30.10.2021 | Presseinfo Nr. 92

Im Oktober sind die Arbeitslosenzahlen weiter deutlich gesunken

Im Oktober sind die Arbeitslosenzahlen weiter deutlich gesunken. Insgesamt waren 6.034 Menschen arbeitslos. Das waren 315 oder 5,0 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen lag mit einem Minus von 294 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen weiter deutlich gesunken
  • Ende Oktober waren 6.034 Menschen aus dem Kreis Euskirchen
    arbeitslos.
    Das sind 315 oder 5,0 Prozent weniger als im September
    2021.
  • Die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen lag bei 5,7 Prozent
  • 885 Zugänge in Arbeitslosigkeit
    Zum Vormonat 77 oder 8,0 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit.
    Davon erfolgten 381 Zugänge aus Erwerbstätigkeit
    (-19 oder -4,8 Prozent zum Vormonat)
  • 1.183 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit
    Plus 85 oder +7,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen
    457 Menschen eine Erwerbstätigkeit (+6 oder +1,3 Prozent zum
    Vormonat)
  • Zahl der neu gemeldeten Stellen gestiegen
    Der Agentur für Arbeit wurden im Oktober 424 Arbeitsstellen gemeldet,
    das sind 38 oder 9,8 Prozent mehr Stellen als im Vormonat und 23 oder
    5,7 Prozent mehr als im Oktober 2020.
Gesamtentwicklung

Im Oktober sind die Arbeitslosenzahlen weiter deutlich gesunken. Insgesamt waren 6.034 Menschen arbeitslos. Das waren 315 oder 5,0 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen lag mit einem Minus von 294 oder 4,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.


„Im Zuge der Herbstbelebung hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2021 gegenüber dem Vormonat um 315 auf nun 6.034 Arbeitslose verringert. Der Arbeitsmarkt erholt sich somit schrittweise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und entwickelt sich weiter positiv. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen ab, gleichzeitig sinkt die Zahl der Kurzarbeiter deutlich“, sagt Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl heute zu den neuesten Arbeitsmarktdaten aus dem Kreis Euskirchen. „Von den aktuellen Erholungstendenzen am Arbeitsmarkt profitieren aber leider nicht alle Menschen gleichermaßen - insbesondere Menschen, die über keine formal ausreichende Qualifizierung verfügen, haben es häufig schwerer, zurück in eine Beschäftigung zu finden. Eine Qualifizierung ist in vielen Fällen der beste Weg, um die Chancen der wieder anspringenden Wirtschaft auch für sich nutzen zu können“. Der Leiter der Brühler Arbeitsagentur ist sicher, dass die Beratungsfachkräfte der Arbeitsagentur für alle, die sich weiterbilden und qualifizieren wollen, die richtigen Angebote finden und hilfreiche Unterstützung bieten.
Im Rückblick mache die aktuelle positive Entwicklung weiter deutlich, so Imkamp, wie wichtig es gewesen sei, während der Pandemie konsequent auf das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeit zu setzen. „Das Instrument der Kurzarbeit sichert Beschäftigung und verhindert Arbeitslosigkeit. Auch wenn die verkürzte Arbeit viele Menschen auf eine harte Probe gestellt hat, so muss man auch sehen, dass ohne Kurzarbeit die Zahl der arbeitslosen Menschen deutlich stärker gestiegen wäre.Zudem wären viele Arbeitsplätze wahrscheinlich dauerhaft verloren gegangen. So aber blieb der Arbeitsmarkt erfreulich stabil“, so Imkamp.


Konjunkturelle Kurzarbeit


Für den September 2021 legte die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigten im September insgesamt 21 Unternehmen aus dem Kreis Euskirchen Kurzarbeit an. In den Anzeigen wurden der Arbeitsagentur für September 2021 insgesamt 481 Personen genannt. Im September 2020 waren es 11 Unternehmen für 41 darin aufgeführte Personen. Für den Oktober 2021 erfasste die Statistik vorläufige Zahlen für den Zeitraum 01. Oktober bis 24. Oktober 2021. Demzufolge zeigten im Oktober insgesamt 6 Unternehmen Kurzarbeit an. In den Anzeigen wurden für Oktober voraussichtlich insgesamt 236 Personen genannt.
*Die Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine schriftliche Anzeige bei der zuständigen Agentur für Arbeit (Betriebssitz) erstatten; dies hat spätestens bis zum Ende des Monats zu erfolgen, für den erstmalig Leistungen bezogen werden sollen. Für Saison-Kurzarbeit gibt es keine Anzeigepflicht mehr. Anzeigen sind nur noch für konjunkturelle Kurzarbeit (§ 96 SGB III) sowie für Transferkurzarbeit (§ 111 SGB III) abzugeben.
Nach Bewilligung der Anzeige durch die Agentur für Arbeit kann der Betrieb für jeden Kalendermonat, in dem Kurzarbeit stattfand, einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen; dies hat innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Kalendermonaten zu erfolgen. Die für die Zahlung notwendigen Angaben werden in einer Abrechnungsliste vermerkt, die durch die Agentur für Arbeit anschließend dahingehend geprüft wird, ob ein Leistungsanspruch besteht, bewilligt und ausgezahlt werden kann


Unterbeschäftigung


Insgesamt konnten 6.890 Menschen aus dem Kreis Euskirchen zum Zähltag im Oktober keiner regulären Beschäftigung nachgehen (sogenannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung mit 275 oder 3,8 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um 418 oder 5,7 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen im Oktober bei 6,4 anstatt bei 5,7 Prozent gelegen.
*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher. Die ausgewiesenen Daten zur Unterbeschäftigung sind vorläufig und hochgerechnet.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen


In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 198 oder 8,0 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Kreis Euskirchen gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 2.285 Kunden aus dem Kreis Euskirchen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 523 oder 18,6 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.
Die Zahl der vom Jobcenter EU-aktiv (gemeinsame Einrichtung des Kreises Euskirchen und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im Oktober um 117 oder 3,0 Prozent gesunken. Aktuell sind 3.749 Frauen und Männer beim Jobcenter EU-aktiv arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 229 oder 6,5 Prozent gestiegen.


Arbeitslosenquote


Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,3 Prozentpunkte und beträgt aktuell 5,7 Prozent. Im Oktober 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Euskirchen 6,0 Prozent.


Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen


Im Oktober meldeten sich 885 Männer und Frauen arbeitslos, 77 oder 8,0 Prozent weniger als im Vormonat und 168 oder 16,0 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im aktuellen Monat 381, das sind 19 oder 4,8 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -68 oder -15,1 Prozent). Bis zum Zähltag im Oktober meldeten sich insgesamt 201 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 49 oder 19,6 Prozent weniger gezählt (zum Vorjahr: -51 oder -20,2 Prozent).
Den im Oktober arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 1.183 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 85 oder 7,7 Prozent mehr als im letzten Monat und 48 oder 4,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 457 Personen und damit 6 oder 1,3 Prozent mehr als im letzten Monat (+29 oder +6,8 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 262 Menschen (keine Veränderung zum Vormonat; -35 oder -11,8 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.


Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Junge Arbeitslose unter 25 Jahren


Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 469. Davon entfielen 189 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 280 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 84 oder 15,2 Prozent weniger als im Vormonat (Veränderung SGB III zum Vormonat: -47 oder -19,9 Prozent, SGB II: -37 oder -11,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 135 oder 22,4 Prozent gesunken (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: -85 oder -31,0 Prozent, SGB II: -50 oder -15,2 Prozent).


Langzeitarbeitslose


Insgesamt 2.814 (davon SGB III: 497, SGB II: 2.317) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -8 oder -0,3 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: -12 oder -2,4 Prozent, SGB II: +4 oder +0,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 506 oder 21,9 Prozent (SGB III: -1 oder -0,2 Prozent, SGB II: +507 oder +28,0 Prozent) mehr Langzeitarbeitslose gezählt.


Ältere Arbeitslose


Insgesamt 2.294 (davon SGB III: 1.154, SGB II: 1.140) ältere Menschen über 50 Jahre waren im Oktober im Kreis Euskirchen arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem Vormonat um 58 oder 2,5 Prozent (SGB III: -44 oder -3,7 Prozent, SGB II: -14 oder -1,2 Prozent). Das sind 77 oder 3,5 Prozent ältere Männer und Frauen mehr als im letzten Jahr (SGB III: -101 oder -8,0 Prozent, SGB II: +178 oder +18,5 Prozent).


Stellenangebote


Arbeitgeber meldeten im Oktober 424 neue Arbeitsstellen, das waren 38 oder 9,8 Prozent mehr als im letzten Monat und 23 oder 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 1.781 Arbeitsstellen aus dem Kreis Euskirchen im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Minus von 9 oder 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 276 Stellen mehr (+18,3 Prozent).


Aktive Arbeitsmarktpolitik


299 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +23 oder +8,3 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies -36 oder -10,7 Prozent. 90 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (-30 oder -25,0 Prozent zum Vormonat, -91 oder -50,3 Prozent zum Vorjahresmonat), 166 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+10 oder +6,4 Prozent gegenüber Vormonat und -35 oder -17,4 Prozent zum Vorjahresmonat).

Pressesprecher der Agentur für Arbeit Brühl

Frau Nicole Cuvelier