03.06.2020 | Presseinfo Nr. 28

Ausbildungsstellenmarkt im Rhein-Erft-Kreis

Im Zeitraum Oktober 2019 bis Mai 2020 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern insgesamt 1.977 Ausbildungsstellen gemeldet, 83 oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr

Im Zeitraum Oktober 2019 bis Mai 2020 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern insgesamt 1.977 Ausbildungsstellen gemeldet, 83 oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl, appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Rhein-Erft-Kreis an ihren Ausbildungsaktivitäten festzuhalten. „Viele Unternehmen sind derzeit damit beschäftigt, ihre Existenz zu sichern. Sie haben Entscheidungen zur Ausbildung erst einmal vertagt. Ich kann nur dafür werben, die Ausbildungskapazitäten aufrechtzuerhalten. Hierzu gibt es aufgrund der anstehenden demografischen Entwicklung keine Alternative.“

Die Berufsberater der Agentur für Arbeit Brühl können derzeit leider nicht physisch an den Schulen präsent sein, trotzdem sind sie weiterhin jederzeit für die Schülerinnen und Schüler erreichbar und beraten alle Ausbildungssuchende. Hierzu hat die Arbeitsagentur eine einheitliche Hotline geschaltet, wo die Jugendlichen sowie deren Eltern die Berufsberatung direkt erreichen können. Diese Rufnummer lautet 02251 / 79 79 79. „Hier können wir die Schülerinnen und Schüler beraten, mit Ihnen ggf. Alternativen erarbeiten sowie die Kolleginnen und Kollegen vom Arbeitgeberservice oder die Kammern hinzuziehen falls das notwendig ist. Wir nutzen unser großes Netzwerk um den Jugendlichen die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Da wir in der aktuellen Lage nicht durch die üblichen Schulsprechstunden auf die Jugendlichen aufmerksam werden können, müssen sich die Ausbildungssuchenden selbst uns in Verbindung setzen“, so Imkamp weiter. 

Im bisherigen Beratungsjahr wurden insgesamt 1.962 Jugendliche durch die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagentur bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt. Das sind 386 oder 16,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Von den seit Anfang Oktober 2019 gemeldeten Ausbildungsstellen sind im Mai noch 1.114 unbesetzt. Diese Zahl liegt um 29 Stellen oder 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Zahlreiche freie Ausbildungsstellen gibt es derzeit beispielsweise noch in folgenden Berufen:

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel (102)

  • Fachkraft - Lagerlogistik (64)

  • Chemikant/in (56)

  • Fachverkäufer/in.-Lebensmittelhandwerk - Bäckerei (51)

  • Industriemechaniker/in (48)

  • Verkäufer/in (46)

  • Kaufmann/-frau - Büromanagement (37)

  • Elektroniker- Automatisierungstechnik (29)

  • Elektroniker/in für Betriebstechnik (29)

  • Medizinische/r Fachangestellte/r (29)

Von den gemeldeten Bewerbern/-innen waren zum gleichen Zeitpunkt noch 1.014 unversorgt. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 58 Personen oder 5,4 Prozent.