivitäten festzuhalten. „Ich weiß, dass gerade gravierende Unsicherheiten über die weiteren Auswirkungen des Corona-Virus die Planung für das neue Ausbildungsjahr überschatten. Für viele Betriebe hängt nun alles von der Dauer der Eindämmungsmaßnahmen und von den zu erwartenden Stützungsmaßnahmen ab. Ich kann trotzdem nur dafür werben, die Ausbildungskapazitäten aufrechtzuerhalten. Hierzu gibt es aufgrund der anstehenden demografischen Entwicklung keine Alternative.“

Im bisherigen Beratungsjahr wurden insgesamt 1.816 Jugendliche durch die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagentur bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Das sind 296 oder -14,0 Prozent weniger als im Vorjahr.

Von den seit Anfang Oktober 2019 gemeldeten Ausbildungsstellen sind im März noch 1.207 unbesetzt. Diese Zahl liegt um 28 Stellen oder 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Von den gemeldeten Bewerbern/-innen waren zum gleichen Zeitpunkt noch 1.100 unversorgt. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 176 Personen oder 13,8 Prozent.

Das Zwischenergebnis zeigt nach 6 Monaten, dass die Situation auf dem Ausbildungsmarkt auch in diesem Jahr zwar nicht insgesamt aber zahlenmäßig nahezu ausgeglichen ist:

Insgesamt stellt sich die Situation am Ausbildungsmarkt rein rechnerisch wie folgt dar:

Im Rhein-Erft-Kreis kamen im März auf einen Bewerber durchschnittlich 1,04 Ausbildungsstellen (Vorjahr: 0,80). Schaut man im Gegenzug auf die noch unbesetzten Ausbildungsstellen je unversorgtem Bewerber, zeichnet sich ein nur unwesentlich anderes Bild: Rechnerisch entfallen auf jeden unversorgten Bewerber 1,10 Ausbildungsstellen (Vorjahr 0,92).