30.10.2019 | Presseinfo Nr. 43

Zahl der Arbeitslosen sinkt im Oktober leicht!

Arbeitslosenzahl im Oktober: -105 auf 18.696
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 48
Arbeitslosenquote im Oktober: 4,1 Prozent

Arbeitslosigkeit

Die Situation auf dem südhessischen Arbeitsmarkt hat sich im Oktober wieder leicht gebessert. Es muss nun abgewartet werden, wie sich die globalen Einflüsse, wie z.B. der Brexit und die Entwicklung in der Automobilindustrie weiter auf den regionalen Arbeitsmarkt in Südhessen auswirken,“ betont Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt.

Im Oktober waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 18.696 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 105 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt unverändert bei 4,1 Prozent. Im Vorjahr waren es ebenfalls 4,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), also im beschäftigungsnahen Bereich, nahm die Zahl der Arbeitslosen um 39 (Bestand 6.689) Personen ab. In der Grundsicherung (SGB II) kam es zu einem Rückgang von 66 Personen (12.007 Personen).

Männer und Frauen

Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer um 74 (-0,7 Prozent, Bestand 10.122). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Rückgang von 34 Männern (-0,3 Prozent).

Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im Oktober bei 8.574. Hier kam es in diesem Monat zu einem Rückgang von 31 Frauen (-0,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 82 Frauen (+1,0 Prozent).

Jugendliche unter 25 Jahre

Im Agenturbezirk waren in diesem Monat 1.829 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist im Oktober die Jugendarbeitslosigkeit um 191 (-9,5 Prozent) gesunken. Der Anteil der 15- bis unter 25-Jährigen beträgt 9,8 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe liegt bei 3,8 Prozent.

„Viele Jugendliche haben nach abgeschlossener Ausbildung eine Anschlussbeschäftigung gefunden,“ erläutert Birgit Förster.

Ältere Arbeitnehmer

Im Oktober waren 6.205 Arbeitslose 50 Jahre und älter. Hier kam es zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe von 59 Personen (Vormonat: 6.146).

Ausländer

Im aktuellen Berichtsmonat waren 7.178 Ausländer im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt arbeitslos gemeldet (Vormonat: 7.163, +0,2 Prozent).

Gesonderte Betrachtung der Landkreise

Landkreis Bergstraße

Im Oktober waren im Landkreis Bergstraße 4.931 (Vormonat: 4.915 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 16 Personen (+0,3 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 5.078) sank die Arbeitslosenzahl um 147 Personen (-2,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,5 Prozent.

Kreisfreie Stadt Darmstadt

Im Oktober waren in Darmstadt 4.424 (Vormonat 4.471) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 47 (-1,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:4.256) stieg die Arbeitslosenzahl um 168 Personen (+3,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 5,0 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,9 Prozent.

Landkreis Darmstadt-Dieburg

Im Oktober waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 7.033 (Vormonat 7.135) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 102 (-1,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 7.177) sank die Arbeitslosenzahl um 144 Personen (-2,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,2 Prozent im Vorjahr waren es 4,4 Prozent.

Odenwaldkreis

Im Oktober waren im Odenwaldkreis 2.308 (Vormonat: 2.280) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 28 (+1,2 Prozent) Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:2.137) stieg die Arbeitslosenzahl um 171 Personen (+8,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,4 Prozent im Vorjahr waren es 4,1 Prozent.

Gemeldete Stellen (ungefördert)

Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im Oktober 1.389 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen; 74 (-5,1 Prozent) weniger im Vergleich zum September und 158 (-10,2 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt waren im Oktober 6.292 offene Stellen im Bestand, also 23 (-0,4 Prozent) weniger als noch vor einem Monat und 234 (-3,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Unternehmen in Südhessen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch kostenfrei unter der Arbeitgeber- Rufnummer 0800 4 5555 20 oder per E- Mail unter Darmstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Ausbildungsmarkt

Ausbildungsmarkt -  Berichtsjahr 2018/2019

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Südhessen ist für die Jugendlichen weiterhin positiv. 

Die Zahl betrieblicher Ausbildungsangebote ist in diesem Berichtszeitraum fast konstant geblieben und auch die Zahl der Bewerber in Südhessen ist trotz einem leichten Rückgang, immer noch auf einem hohen Niveau. Im Ergebnis gab es Anfang Oktober weniger unbesetzte Stellen als unversorgte Bewerber.

 „Das Ausbildungsangebot in Südhessen ist auf hohem Niveau und es besteht ein hoher Bedarf an Nachwuchskräften. Wie auch schon in den Vorjahren nehmen jedoch die Schwierigkeiten zu, die Ausbildungsangebote der Betriebe und die Nachfrage der Bewerber/innen zusammenzuführen. Das liegt zum einen am Trend zum höheren Schulabschluss und zum anderen, an der traditionellen Berufswahl der Jugendlichen. Die Agentur für Arbeit Darmstadt hat die Berufsberatung pünktlich zum Schuljahresbeginn neu aufgestellt und weitet die persönliche Beratung erheblich aus. Zukünftig beraten die Expertinnen und Experten der Berufsberatung vorrangig an den Schulen selbst. Die Berufsberater und Berufsberaterinnen sind ab sofort noch stärker dort, wo junge Menschen ohnehin unterwegs sind. Zugleich zeigt die BA ein Jahr früher Präsenz an den Schulen. So startet die Berufsorientierung beim geplanten Schulabgang nach der zehnten Klasse bereits in der Klassenstufe 8. An Gymnasien sind die Berufsberater ab der Klasse 9 unterwegs. „Wir wollen junge Menschen noch intensiver unterstützen und setzen deswegen früher an. Das schafft Zeit, um sich mit den Wunschberufen näher zu befassen und dann den richtigen Weg zu gehen. Auch Eltern sollen noch stärker in die Beratung einbezogen werden. Erfreulich ist, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger unbesetzte Ausbildungsstellen und weniger unversorgte Bewerber/innen vorliegen.“ betont Birgit Förster.

Die duale Ausbildung ist das Erfolgsmodell für den Berufsstart und bleibt das wichtigste Instrument zur Sicherung der Fachkräfte im eigenen Betrieb. Die Unternehmen in Südhessen haben im Berichtsjahr 14 (-0,3 Prozent) betriebliche Ausbildungsstellen weniger gemeldet als im Vorjahr. Damit belief sich die Gesamtzahl betrieblicher Lehrstellen auf 4.391.

Seit Beginn des Berichtsjahres haben sich trotz des ungebrochenen Trends nach einem höherwertigen Schulabschluss 5.188 Bewerber bei der Arbeitsagentur gemeldet. Dies sind 71 (-1,4 Prozent) Bewerber weniger als im Vorjahr.

Am 30. September, dem Ende des Beratungsjahres und damit Bilanzstichtag für die Situation auf dem Ausbildungsmarkt waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt noch 147 (Vorjahr 228) junge Menschen als Bewerber um Ausbildungsstellen gemeldet. Gleichzeitig hielten die Betriebe der Region noch 125 (Vorjahr 465) Ausbildungsplätze zur sofortigen Besetzung zur Verfügung.

Der Ausbildungsstellenmarkt ist immer noch in Bewegung und auch zu diesem Zeitpunkt ist ein Einstieg in das aktuelle Ausbildungsjahr noch möglich. Nach wie vor konzentriert sich mehr als ein Drittel aller Bewerber und Bewerberinnen bei der Auswahl ihres Ausbildungswunsches auf die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe. Obwohl es mehr als 350 anerkannte Ausbildungsberufe gibt, verändern sich die Wünsche der Ausbildungsbewerber seit Jahren kaum, lediglich die Rangfolgen variieren. Die jungen Männer und Frauen wählen vor allem klassische Handel- und Kaufmannsberufe.

 „Jugendliche, die immer noch auf der Suche sind, sollten unbedingt über Alternativen zum Traumberuf nachdenken und die Angebote unserer Berufsberatung nutzen. Dies gilt im Übrigen auch für alle Schulabsolventen oder Studienzweifler.
Eine gute Gelegenheit um sich über Ausbildungsstellen zu informieren und direkt auf die Arbeitgeber in der Region zuzugehen finden junge Menschen am 12.11.2019 von 09:00 - 12:00 Uhr auf der Berufswahlbörse „Early Bird“ im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt." so Förster weiter.

Termine für Beratungsgespräche können telefonisch unter Rufnummer: 0800 4 5555 00 oder persönlich in der Agentur für Arbeit vereinbart werden. Betriebe, die noch Ausbildungsstellen anbieten können, erreichen die Agentur für Arbeit unter Hotline: 0800 4 5555 20.

Gesamter Arbeitsmarktreport und weiterführendes Zahlenmaterial

Hier finden Sie den geamten Arbeitsmarktbericht für September 2019 (PDF, 874 KB).

Pressesprecherin

Judith Sturm

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E-Mail: Darmstadt.PresseMarketing@arbeitsagentur.de

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Statistik

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zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt
in der Region Südhessen.