30.11.2021 | Presseinfo Nr. 94

Im November sind die Arbeitslosenzahlen weiter gesunken.

Im November sind die Arbeitslosenzahlen weiter gesunken. Insgesamt waren 16.317 Menschen arbeitslos. Das waren 449 oder 2,7 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen lag mit einem Minus von 1.896 oder 10,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

  • Arbeitslosenzahlen weiter deutlich gesunken
  • Ende November waren 16.317 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis arbeitslos. Das sind 449 oder 2,7 Prozent weniger als im Oktober 2021.
  • Die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis lag bei 6,3 Prozen
  • 2.536 Zugänge in ArbeitslosigkeitZum Vormonat 178 oder 6,6 Prozent weniger Zugänge in Arbeitslosigkeit. Davon erfolgten 966 Zugänge aus Erwerbstätigkeit (-142 oder -12,8 Prozent zum Vormonat)
  • 2.976 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Minus 27 oder -0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Davon begannen 994 Menschen eine Erwerbstätigkeit (-45 oder -4,3 Prozent zum Vormonat)
  • Zahl der neu gemeldeten Stellen gesunken. Der Agentur für Arbeit wurden im November 707 Arbeitsstellen gemeldet, das sind 126 oder 15,1 Prozent weniger Stellen als im Vormonat und 116 oder 19,6 Prozent mehr als im November 2020
Gesamtentwicklung

Im November sind die Arbeitslosenzahlen weiter gesunken. Insgesamt waren 16.317 Menschen arbeitslos. Das waren 449 oder 2,7 Prozent weniger als im Vormonat. Der Bestand der Arbeitslosen lag mit einem Minus von 1.896 oder 10,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

„Die Herbstbelebung hat auch in diesem Monat die Arbeitslosenzahlen weiter deutlich sinken lassen. In den nächsten Monaten ist aus saisonalen Gründen mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen, ich erwarte hier aber keine großen Ausreißer.“ kommentiert Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl, die neuesten Arbeitsmarktdaten.

„Die Jüngeren unter 25 Jahren sind zurzeit besonders gefragt, sie haben guten Chancen, schon nach kurzer Arbeitslosigkeit eine neue Stelle anzutreten. Hier ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November 2020 um 380 oder 24,2 Prozent auf 1.193 Arbeitslose gesunken. Für eine andere Personengruppe, nämlich die rund 1.400 schwerbehinderten Arbeitslosen aus dem Rhein-Erft-Kreis ist es dagegen deutlich schwieriger, wieder in den Arbeitsmarkt hineinzukommen. Hier ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 46 oder 3,4 Prozent gestiegen“, bedauert Imkamp. Der Arbeitsmarktexperte betont: „Wenn Fachkräfte knapper werden, ist das umso mehr ein Grund, die Potenziale aller Arbeitslosen zu nutzen. Viele schwerbehinderte Arbeitslose sind gut oder sogar ausgezeichnet qualifiziert. Etliche würden unterhalb ihres Qualifikationsniveaus arbeiten, um wieder eine Stelle zu finden. Sie wünschen sich nichts mehr, als dass Arbeitgeber ihnen eine Chance geben, ihre Fähigkeiten, ihre Anpassungsbereitschaft und ihren Einsatzwillen zu beweisen.“ 

Regelmäßig nutzt auch die Bundesagentur für Arbeit den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 03.12. um in einer bundesweiten Aktionswoche (29.11 bis 03.12.21) auf die besondere Situation der Menschen mit einer Behinderung auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen. Zielsetzung ist, sowohl die Öffentlichkeit, insbesondere die Arbeitgeber, besonders im Bereich der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung, für das Thema zu sensibilisieren.“, so Imkamp abschließend.

Die Regionaldirektion NRW hat zum Arbeitsmarkt für Menschen mit einer schweren Behinderung die Arbeitsmarkt-Broschüre „Thema im Fokus: Schwerbehinderte Menschen“ aufgelegt, die im Internet zum Download bereit steht: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/arbeitsmarkt-analysieren/arbeitsmarkt-analysieren 

Konjunkturelle Kurzarbeit

Für den Oktober 2021 legte die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigten im Oktober insgesamt 27 Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis Kurzarbeit an. In den Anzeigen wurden der Arbeitsagentur für Oktober 2021 insgesamt 260 Personen genannt. Im Oktober 2020 waren es 60 Unternehmen für 535 darin aufgeführte Personen. Für den November 2021 erfasste die Statistik vorläufige Zahlen für den Zeitraum 01. November bis 24. November 2021. Demzufolge zeigten im November insgesamt 16 Unternehmen Kurzarbeit an. In den Anzeigen wurden für November voraussichtlich insgesamt 60 Personen genannt. 

*Die Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine schriftliche Anzeige bei der zuständigen Agentur für Arbeit (Betriebssitz) erstatten; dies hat spätestens bis zum Ende des Monats zu erfolgen, für den erstmalig Leistungen bezogen werden sollen. Für Saison-Kurzarbeit gibt es keine Anzeigepflicht mehr. Anzeigen sind nur noch für konjunkturelle Kurzarbeit (§ 96 SGB III) sowie für Transferkurzarbeit (§ 111 SGB III) abzugeben.

Nach Bewilligung der Anzeige durch die Agentur für Arbeit kann der Betrieb für jeden Kalendermonat, in dem Kurzarbeit stattfand, einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen; dies hat innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Kalendermonaten zu erfolgen. Die für die Zahlung notwendigen Angaben werden in einer Abrechnungsliste vermerkt, die durch die Agentur für Arbeit anschließend dahingehend geprüft wird, ob ein Leistungsanspruch besteht, bewilligt und ausgezahlt werden kann  

Unterbeschäftigung

Insgesamt konnten 19.197 Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis zum Zähltag im November keiner regulären Beschäftigung nachgehen (sogenannte Unterbeschäftigung*). Damit lag die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung mit 368 oder 1,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats und um 2.507 oder 11,6 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Der Entlastungseffekt durch arbeitsmarktpolitische Aktivitäten ist weiterhin beachtlich. Ohne die Entlastung hätte die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis im November bei 7,3 anstatt bei 6,3 Prozent gelegen.

*) Der Begriff der Unterbeschäftigung erweitert den Begriff der Arbeitslosigkeit und bildet das Defizit an regulärer Beschäftigung umfassender ab. Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen zählt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur Unterbeschäftigung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (z.B. Berufliche Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder in Aktivierungs- und berufliche Eingliederung) sowie Personen in bestimmten rechtlichen Sonderstatus (z.B. Vorruhestandsähnliche Regelungen, Arbeitsunfähigkeit). Würden diese Personen nicht an der jeweiligen Maßnahme teilnehmen oder unter den jeweiligen Sonderstatus fallen, läge die Arbeitslosigkeit entsprechend höher. Die ausgewiesenen Daten zur Unterbeschäftigung sind vorläufig und hochgerechnet.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wurden im Vergleich zum Vormonat insgesamt 238 oder 4,2 Prozent weniger Arbeitslose aus dem Rhein-Erft-Kreis gezählt. Insgesamt betreut die Brühler Arbeitsagentur damit aktuell 5.388 Kunden aus dem Rhein-Erft-Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2.252 oder 29,5 Prozent weniger Arbeitslose verzeichnet.

Die Zahl der vom Jobcenter Rhein-Erft (gemeinsame Einrichtung des Rhein-Erft-Kreises und der Arbeitsagentur) betreuten Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist im November um 211 oder 1,9 Prozent gesunken. Aktuell sind 10.929 Frauen und Männer beim Jobcenter Rhein-Erft arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 356 oder 3,4 Prozent gestiegen.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen sank um 0,2 Prozentpunkte und beträgt aktuell 6,3 Prozent. Im November 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Rhein-Erft-Kreis 7,1 Prozent. 

Arbeitslosmeldungen und Arbeitsaufnahmen 

Im November meldeten sich 2.536 Männer und Frauen arbeitslos, 178 oder 6,6 Prozent weniger als im Vormonat und 661 oder 20,7 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im aktuellen Monat 966, das sind 142 oder 12,8 Prozent weniger als im Vormonat (zum Vorjahr: -317 oder -24,7 Prozent). Bis zum Zähltag im November meldeten sich insgesamt 628 Personen nach einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat wurden hier 93 oder 12,9 Prozent weniger gezählt (zum Vorjahr: -316 oder -33,5 Prozent).

Den im November arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 2.976 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, 27 oder 0,9 Prozent weniger als im letzten Monat und 244 oder 7,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 994 Personen und damit 45 oder 4,3 Prozent weniger als im letzten Monat (-172 oder -14,8 Prozent zum Vorjahresmonat) nahmen eine abhängige Beschäftigung auf. Insgesamt 664 Menschen (-90 oder -11,9 Prozent zum Vormonat; -134 oder -16,8 Prozent zum Vorjahresmonat) begannen eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme. 

Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Junge Arbeitslose unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jahre jungen Menschen sank auf 1.193. Davon entfielen 445 auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 748 auf die Grundsicherung (SGB II). Das waren 88 oder 6,9 Prozent weniger als im Vormonat (Veränderung SGB III zum Vormonat: -27 oder -5,7 Prozent, SGB II: -61 oder -7,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren um 380 oder 24,2 Prozent gesunken (Veränderung SGB III zum Vorjahresmonat: -280 oder -38,6 Prozent, SGB II: -100 oder -11,8 Prozent).

Langzeitarbeitslose

Insgesamt 7.939 (davon SGB III: 982, SGB II: 6.957) Menschen waren länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung; -52 oder -0,7 Prozent zum Vormonat (davon SGB III: -21 oder -2,1 Prozent, SGB II: -31 oder -0,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 806 oder 11,3 Prozent (SGB III: -207 oder -17,4 Prozent, SGB II: +1.013 oder +17,0 Prozent) mehr Langzeitarbeitslose gezählt.

Ältere Arbeitslose 

Insgesamt 5.999 (davon SGB III: 2.525, SGB II: 3.474) ältere Menschen über 50 Jahre waren im November im Rhein-Erft-Kreis arbeitslos gemeldet. Die Betroffenheit sank gegenüber dem Vormonat um 129 oder 2,1 Prozent (SGB III: -85 oder -3,3 Prozent, SGB II: -44 oder -1,3 Prozent). Das sind 198 oder 3,2 Prozent ältere Männer und Frauen weniger als im letzten Jahr (SGB III: -471 oder -15,7 Prozent, SGB II: +273 oder +8,5 Prozent). 

Stellenangebote 

Arbeitgeber meldeten im November 707 neue Arbeitsstellen, das waren 126 oder 15,1 Prozent weniger als im letzten Monat und 116 oder 19,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Brühl 4.327 Arbeitsstellen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Bestand, gegenüber dem letzten Monat ist dies ein Minus von 14 oder 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 864 Stellen mehr (+24,9 Prozent). 

Aktive Arbeitsmarktpolitik

829 Menschen bereiteten sich durch die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung auf eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vor, +18 oder +2,2 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies -48 oder -5,5 Prozent. 662 Menschen nahmen an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil (+10 oder +1,5 Prozent zum Vormonat, -214 oder -24,4 Prozent zum Vorjahresmonat), 459 Menschen wurden in ihrer Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert (+2 oder +0,4 Prozent gegenüber Vormonat und +19 oder +4,3 Prozent zum Vorjahresmonat).

Pressesprecher der Agentur für Arbeit Brühl

Frau Nicole Cuvelier