31.03.2020 | Presseinfo Nr. 17

Arbeitsagentur Darmstadt: Rund 4.400 Unternehmen zeigen Kurzarbeit an

Unternehmen setzen auf Kurzarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten. Arbeitsagentur organisiert sich im laufenden Betrieb um, damit finanzielle Leistungsauszahlungen rechtzeitig ausgezahlt werden können. Finanzen für Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld sind Pflichtleistungen und daher nicht limitiert.

"Eine große Zahl der südhessischen Betriebe melden Kurzarbeit an, um dadurch die Folgen der Corona-Krise zu mindern. Aktuell können wir noch nicht absehen, wie sich die Krise auf die Entwicklung der regionalen Arbeitslosigkeit auswirkt. Aus der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 wissen wir, dass viele Unternehmen an ihren Fachkräften festgehalten haben. Die auch diesmal sehr hohe Anzahl an Anzeigen von Kurzarbeit spricht auch jetzt dafür, dass die Unternehmen versuchen, Ihre Beschäftigten im Betrieb zu halten. Während der Finanzkrise waren aber vor allem mittlere und große Unternehmen betroffen. Wir haben es jetzt mit einer anderen Situation zu tun, weil neben großen Unternehmen etwa auch Kleinunternehmen wie Friseure, Gastronomen oder Messebauer Kurzarbeit anmelden,“ betont Birgit Förster, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Darmstadt.

Bisher gibt es noch keine stabile Datenbasis der Kurzarbeit, was am Verfahren liegt. Wenn Betriebe Kurzarbeit planen, müssen sie das bei der Agentur für Arbeit zunächst anzeigen. Ohne Anzeige ist später keine Zahlung möglich. Wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen. Erst danach liegen endgültige Daten darüber, wie viele Personen genau kurzgearbeitet haben, in welcher Branche und wie groß der Arbeitsausfall war.

Der erste und bislang einzige Anhaltspunkt, den die Arbeitsagenturen momentan haben, ist die Zahl der Anzeigen, die in den Agenturen eingehen. Aber auch hier gibt es Unschärfen, denn aktuell greifen sehr viele auch kleinere Betriebe auf Kurzarbeit zurück. Die Arbeitsbelastung ist derzeit extrem hoch. Daher ist ein erheblicher Teil der Anzeigen noch nicht erfasst. Zudem können auch Doppelungen vorliegen, denn Arbeitgeber nutzen im Moment alle Kanäle, um Kurzarbeit anzuzeigen: Sie melden sich per Mail, über die Website und telefonisch. Hinter einer Anzeige von Kurzarbeit kann sich ein kleiner Betrieb mit wenigen Mitarbeitern oder ein Großbetrieb verbergen.

Die Sondererhebung zeigt, dass im Agenturbezirk Darmstadt bislang insgesamt rund 4.400 Anzeigen zu Kurzarbeit eingegangen sind. Genauere Informationen zu den aktuellen Anzeigen haben wir erst, wenn diese vollständig erfasst sind.

Die Bundesagentur bittet Arbeitgeber, neben den Servicerufnummern auch das Online Angebot zu nutzen. Sowohl die Anzeige als auch die Beantragung von Kurzarbeitergeld können schnell, sicher und jederzeit online erfolgen (https://www.arbeitsagentur.de/eservices-unternehmen).

Hintergrundinformationen

Informationen zum Thema Kurzarbeit und zu den neuen Regelungen finden Arbeitgeber auch auf den Internetseiten der BA: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit.

Weitere Hilfen bieten die Videos zum Kurzarbeitergeld:

Voraussetzungen: https://www.youtube.com/watch?v=GZnn1Ra1Jxs

Verfahren: https://www.youtube.com/watch?v=gRopyp-PEUI

Pressesprecherin

Judith Sturm

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