05.03.2021 | Presseinfo Nr. 11

Internationaler Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März veröffentlicht die Arbeitsagentur die Beschäftigungsdaten Chemnitzer Frauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Überdurchschnittlich viele Frauen in Chemnitz gehen einer beruflichen Tätigkeit nach und verfügen über ein hohes Qualifikationsniveau.

Frauenanteil an der Beschäftigung liegt bei 49 Prozent

Von den im Juni 2020 insgesamt 116.152 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Chemnitz sind 57.030 Frauen. Damit liegt der Frauenanteil an der Gesamtbeschäftigung bei 49 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen um 590 oder ein Prozent gesunken.

Erwerbsbeteiligung liegt über dem bundesweiten Durchschnitt

Die Beschäftigungsquote der Chemnitzer Frauen liegt bei 62,9 Prozent. Sie bleibt damit auf dem Vorjahresniveau. Im Bundesschnitt liegt die Quote bei 57,6 Prozent. Demnach sind in Chemnitz überdurchschnittlich viele Frauen in einer Erwerbstätigkeit.

(Die Beschäftigungsquote gibt den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 15 bis unter 65 Jahren an der gleichaltrigen Bevölkerung an. Beamte, Selbständige und andere nicht sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige sind in der Kennzahl nicht berücksichtigt.)

Hohes Qualifikationsniveau der weiblichen Beschäftigten

Mehr als 90 Prozent der Arbeitnehmerinnen in Chemnitz verfügen über einen anerkannten beruflichen oder akademischen Abschluss. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 82,9 Prozent. Rund 60 Prozent arbeiten als Fachkraft und 27,6 Prozent auf Experten- oder Spezialisten-Niveau. Der Anteil der Helferinnen liegt bei 13,1 Prozent.

Jede zweite Frau in Chemnitz arbeitet in Teilzeit

Von den 57.030 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Chemnitz sind 28.367 in Vollzeit und 28.663 in Teilzeit beschäftigt. Damit liegt der Teilzeitanteil bei 50,3 Prozent.

Der Anteil der Chemnitzer Männer, die in Teilzeit arbeiten, liegt bei 13,4 Prozent. 86,6 Prozent der männlichen Arbeitnehmer gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach.

„Die Gesellschaft und die Arbeitswelt verändern sich ständig und damit auch traditionelle Rollenmuster. Das fängt bei der Berufswahl an und setzt sich im Arbeitsprozess fort. Die Arbeitsagentur möchte bereits junge Mädchen für Berufe im mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bereich begeistern. Gerade Chemnitz als Technologiestandort bietet sich dafür perfekt an. Hier gilt es für junge Frauen noch einige Bereiche zu erobern. Aktuell liegt der Frauenanteil in diesen Berufsgruppen bei unter 20 Prozent. Es ist demnach noch eine Menge Luft nach oben. Die Jugendberufsagentur Chemnitz unterstützt junge Frauen dabei, ihren beruflichen Start zu finden. Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sind für Frauen da, die den Wiedereinstieg in den Beruf, zum Beispiel nach der Elternzeit, meistern wollen", fasst Angelika Hugel, Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur zusammen.