16.06.2020 | Presseinfo Nr. 30

Jobcenter Rhein-Erft bekommt 2021 eine neue Geschäftsführerin

Jobcenter Rhein-Erft bekommt 2021 eine neue Geschäftsführerin

Heute wurde Birgit Jung in einer Sonder-Trägerversammlung als zukünftige Geschäftsführerin des Jobcenters Rhein-Erft bestellt. Für Herbert Botz, der seit dem 01.06.2007 Geschäftsführer des Jobcenter Rhein-Erft (vor 2011 ARGE Rhein-Erft)  ist, beginnt Ende 2020 mit dem Übergang in den Ruhestand ein neues Kapitel in seinem Leben. An seine Stelle rückt dann die 52-Jährige aus Köln. Frau Jung ist aktuell Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Köln.

Das Jobcenter Rhein-Erft ist eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit Brühl und des Rhein-Erft-Kreises. Es betreut seine Kundinnen und Kundin an zehn Standorten, einem zentralen Team Selbstständige in Frechen sowie an zwei Standorten des Integration Points in Bergheim und Brühl. Das Jobcenter Rhein-Erft erfüllt den gesetzlichen Auftrag des Sozialgesetzbuches II. Dieses regelt die Grundsicherung für Arbeitsuchende. Die einheitliche Leistung gilt für alle erwerbsfähigen Menschen, die hilfebedürftig sind, weil sie keine Arbeit haben oder das Arbeitseinkommen nicht ausreicht. Die Grundsicherung im SGB II soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

Rainer Imkamp, der Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenters Rhein-Erft und Leiter der Agentur für Arbeit Brühl, ist sehr erfreut, dass die Position der Geschäftsleitung frühzeitig, kompetent und im großen Konsens neu besetzt werden konnte.

Die Trägerversammlung besteht je zur Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Agentur für Arbeit Brühl und des Rhein-Erft-Kreises. Sie entscheidet über alle organisatorischen, personalwirtschaftlichen, personalrechtlichen und personalvertretungsrechtlichen Angelegenheiten des Jobcenters. „Frau Jung bringt wertvolle, einschlägige Erfahrung mit und setzt sich für eine gemeinschaftliche und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit ein. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel für die Menschen und den Arbeitsmarkt an Rhein und Erft tun können“, so Imkamp. 

Die Diplom-Verwaltungswirtin ist seit 1987 bei der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt. Nach unterschiedlichen Positionen im operativen Bereich bei der Agentur für Arbeit Köln war sie zwischen 2002 und 2004 Projektleiterin im damaligen Vorläufer-Modell des Jobcenters Köln. Danach begleitete sie weitere Führungsaufgaben bei der Bundesagentur für Arbeit, u.a. als Geschäftsbereichsleiterin und Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover, dem zweitgrößten Jobcenter in Deutschland. Seit Sommer 2017 verstärkt Frau Birgit Jung die Geschäftsführung des Jobcenters Köln. Birgit Jung freut sich auf ihre neue Aufgabe, die sie Anfang 2021 antreten wird. „Dass ich durch mein Tun den arbeitslosen Menschen im Rhein-Erft-Kreis neue Perspektiven eröffnen kann, bedeutet mir sehr viel und treibt mich an. Die Fortführung der bisher guten Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Erft-Kreis und der Arbeitsagentur ist dafür die grundlegende Voraussetzung. Mein Ziel wird es sein, das Jobcenter als kompetenten und geschätzten Partner aller Arbeitsmarktakteure in verantwortungsvoller Position weiter zu entwickeln“, so Jung.

Auch Christian Nettersheim, Sozialdezernent des Rhein-Erft-Kreises freut sich über die künftige Neubesetzung: „Als kommunaler Träger freuen wir uns, dass wir auf Vorschlag der BA mit Frau Jung eine erfahrene Geschäftsführerin als neue Leiterin des Jobcenters Rhein-Erft gefunden haben. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen und großen Verwendungsbreite in der Arbeitsverwaltung insbesondere auch zuletzt als Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Köln, kennt sie die Region, ihre soziale Struktur und den heimischen Arbeitsmarkt. Wir sind daher optimistisch, dass die Betreuung der Kundinnen und Kunden und der Arbeitgeber auf dieser Grundlage konsequenter in den Fokus der Geschäftspolitik des Jobcenters Rhein-Erft rückt und auch die fortschreitende Digitalisierung der Abläufe und Angebote des Jobcenters einen neuen Schwerpunkt findet. Unser Dank gilt aber auch dem scheidenden, langjährigen Geschäftsführer Herbert Botz für seine langjährige Arbeit als Geschäftsführer, dem wir für den neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschen".

Willi Zylajew, Chef der CDU-Kreistagsfraktion, hat große Erwartungen an die zukünftige Geschäftsführerin des Jobcenters Rhein-Erft: „Im Rhein-Erft-Kreis benötigen - durch den Kohleausstieg und die aktuelle Pandemie - vermutlich eine erhebliche Zahl von Mitmenschen weitere Hilfen. Ein gut arbeitendes Jobcenter, das die Sorgen, Nöte und Entwicklungschancen Betroffener in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt, kann viel Gutes bewirken. Verlässliche Förderung und die stabile Forderung auf Mitwirkung bei der Integration in geeignete Arbeitsplätze sollte wieder zur Kernkompetenz des Jobcenters werden. Ich hoffe, dass mit Frau Jung an der Spitze die Belegschaft von Bedburg bis Wesseling und Erftstadt bis Pulheim daran arbeitet.“

Auch Hans Krings, Mitglied des Kreistages des Rhein-Erft-Kreises, ist überzeugt von der einstimmigen Entscheidung: "Frau Jung hat sich am 10.06. bei der SPD-Fraktion vorgestellt - digital, wie das im Augenblick nur möglich ist. Sie hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Nach der Corona-Krise wird das Jobcenter vor neuen Herausforderungen stehen. Bisher stand im Vordergrund die effiziente Bewilligung der Grundsicherung und der Kosten der Unterkunft. Herrn Botz hat nach der etwas stürmischen Anfangsphase hier die zeitgemäßen Strukturen aufgebaut und weiterentwickelt. Wir sind ihm dafür zu Dank verpflichtet und wünschen ihm einen angenehmen, gesunden Ruhestand.

Nun wird in der erwarteten Rezession nach der Krise die Vermittlung derer, denen diese ihre Existenz entzogen hat, im Vordergrund stehen. Frau Jung bringt aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen in der Arbeitsverwaltung und in mehreren Jobcentern die Voraussetzungen mit, diese Phase erfolgreich zu steuern. Wir sind überzeugt, heute eine gute Wahl getroffen zu haben."