30.07.2020 | Presseinfo Nr. 38

Arbeitsmarkt im Juli –Arbeitslosigkeit weiter gestiegen

Arbeitslosenzahl im Juli:                              + 827 auf 24.440
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:      + 5.194
Arbeitslosenquote im Juli:                            5,3 Prozent

 

Arbeitslosigkeit 

„Im Monat Juli kam es zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Da viele Firmen Betriebsferien haben und Einstellungen oftmals erst nach der Sommerpause wieder erfolgen, ist dies einerseits saisonal bedingt. Auf der anderen Seite erholt sich die Wirtschaft nur langsam von der Corona-bedingten Rezession. Seit der Lockerung der Corona-Maßnahmen im Mai hat sie zwar wieder an Fahrt aufgenommen, trotzdem geht der weitere Erholungsprozess nur schleppend voran. Grund ist auch die Ungewissheit darüber, wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Die Corona-bedingten Reise- und Handelsbeschränkungen haben die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft zudem schwer erfasst,“ so Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt.

Im Juli waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 24.440 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 827 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren 4,2 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), also im beschäftigungsnahen Bereich, nahm die Zahl der Arbeitslosen um 816 (Bestand10.791 Personen) zu. In der Grundsicherung (SGB II) kam es zu einem geringen Anstieg von 11 Personen (13.649 Personen).

Männer und Frauen

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer um 423

(+3,2 Prozent, Bestand 13.469). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 3.046 Männern (+29,2 Prozent).

Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im Juli bei 10.971 Hier kam es in diesem Monat zu einem Anstieg von 404 (+3,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 2.148 Frauen (+24,3 Prozent).

Jugendliche unter 25 Jahre

Im Agenturbezirk waren in diesem Monat 2.522 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist im Juli die Jugendarbeitslosigkeit um 216 (+9,4 Prozent) gestiegen. Der Anteil der 15- bis unter 25-Jährigen beträgt 10,3 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe liegt bei 5,3 Prozent.

Ältere Arbeitslose

Im Juli waren 7.725 Arbeitslose 50 Jahre und älter. Hier kam es zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe von 173 Personen (+2,3 Prozent)

Ausländer

Im aktuellen Berichtsmonat waren 9.324 Ausländer im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt arbeitslos gemeldet (Vormonat: 9.100, +2,5 Prozent).

 

Gesonderte Betrachtung der Landkreise:

Landkreis Bergstraße:

Im Juli waren im Landkreis Bergstraße 6.584 (Vormonat:6.376 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 208 Personen (+3,3 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:5.012) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.572 Personen (+31,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,4 Prozent.

Kreisfreie Stadt Darmstadt:

Im Juli waren in Darmstadt 6.080 (Vormonat 5.799) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 281 (+4,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:4.585) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.495 Personen (+32,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 6,8 Prozent. Im Vorjahr waren es 5,2 Prozent.

Landkreis Darmstadt-Dieburg:

Im Juli waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 8.992 (Vormonat 8.762) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 230 (+2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 7.382) stieg die Arbeitslosenzahl um 1.610 Personen (+21,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 5,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,4 Prozent.

Odenwaldkreis:

Im Juli waren im Odenwaldkreis 2.784 (Vormonat: 2.676) Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 108 (+4,0 Prozent) Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:2.267) stieg die Arbeitslosenzahl um 517 Personen (+22,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen bei 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,3 Prozent

 

Gemeldete Stellen (ungefördert)

Im Monat Juli wurden zwar mehr neue Arbeitsstellen gemeldet als noch im Juni. Die Zugänge liegen jedoch insgesamt deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.

Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im Juli 973 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen; 56 (+6,1 Prozent) mehr im Vergleich zum Vormonat und 442 (-31,2 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt waren im Juli 4.447 offene Stellen im Bestand, also 171 (-3,7 Prozent) weniger als noch vor einem Monat und 1.816 (-29,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Unternehmen in Südhessen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch kostenfrei unter der Arbeitgeber- Rufnummer 0800 4555520 oder per E-Mail unter  Darmstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2020 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2019 bis Juli 2020 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, ist mit 4.445 Bewerbern um 439 im Vorjahresvergleich gesunken (-9,0 Prozent).

Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist ebenfalls gesunken und zwar um 649 auf 3.577 (-15,4 Prozent).

„Rein rechnerisch ist für fast jeden Jugendlichen ein Ausbildungsplatz vorhanden. Es kommt aber jetzt darauf an, die Jugendlichen für die entsprechenden Stellen zu gewinnen und mit den Unternehmen zusammenzubringen. Viele Hilfen wie Nachhilfeunterricht stehen zur Verfügung, um auch schwächeren Bewerbern zu einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu verhelfen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Mit den kostenfreien „ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)“ können schulische, fachpraktische oder persönliche Probleme besser überwunden werden“, betont Förster.

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Pressesprecherin

Judith Sturm

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