01.07.2020 | Presseinfo Nr. 32

Arbeitsmarkt im Juni –Arbeitslosigkeit weiter gestiegen

Arbeitslosenzahl im Juni:                              +792 auf 23.613
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:       +4.196
Arbeitslosenquote im Juni:                            5,2 Prozent
 

Arbeitslosigkeit

„Üblicherweise ist von Mai auf Juni ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. In diesem Jahr ist der Arbeitsmarkt wegen der Corona-Pandemie jedoch weiterhin stark angespannt.

Die Arbeitslosigkeit ist auch im Juni wieder gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April und im Mai. Erfreulich sind die vermehrten Stellenmeldungen aus dem Bereich der Gastronomie, was mit den gelockerten Corona Bestimmungen zusammenhängt. Ein schnelles Ende der Corona-bedingten Belastungen der Wirtschaft ist in den nächsten Monaten aber nicht in Sicht!““ so Birgit Förster, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Darmstadt.

Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 23.613 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 792 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 5,2 Prozent. Im Vorjahr waren 4,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), also im beschäftigungsnahen Bereich, nahm die Zahl der Arbeitslosen um 406 (Bestand 9.975 Personen) zu. In der Grundsicherung (SGB II) kam es zu einem Anstieg von 386 Personen (13.638 Personen).

Männer und Frauen

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer um 443

(+3,5 Prozent, Bestand 13.046). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 2.894 Männern (+28,5 Prozent).

Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im Juni bei 10.567 Hier kam es in diesem Monat zu einem Anstieg von 349 (+3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 2.022 Frauen (+23,7 Prozent).

Jugendliche unter 25 Jahre

Im Agenturbezirk waren in diesem Monat 2.306 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist im Juni die Jugendarbeitslosigkeit um 38 (+1,7 Prozent) gestiegen. Der Anteil der 15- bis unter 25-Jährigen beträgt 9,8 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe liegt bei 4,8 Prozent.

Ältere Arbeitslose

Im Juni waren 7.552 Arbeitslose 50 Jahre und älter. Hier kam es zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe von 200 Personen (+2,7 Prozent)

Ausländer

Im aktuellen Berichtsmonat waren 9.100 Ausländer im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt arbeitslos gemeldet (Vormonat: 8.751, +4,0 Prozent).

 

Gesonderte Betrachtung der Landkreise:

Landkreis Bergstraße:

Im Juni waren im Landkreis Bergstraße 6.376 (Vormonat:6.111 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 265 Personen (+4,3 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:4.961) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.415 Personen (+28,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,4 Prozent.

Kreisfreie Stadt Darmstadt:

Im Juni waren in Darmstadt 5.799 (Vormonat 5.553) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 246 (+4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:4.452) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.347 Personen (+30,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 6,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 5,0 Prozent.

Landkreis Darmstadt-Dieburg:

Im Juni waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 8.762 (Vormonat 8.542) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 220 (+2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 7.075) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.687 Personen (+23,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 5,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,2 Prozent.

Odenwaldkreis:

Im Juni waren im Odenwaldkreis 2.676 (Vormonat: 2.615) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 61 (+2,3 Prozent) Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:2.209) stieg die Arbeitslosenzahl um 467 Personen (+21,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen bei 5,1 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,2 Prozent

 

Gemeldete Stellen (ungefördert)

Im Monat Juni wurden zwar geringfügig mehr neue Arbeitsstellen gemeldet als noch im Mai. Die Zugänge liegen jedoch insgesamt deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.

Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im Juni 917 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen; 13 (+1,4 Prozent) mehr im Vergleich zum Vormonat und 696 (-43,1 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt waren im Juni 4.618 offene Stellen im Bestand, also 70 (-1,5 Prozent) weniger als noch vor einem Monat und 1.542 (-25,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Unternehmen in Südhessen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch kostenfrei unter der Arbeitgeber- Rufnummer 0800 4555520

oder per E-Mail  unter  Darmstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2020 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2019 bis Juni 2020 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, ist mit 4.239 Bewerbern um 419 im Vorjahresvergleich gesunken (-9,0 Prozent).

Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist ebenfalls gesunken und zwar um 688 auf 3.465(-16,6 Prozent).

„Die Corona-Pandemie betrifft nach wie vor auch das Thema Ausbildung. Bisher wurden weniger Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr gemeldet, aber auch die Zahl der Ausbildungsinteressierten ist im Vorjahresvergleich geringer. Ein aussagekräftiges Bild haben wir aber erst zum Ende des Ausbildungsjahres, da viele Ausbildungsverträge erst im Spätsommer und Herbst geschlossen werden. Duale Ausbildung ist wichtig und ist auch in der Krise ausschlaggebend für einen guten Einstieg in das Berufsleben,“ betont Förster

Berufsberatung – auf Distanz und doch nah dran!

Telefonhotline für Kunden der Berufsberatung: 06151 / 304 212

Mo-Fr von 9-12 Uhr und Do 14-16 Uhr 

Kurzarbeit

„Bundesweit rechnen wir mit mehreren Millionen Kurzarbeitern. Während dies für umfassende Arbeitsausfälle steht, zeigt es auch eine große Bereitschaft der Betriebe, ihre Beschäftigten im Betrieb zu halten,“ so Förster

Zum Stichtag Ende Juni haben für die Monate März, April, Mai und Juni 7.884 Betriebe mit insgesamt 81.553 Personen bei der Agentur für Arbeit Darmstadt Kurzarbeit angezeigt.

In den Arbeitsagenturen gehen weiterhin Anzeigen zur Kurzarbeit ein, die Kurve flacht aber deutlich ab. Die Daten basieren auf Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit und bilden nicht die amtliche Statistik ab.

 

Vollständiger Arbeitsmarktbericht für Juni 2020 (PDF, )

Pressesprecherin

Judith Sturm

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