01.06.2021 | Presseinfo Nr. 29

Noch fast drei freie Stellen für jeden Bewerber einer Ausbildungsstelle

Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen hoch. Der regionale Ausbildungsmarkt bietet jungen Menschen damit weiterhin beste Möglichkeiten für den Berufseinstieg. Jugendliche im Bezirk der Agentur für Arbeit Coesfeld, die für diesen Sommer noch keine Ausbildungsstelle finden konnten oder noch unentschlossen sind, sollten jetzt die nach wie vor zahlreichen Möglichkeiten aktiv nutzen. Rein rechnerisch steht jedem von Ihnen noch 2,85 freie Ausbildungsstellen zur Verfügung. Damit ist bis zum Start der Ausbildungen im August noch vieles möglich.

Aktuell treffen auf 771 noch suchende gemeldete Bewerber 2.197 freie Stellen. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir einmal so eine gute Situation für Jugendliche hatten. Und dennoch haben wir den Eindruck, dass zahlreiche jungen Menschen auch unter dem Eindruck der bisherigen pandemiebedingten Einschränkungen diese Chancen für sich noch nicht erkannt haben. Manche haben sich daher in andere Richtungen orientiert oder sich im schlechtesten Fall noch gar nicht auf den Weg gemacht. Dies wäre aus unserer Sicht genau die falsche Reaktion“, betont Rolf Heiber, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld. „Wer aktuell noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte spätestens jetzt seine Aktivitäten nun dringend überprüfen, ausweiten und auch Alternativen ins Auge fassen.“ Dabei rät der Experte vor allem auch Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen: „Das sind die Profis, die mit wichtigen Tipps und Anregungen sehr schnell helfen können. Eltern sollte ihre Kinder dabei ausdrücklich ermuntern und unterstützen. „Offensichtlich kursiert immer noch die Vermutung, dass wegen der Corona-Pandemie nicht oder deutlich weniger ausgebildet werde. Dem ist aber keinesfalls so. Die Unternehmen in unserer Region suchen weiterhin dringend Nachwuchskräfte. Es wäre schade, wenn junge Menschen diese Chancen nicht ergreifen.“ Daher appelliert er an die Jugendlichen bei Zweifeln oder Fragen auf die Berufsberatung zuzugehen.

Die bisherigen Entwicklungen bergen durchaus die Gefahr für die Unternehmen, dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach 2020 noch einmal geringer ausfallen könnten. Denn im aktuellen Berichtsjahr, das im Oktober 2020 begonnen hat, meldeten sich mit 2.697 Jugendlichen 551 weniger bei der Arbeitsagentur als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Trotz der Corona Pandemie meldeten die Unternehmen 4.611 freie Ausbildungsstellen im laufenden Berichtsjahr und damit 52 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Zahlreiche Ausbildungsstellen, vor allem im Verkauf, dem Lager oder auch einigen Kaufmännischen Berufen sind weiterhin unbesetzt und warten auf junge Talente. Aber auch in vielen anderen Berufen gibt es zu diesem Zeitpunkt noch Möglichkeiten. „Zum Endspurt des aktuellen Ausbildungsjahres ist noch vieles möglich, sowohl für die jungen Menschen wie für die Unternehmen“, so Heiber.