15.02.2021 | Presseinfo Nr. 68

Meldepflicht: Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Arbeitgeber müssen Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bis zum 31. März 2021 erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe, die sich ab 1. Januar 2021 erhöht.

Meldung bis 31. März 2021 - Verlängerung nicht möglich
Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen
zu beschäftigen. Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber
ihre Beschäftigungsdaten bis 31. März 2021 der Agentur für Arbeit anzuzeigen. Diese
Frist kann nicht verlängert werden. Die BA prüft, ob die Beschäftigungspflicht erfüllt ist. Die Beschäftigungspflicht gilt auch für Unternehmen, die im laufenden Jahr von Kurzarbeit betroffen waren. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber gleichzeitig eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen.

Anzeigen elektronisch am schnellsten
Um die Anzeige zu erstellen, können Unternehmen und Arbeitgeber die kostenfreie
Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de unter der
Rubrik „Download“ zur Verfügung oder kann als CD-ROM unter der Rubrik „Service“
bestellt werden. Falls eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden muss, kann dies
ebenso über die Software berechnet werden.

Ausgleichsabgabe erhöht sich ab 1. Januar 2021
Kommen Arbeitgeber der Beschäftigungspflicht nicht nach, ist eine so genannte Ausgleichsabgabe zu zahlen. Diese Abgabe wird auf Grundlage der jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt. Diese Abgabe wird nicht pauschal erhoben, sondern ist gestaffelt.

Ab 1. Januar 2021 erhöhen sich die Ausgleichsabgaben wie folgt:

Beschäftigungsquote für Arbeitgeber Höhe der Abgabe je Monat und unbesetztem Arbeitsplatz
3 Prozent bis unter 5 Prozent  von 125 auf 140 Euro
2 Prozent bis unter 3 Prozent  220 auf 245 Euro
unter 2 Prozent  von 320 auf 360 Euro

Die Erhöhung wirkt sich allerdings erst im Jahr 2022 aus, da diese für unbesetzte Arbeitsplätze im Jahr 2021 entrichtet wird. Für die Ausgleichsabgabe, die im Jahr 2021 für das Jahr 2020 zu entrichten ist, gelten noch die alten Sätze.
Die Mittel der Ausgleichsabgabe werden zur Förderung der Teilhabe von schwerbehinderten Menschen verwendet. Darunter zählt etwa die Einrichtung eines Arbeitsplatzes oder die Förderung eines schwerbehinderten Menschen mit einem Eingliederungszuschuss

Folgen Sie der Agentur für Arbeit Brühl auf Twitter:
www.twitter.com/Revieragentur